Zum Jahresende blicken wir mit dem FCK-Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Banf noch einmal auf das zurückliegende Jahr und die Jahreshauptversammlung und sprechen über die anstehenden Aufgaben für 2019.

Patrick Banf, wie bewerten sie die zurückliegende Jahreshauptversammlung?

Ich finde es schade, dass der Verein den Mitgliedern auf der Versammlung nicht die nötige Einigkeit demonstrieren konnte. Inhaltlich haben wir auf der Mitgliederversammlung alle relevanten Zahlen genannt, man konnte über alles diskutieren und wir konnten alle Fragen beantworten. Selten war eine Mitgliederversammelung so offen. Diese neue Transparenz gegenüber den Mitgliedern ist uns auch sehr wichtig. Wir haben es geschafft, relativ kurz nach der Ausgliederung alle relevanten Fakten und Zahlen offen darzulegen. Zudem haben wir in nur rund sechs Monaten das Investoren-Dokument finalisiert, so dass die Säulen 2-4 unseres Konzeptes nun befüllt werden können. Es betrübt mich, dass am Ende andere Themen die Versammlung geprägt haben, wie beispielsweise die Rücktrittsandrohung von Rainer Keßler.

Sie sprechen Rainer Keßler an, den der Aufsichtsrat als Vorstandsvorsitzenden des e.V. installiert, nun aber wieder abberufen hat….

Zunächst mal möchte ich festhalten, dass Rainer Keßler mein Wunschkandidat für dieses Position war. Ich finde es daher auch sehr schade, dass es nun so gekommen ist. Aber die Trennung zwischen dem Verein und der ausgegliederten KGaA ist ein großer und langwieriger Prozess, der viel Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt. Rainer Kessler sollte als Vorstandsvorsitzender des Vereins diesen Prozess im Sinne des e.V. begleiten, die im Verein verbliebenen Abteilungen unterstützen. Für diese ist eine solche Ausgliederung natürlich auch eine Herausforderung. Am Ende ging es aber leider nur noch um persönliche Kompetenzen. Hier hätte ich mir etwas mehr Geduld und mehr Flexibilität gewünscht. In einem solch komplexen Prozess kann man nicht alles auf einmal umsetzen . Es ist vor allem ein Geben und Nehmen. Aufkommende Unstimmigkeiten lassen sich da kaum vermeiden, aber das sollte man dann intern klären und immer das Wohl des Vereins nach vorne stellen.

Wie geht es in Sachen Vorstand weiter?

Der Aufsichtsrat wird zu Beginn des neuen Jahres zusammenkommen und sich um die Nachbesetzung kümmern.

Was hat es mit dieser ominösen Liste auf sich, die Herr Keßler nach eigener Aussage nicht einsehen durfte?

Es gibt ein Dokument, in dem es um potentielle Investoren geht. Hier müssen wir aber auch die rechtliche Situation beachten, hier kann der FCK große Probleme bekommen, zumal man nicht vergessen darf, dass wir als FCK der kleinste Partner sind, sobald auch das Stadion eine Rolle spielt und Investor, Stadiongesellschaft und Verein involviert sind. Und es gibt klare Vorgaben seitens potentieller Investoren, hier sind wir auch in der Haftung und müssen unsere Schritte vorab genau prüfen, sonst kann es den FCK teuer zu stehen kommen. Es sind nur sehr wenige Personen auf allen Seiten autorisiert, in diese Dokumente Einsicht zu nehmen. Dies gilt übrigens auch für die Stadt. Obwohl die Stadiongesellschaft eine 100%ige Tochter der Stadt ist, hat beispielsweise der Stadtrat keine Einsicht in die Details – eine vergleichbare Situation wie bei uns. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt der Gespräche normal, zu gegebener Zeit werden natürlich alle relevanten Personen, auch der Vorstand des e.V., voll und ganz informiert. Aktuell müssen wir aber respektieren, dass ein Investor, der für die Vorplanung schon viel Geld investiert hat, diese Vorgaben macht und wir sie einhalten müssen. Daher konnte Herr Keßler vor der Jahreshauptversammlung nicht vollumfänglich Einfluss nehmen.

