Am Montag, 18. Februar 2019, feiert Gerry Ehrmann seinen 60. Geburtstag. Matthias Gehring lässt zum runden Ehrentag die FCK-Legende hochleben.

Er kam 1984 zum 1.FC Kaiserslautern. Vom damaligen Ligarivalen 1. FC Köln, wo er hinter Toni Schumacher eine Reservistenrolle fristete, mit wenig Aussicht im Schatten des damaligen Nationaltorhüters jemals zur Nummer 1 zu avancieren. Aber er ist heute noch beim FCK! Gerry Ehrmann, Kulttorhüter, Torwarttrainer und selbst immer noch großer Fan des Vereins. Am Montag, 18. Februar 2019, wird er 60 Jahre alt. Ein Alter in dem viele ehemalige Profifußballer längst nur noch auf den Tribünen der Stadien oder bestenfalls in den Büroräumen der Managementebenen der Vereine zu finden sind. Gerry steht nach nun fast 35 Dienstjahren beim FCK immer noch im Trainingsoutfit auf dem Platz, geht auch heute noch mindestens einmal pro Woche in den Kraftraum, um sich fit zu halten. Solange seine sportliche Fitness es zulässt und er seinen Schützlingen in ihrer Entwicklung noch etwas mitgeben kann, dürfte sich das auch nicht so schnell ändern. Hoffentlich!

Der in Tauberbischofsheim geborene Gerry Ehrmann begann seine Laufbahn beim dortigen TSV, wo er als junger Bub 1965 erstmals auf dem Platz stand. 1977 unterschrieb er beim 1. FC Köln seinen ersten Profivertrag. Bis 1984 kam er dort jedoch nicht über zwei Einsätze in der Bundesliga hinaus. Im Sommer 1984 kam er als Nachfolger von Ronnie Hellström an den Betzenberg. Insgesamt 283 Bundesligaspiele absolvierte Gerry Ehrmann im Trikot des FCK. Hinzu kamen 9 Begegnungen in der 2. Liga. Seine größten Erfolge mit dem FCK als Keeper feierte Gerry Ehrmann mit den Pokalsiegen 1990 und 1996 sowie mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1991. Unter den fast 300 Punktspielen, in denen Gerry Ehrmann für den FCK zwischen den Pfosten stand, waren zweifellos legendäre Begegnungen. Vor allem wenn es gegen den Waldhof oder gegen den Karlsruher SC ging. Derbys waren und sind für Gerry Ehrmann auch heute noch ganz besondere Partien. Spüren konnte man das auch zwei Tage vor seinem 60. Geburtstag beim Derbysieg in Karlsruhe. In solchen Momenten strahlt Gerry auch heute noch quer übers Gesicht. Er identifizierte sich von Anfang an mit dem FCK und tut das wie kaum ein anderer bis heute! Etwas, das die Fans schätzen und wodurch der unverwechselbare Typ Gerry Ehrmann schon während seiner Zeit als Torhüter des FCK zur Identifikationsfigur für etliche Fan-Generationen wurde.

In der Saison 1997 beendete Gerry Ehrmann seine aktive Torhüter-Karriere und schlüpfte fortan in die Rolle des Torwarttrainers. Bis heute! Unzählige Schützlinge nahm er in den zurückliegenden fast 22 Jahren dabei unter seine Fittiche. Einige davon schafften den Sprung in höhere Sphären. Roman Weidenfeller, Tim Wiese, Florian Fromlowitz, Tobias Sippel, Kevin Trapp, Julian Pollersbeck oder auch Marius Müller. Klangvolle Namen, die jedem Fußballbegeisterten in Deutschland ein Begriff sind. Sie alle entstammen der sogenannten „Flugschule“ von Gerry Ehrmann, sind beziehungsweise waren hervorragende Torhüter in der Bundesliga und in der 2. Liga, schafften es teilweise sogar zum National-Keeper und zum Weltmeister (Roman Weidenfeller). Mit Lennart Grill dürfte unter seinen Fittichen gerade der nächste Rohdiamant einen ersten Feinschliff bekommen. Dabei hat Gerry Ehrmann schon früh ein Auge auf den Nachwuchs von morgen. Bei den 13-jährigen verschafft sich der leidenschaftliche Berufs-Torhüter erste Eindrücke. Wer hier besteht, wird gefordert und gefördert. Aber es ist ein langer Weg und harter Weg, den Gerry Ehrmann auch den Nachwuchstalenten abverlangt.

