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28.10.2025

„Klassischen Pokalfight anbieten“ – der Vorbericht

Am Mittwoch, 29. Oktober 2025, trifft der FCK in der zweiten Runde des DFB-Pokals auf die SpVgg Greuther Fürth. Anpfiff der Begegnung ist um 18:00 Uhr im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer.

Bereits 44 Tage nach der letzten Begegnung in der Liga wartet diese Paarung nun auch im Pokalwettbewerb. Die Partie im vergangenen September sorgte über den ersten Auswärtsdreier für die Roten Teufel in der laufenden Spielzeit hinaus für Schlagzeilen. Nach 27 Sekunden sah der Fürther Noah König die Rote Karte – die Schnellste in der Zweitligageschichte. Ein Treffer von Naatan Skyttä und ein Doppelpack von Ivan Prtajin sorgten für den verdienten 3:0-Erfolg in Überzahl.

 

Die Vergangenheit mit der Spielvereinigung

Insgesamt 29-mal trafen die beiden Vereine bereits aufeinander. Die Bilanz spricht dabei klar für die Roten Teufel: 17 Siege, drei Unentschieden und neun Niederlagen stehen zu Buche.

Bereits zweimal trafen das Kleeblatt und der FCK im deutschen Pokalwettbewerb aufeinander. Erstmals am 10. August 1996. Damals sahen 7.500 Zuschauer die Partie im Ronhof. Die Fürther Mannschaft ging als damaliger Regionalligist als Außenseiter in das Spiel gegen den amtierenden Pokalsieger vom Betze. Trotz dessen setzten sie sich gegen den gerade erstmals in die 2. Bundesliga abgestiegenen FCK mit 1:0 durch und zogen in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Für den FCK nahm die Saison mit dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga dennoch ein versöhnliches Ende.

Auch in jüngerer Vergangenheit gab es die Begegnung unter sehr ähnlichen Voraussetzungen. In der Saison 2014/15 entschied das Los ebenfalls auf dieses Aufeinandertreffen in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Durch einen souveränen 2:0-Sieg auf dem heimischen Betzenberg zog die Mannschaft unter Trainer Kosta Runjaic ins Achtelfinale ein. Philipp Hofmann wird sich an dieses Spiel besonders gerne erinnern: Dem Stürmer gelangen die beiden Tore des Tages.

 

So ist die Lage

Am vergangenen Sonntag mussten sich die Roten Teufel nach einem umkämpften Spiel mit einem Punkt zufriedengeben. Nachdem der FCK durch den Treffer von Daniel Hanslik mit einer 1:0 Führung in die Halbzeit ging, verwandelte FCN-Kapitän Robin Knoche in der vierten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter zum 1:1-Endstand.

Nun wartet am Mittwoch bereits die nächste Aufgabe im Pokal gegen den Zweitligakonkurrenten aus Fürth, bevor die Roten Teufel am Sonntag zu Fortuna Düsseldorf reisen.

In dieser Englischen Woche liegt der Fokus verstärkt auf der Trainingssteuerung der Spieler wie Marcel Klose direkt nach dem Spiel gegen Nürnberg betonte: „Es ist eine sehr intensive, knackige Woche mit wenig Regenerationszeit. Da brauchen wir jeden einzelnen in der Mannschaft.“

Simon Asta und Kenny Prince Redondo fallen weiterhin verletzungsbedingt aus. Jisoo Kim, Mahir Emreli und Ivan Prtajin befinden sich im individuellen Training, aber stehen für das Pokalspielspiel ebenfalls noch nicht zur Verfügung.

 

Das kommt auf uns zu

Die Franken bekamen in der ersten Runde des DFB-Pokals einen Regionalligisten zugelost. Durch einen 2:0-Erfolg bei BW Lohne sicherten sie sich den Einzug in die nächste Runde.

Am fünften Spieltag, als der FCK und die Spielvereinigung zuletzt aufeinandertrafen, standen die Teams punktgleich auf dem zehnten Tabellenplatz. Während der FCK seitdem13-fach gepunktet hat, holte das Kleeblatt lediglich vier weitere Zähler. Zuletzt mussten sie zwei bittere Niederlagen hinnehmen. In Elversberg gab es eine 0:6-Niederlage und am vergangenen Freitagabend mussten sie sich mit 1:4 gegen den KSC geschlagen geben.