Ein weiteres Thema bei der JHV waren geplante Satzungsänderungen, die auf Wunsch des Vereinsrates jedoch zunächst verschoben wurden…

Es ist bedauerlich, dass die Abteilungen diese in meinen Augen wichtigen Satzungsänderungen im Vorfeld nicht wie geplant durch den Vorstand vorgestellt bekommen haben. Diese Änderungen dienen ja nicht dazu, den Aufsichtsrat zu stärken, sondern dem e.V. Geld, Arbeit und Zeit zu sparen. Alle Satzungsänderungen waren im Sinne des e.V. gedacht. Vier Mitgliedermagazine jährlich beispielsweise, das kostet den e.V. für Druck und Versand viel Geld, zudem müssen nun die Abteilungen vierteljährlich ihre Finanzen veröffentlichen, das ist für die Ehrenamtler in den Abteilungen viel Arbeit. Wir brauchen zwar in der KGaA Millionen, aber für den e.V. zählen auch kleine Beträge, zählt jeder Euro. Sehr schade finde ich es, dass der Ehrenrat, genau die, die schon seit Jahren im Amt bzw. in der Verantwortung stehen, und die wissen, wie es um den e. V. steht, gegen die Satzungsänderung waren bzw. die Mitglieder nicht entscheiden lassen wollten. Hier bin ich schon etwas enttäuscht, dass sich der Ehrenrat im Vorfeld nicht intensiver mit diesen Satzungsänderungen befasst hat. Ich war noch zwei Tage vor der JHV beim Ehrenrat, um diesem alles zu erläutern. Es ging wie gesagt um kurzfristige Einsparungen.

Ein wichtiges Thema für die Fans des FCK ist natürlich die anstehende Lizenz…

Hier sind wir natürlich dran, das Thema hat oberste Priorität bei uns. Hier wartet sicherlich viel Arbeit auf uns, aber ich bin auch sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen. Wir müssen aber die Ärmel hochkrempeln und hart dafür arbeiten. Dazu müssen wir eine Einheit werden, müssen wirklich alle das eigene Ego hintenanstellen und gemeinsam kämpfen.

Wir haben unsere Arbeit gemacht und sind jetzt soweit, dass wir regionale Investoren ansprechen können. Zugleich müssen wir uns aber auch mit der Möglichkeit einer variablen Zwischenfinanzierung befassen. Zudem steht eine mögliche zweite Fananleihe im Raum, so dass die Fans, die aktuell eine Anleihe haben, diese umtauschen und somit im Prinzip verlängern können. Wir beschäftigen uns derzeit mit allen Möglichkeiten, wir werden auf allen Ebenen für die Zukunft des FCK kämpfen.

Sie sind jetzt etwas über ein Jahr als Aufsichtsratsvorsitzender im Amt. Wie lautet ihr Fazit?

Ich habe von Beginn an gesagt, dass es ein „weiter so“ mit mir nicht geben wird. Ich habe immer gesagt, dass wir jeden Stein bei Seite legen und darunter schauen müssen. Und dass wir nicht nur schauen, sondern auch etwas verändern müssen. Aber wie so oft, jeder will die Veränderung, zumindest so lange, bis es einen selbst betrifft. Wenn es dann an die Umsetzung der Veränderungen geht, dann zieht der ein oder andere doch zurück. Für mich ist es unverständlich, dass genau die, die seit Jahren beim FCK in den Gremien waren, sich am meisten gegen Veränderung sträuben.

Sportlich haben wir es nicht geschafft, die komplett neue Mannschaft so schnell zusammenzuführen, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir 2019 mit dieser Mannschaft, die für mich viel Potenzial hat, auch erfolgreich sein werden.

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