So skizzierte Kevin Trapp einmal, dass Gerry Ehrmann großen Wert auf Sprungkraft und Dynamik lege: „Da geht man auch schon an seine Grenzen. Das ist selten im Jugendbereich.“ Doch der Kumpel-Typ Gerry Ehrmann ist für seine Schützlinge weit mehr als nur ein kompromissloser Schleifer: „Ich bin nicht nur Trainer, sondern auch Freund und Ratgeber.“ Und all das kann ein Nachwuchsspieler zwischen 13 und 18 Jahren zweifelsfrei gut gebrauchen. Doch nicht nur leistungsorientiertes Denken spielt bei ihm eine Rolle. Seinen Schützlingen versucht er seit jeher zwei Maximen einzuimpfen. Keine Angst zu kennen und das Bewusstsein, dass auch Fehler zur Entwicklung eines Profifußballers gehören. „Meine Jungs dürfen Fehler machen, denn manche Dinge lernt man nur im Spiel. Ich verlange Entschlossenheit, zum Beispiel beim Rauslaufen. Klar kommt man da auch mal zu spät. Aber in 95 Prozent der Fälle liegt man richtig. Wenn man dagegen zögert, dann hat man den Fehler schon gemacht“, äußerte sich Gerry Ehrmann schon vor Jahren zum Erfolgsrezept seiner Ausbildungsdidaktik.

Die erste persönliche Begegnung des Autors mit der Torwartlegende liegt lange zurück. Es war am 21. September 1985. Unser kleiner Fanclub war vor der Begegnung gegen den damals amtierenden DFB-Pokalsieger Bayer Uerdingen auf dem Rasen geehrt worden. Stadionsprecher Udo Scholz schnappte sich nach dem Warmmachen der Truppe beim Gang in die Kabine Gerry Ehrmann für einen kurzen Plausch und ein Gruppenfoto. Für mein damals jugendliches Gemüt wirkte Gerry Ehrmann wie ein Hüne, die rechte Pranke, die er mir für den Handschlag entgegenstreckte, hatte die gefühlte Dimension einer Bratpfanne. Der Händedruck war beeindruckend und ich habe mir später oft ausgemalt, wie es für die Gegner wohl sein musste, wenn dieses Muskelpaket im Fünfmeterraum oder beim Herauslaufen zupackte oder hinlangte. Jeder wird sich unweigerlich an zahlreiche Duelle erinnern, die nicht zuletzt auch durch Gerrys Auftreten den Weg in die Geschichtsbücher des FCK gefunden haben. Die Uerdinger wurden damals übrigens nach Toren der unvergessenen Dieter Trunk (2 Treffer) und Thomas Allofs (3 Treffer) geradezu deklassiert und mit 5:1 zurück an den Niederrhein geschickt. Rudi Bommer konnte damals per Foulelfmeter auf 3:1 verkürzen. Den Gerry wird’s geärgert haben!

Sicher hat so ziemlich jeder FCK-Fan eine persönliche Begegnungsgeschichte mit dem heutigen Jubilar. Ob rund um ein Spiel, am Trainingsgelände, in den vielen Trainingslagern weit ab vom Betzenberg oder zu anderen Anlässen. Denn eines scheute Gerry Ehrmann nie. Die Begegnung mit den Fans, die für ihn eine wichtige und wesentliche Säule der Seele dieses Vereins waren und sind.

Zum 60. Geburtstag alles Gute auch vom Museumsteam, lieber Gerry Ehrmann!

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