Julian Krahl warnt davor, sich von der sportlichen Situation des Gegners beeinflussen zu lassen. Der FCK-Keeper erwartet eine unangenehme Begegnung: „Ich glaube, dass es sehr, sehr eklig wird. Fürth hat es sich auch auf die Fahne geschrieben, aus dem Negativtrend – den sie jetzt hatten – rauszukommen. Ein Pokalspiel ist da eine willkommene Abwechslung.“

Neben den verletzungsbedingten Ausfällen der Torhüter Timo Schlick und Nils-Jonathan Körber fehlt beim Kleeblatt Brynjar Ingi Bjarnason. Außerdem steht Sacha Bansé der Spielvereinigung nach einer Knie-OP nicht zur Verfügung.

 

Stimmen zum Spiel

Auch vor dem kommenden Pokalspiel bei der SpVgg Greuther Fürth stand FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht für die Fragen der Medienvertreter zur Verfügung (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube).

Torsten Lieberknecht lässt sich nicht von der aktuellen Tabellensituation der Fürther blenden und weiß, dass der Pokal ein ganz eigener Wettbewerb ist: „Ich messe keinen Gegner am Tabellenstand. Ich glaube, es wird sehr emotional hergehen morgen. Wir werden versuchen, den klassischen Pokalfight anzubieten.“

Spielerisch sieht der FCK-Cheftrainer die Stärken der Fürther im Offensivspiel: „Es wird wichtig sein, dass wir in Bezug auf ihr Umschaltspiel eine konzentrierte Leistung bringen. Die DNA der Fürther ist schon immer das Umschaltspiel gewesen – mit Felix Klaus über die rechte Seite und Branimir Hrgota als schwimmendem Stürmer. Das sind alles Spieler, die mit einer gewissen Schnelligkeit aufwarten. Deswegen ist das immer eine sehr ernstzunehmende Mannschaft. Jetzt haben wir aber unser Spiel, das Pokalspiel, ein K.O.-Spiel – da gilt es für uns, eine Runde weiterzukommen.“

In Anbetracht der kurzen Regenerationszeit kann auf FCK-Seite mit personellen Wechseln gerechnet werden. „Wir werden mit Sicherheit, auf der einen oder anderen Position rotieren, sodass wir wieder so spielen können, wie wir es jetzt gegen Nürnberg und phasenweise in Karlsruhe gezeigt haben: Wir wollen den Gegner stressen und in Bedrängnis bringen“, so der FCK-Cheftrainer über die Herangehensweise gegen das Kleeblatt.

Auch Kleeblatt-Cheftrainer Thomas Kleine hat volles Vertrauen in die Leistung seines Teams: „Die Mannschaft wird alles reinschmeißen, um morgen ein DFB-Pokal-Fußballfest zu feiern.“

Im Rückblick auf die vergangenen Tage berichtet Thomas Kleine von einer intensiven Aufbereitung des letzten Spiels: „Wir saßen am Samstag 60 bis 90 Minuten zusammen und haben über viele Situationen geredet – auch mit Fokus auf Mittwoch, wie wir den Bock umstoßen wollen. Der Ansatz muss sein, besser mit Gegentoren umzugehen – das gehört im Fußball dazu. Der Tenor war, mehr Situationen und Zweikämpfe besser zu lösen“, berichtet Thomas Kleine von den Erkenntnissen des Gesprächs.

Mit dem FCK erwartet er „eine Mannschaft, die in der 2. Liga top ist und die eine gute Wucht hat. Wie sie die Tore gegen uns gemacht haben, zeigt ihre Qualität. Sie sind sehr stark bei Flanken und gehen sehr gut auf die zweiten Bälle.“

Nachdem die Fürther das letzte Aufeinandertreffen fast 90 Minuten in Unterzahl bestreiten mussten, „freuen wir uns morgen im Elf-gegen-Elf anzutreten und uns dann im Mann-gegen-Mann durchzusetzen“, blickt Thomas Kleine auf das Pokalduell.

 

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