Die Lage

“Magerkost”: Für seine Einschätzung des 0:0-Unentschiedens gegen den FC Erzgebirge Aue brauchte der Lautrer Chefcoach nur ein Wort. Sonderlich viel zu bieten hatte die Nullnummer gegen die Sachsen wirklich nicht. Anders als bei den beiden Punkteteilungen in den Wochen zuvor gegen Karlsruhe und St. Pauli fehlten nicht nur die Tore, sondern auch die Chancen und ein Stück weit zudem das Tempo. Was bleibt, ist gleichwohl die stabile Defensive der Roten Teufel, die gemeinsam mit der des 1. FC Heidenheim die wenigsten Gegentore der gesamten Liga zugelassen hat. Die Arbeit gegen Ball wird auch in Nürnberg gefragt sein, wo ein Gegner wartet, den laut Tayfun Korkut nicht zuletzt seine Wucht und Körperlichkeit auszeichnen.

Der Gegner

Was beim FCK die Abwehr, ist beim 1. FC Nürnberg der Angriff. Mit 28 Treffern stellt der “Club” eine der gefährlichsten Offensivreihen der Liga. Nur die drei Topteams aus Braunschweig, Stuttgart und Hannover haben öfter getroffen. Maßgeblich beteiligt an der fränkischen Durchschlagskraft ist Guido Burgstaller, der mit 13 Saisontoren nicht nur die Torjägerliste anführt, sondern alleine auch schon drei Buden mehr erzielt hat als alle Roten Teufel zusammen. Auch dank des Österreichers sammelte die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz 20 Punkte aus den letzten zehn Spielen und hat nach schwachem Saisonstart klar die Kurve gekriegt.

Wer spielt, wer fehlt

Einmal muss Tayfun Korkut auf jeden Fall umstellen, mindestens einmal wird er es wohl freiwillig tun. Während Abwehrchef Ewerton nach auskurierter Erkältung wieder ins Deckungszentrum rücken dürfte, sucht der Lautrer Trainer noch nach dem richtigen Ersatz für den gelbgesperrten Patrick Ziegler. Eins-zu-eins sei der defensive Mittelfeldspieler nicht zu ersetzen, so der Coach. Man habe aber Möglichkeiten, eine sei beispielsweise Alexander Ring, eine andere eine Formation mit einer Doppelsechs. Wieder einsatzbereit ist Lukas Görtler.

Kurz gesagt

“Wir sind bereit für das Auswärtsspiel in Nürnberg und wollen eine bessere Leistung auf den Platz bringen als zuletzt gegen Aue.” (Tayfun Korkut)

Gut zu wissen

Viel Tradition, große Erfolge, ein ebenso großes, aber auch anspruchsvolles Umfeld: Die Situation der beiden Vereine 1. FC Nürnberg und 1. FC Kaiserslautern ist für FCN-Trainer Alois Schwartz durchaus vergleichbar. Und der Coach muss es schließlich wissen, war er vor seiner Zeit in Franken und beim SV Sandhausen doch auch sechs Jahre sehr erfolgreich für die U23 des FCK verantwortlich. Ebenfalls vergleichbar ist der sehr holprige Start beider Clubs in die Saison. Zuletzt zeigte die Tendenz sowohl in Nürnberg als auch in Lautern aber klar nach oben.

13 Deutsche Meisterschaften und sechs Titel im DFB-Pokal haben Nürnberg und der FCK zusammengerechnet gewonnen. Klar, dass sich die Zweite Liga gerne mit so einem Traditionsduell schmückt. Wegen der Jahreszeit und dem Termin am Montagabend erwarten die Gastgeber dennoch “nur” rund 24.000 Zuschauer. Bis zu 1.500 Schlachtenbummler aus der Pfalz werden die Roten Teufel vor Ort unterstützen.

Schiedsrichter der Begegnung ist Markus Schmidt. Als Assistenten sind Jonas Weickenmeier und Tobias Fritsch im Einsatz. Vierter Offizieller ist Oliver Lossius.

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