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12.09.2025

„Auswärts den Hebel umlegen“ – Der Vorbericht

Am Sonntag, 14. September 2025, bestreitet der FCK das nächste Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth. Anpfiff der Begegnung ist um 13:30 Uhr im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer. Seit 1910 trägt das Kleeblatt hier ihre Heimspiele aus. Das Stadion überstand zwei Weltkriege und ist heute die älteste Spielstätte im Deutschen Profifußball.

Die Vergangenheit mit dem Kleeblatt

Als Anführer der Ewigen Tabelle der Zweiten Liga mit 1.803 Punkten gab es im deutschen Unterhaus in den letzten Jahren auch viele Begegnungen zwischen dem FCK und der SpVgg Greuther Fürth. Insgesamt 28-mal trafen die beiden Vereine bereits aufeinander. Nach den ersten beiden Aufeinandertreffen in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1951 fanden zwei Duelle im DFB-Pokal und 23 Begegnungen in der 2. Bundesliga statt. Die Bilanz spricht dabei klar für die Roten Teufel: 16 Siege, drei Unentschieden und neun Niederlagen stehen zu Buche. Auch bei dem letzten Aufeinandertreffen konnte der FCK drei Punkte mit nach Hause bringen. Ein turbulentes Spiel im Sportpark Ronhof konnte der FCK durch die Tore von Ritter, Yokota, Kaloc und Ache mit 4:2 für sich entscheiden.

So ist die Lage

Durch den 3:1-Erfolg beim letzten Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 konnten die Roten Teufel ungeschlagen vor heimischen Publikum in die Länderspielpause gehen. Während sechs Profis des FCK in der Länderspielpause für ihre Nationen im Einsatz waren, ging es für den restlichen Kader am vergangenen Freitag zum Testspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Die zwei Treffer von Paul Joly und Florian Kleinhansl konnten die 2:3 Niederlage nicht abwenden. Trotz des Ergebnisses war es „ein gelungener Test gegen einen Bundesligisten“, resümierte FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht. Im Laufe der Woche kehrten die Profis von ihren Nationalmannschaften zurück ins Mannschaftstraining. In einer intensiven Trainingswoche bereitete das Trainergespann um Torsten Lieberknecht die Mannschaft auf die kommende Aufgabe vor – am Dienstagnachmittag sowie am Mittwochvormittag auch öffentlich vor den Augen einiger Fans.

Verletzungsbedingt ausfallen werden am Sonntag Daniel Hanslik und Kenny Prince Redondo. Auch Simon Asta fehlt weiterhin aufgrund seiner Kreuzbandverletzung.

Für vier Lautrer ist die Fahrt an den Ronhof eine Reise an ihre alte und letzte Wirkungsstätte vor dem Wechsel an den Betze. Dickson Abiama absolvierte zwischen 2020 und 2023 101 Spiele fürs Kleeblatt, in denen ihm 15 Tore gelangen. Tobias Raschl schnürte vom Januar 2022 bis zum Saisonende 2023 die Schuhe für die Fürther. Kenny Prince Redondo lief in knapp eineinhalb Jahren 31-mal für die Franken auf, bevor er im Oktober 2020 zum FCK kam. Auch der derzeit verletzte Neuzugang Simon Asta kam im Sommer vom Ligakonkurrenten aus Fürth zum FCK. Der Verteidiger trug in den vergangenen fünf Spielzeiten das Kleeblatt auf der Brust. In diesen Jahren reifte er mit seinen 115 Einsätzen für den Verein zu einem absoluten Leistungsträger heran und stieg in seiner Zeit mit Fürth in die Bundesliga auf.

Das kommt auf uns zu

Die Franken stehen vor dem fünften Spieltag der Saison 2025/26 punktgleich mit dem FCK auf dem zehnten Tabellenplatz. Beide Mannschaften konnten jeweils zweimal dreifach punkten. Zuletzt konnte sich die Spielvereinigung beim 1. FC Magdeburg in einem turbulenten Spiel durch einen Treffer in der neunten Minute der Nachspielzeit mit 5:4 durchsetzen. Die Spielvereinigung ist diese Saison insgesamt bekannt für torreiche Duelle. Bei den Fürthern stehen die meisten geschossenen Tore zu Buche. Mit Felix Klaus und Noel Futkeu führen die Fürther gleich mit zwei Spielern die Torschützenliste der Zweiten Liga an. Beide Angreifer erzielten jeweils vier Treffer an den ersten vier Spieltagen der Saison. Gleichzeitig mussten die Franken aber auch die meisten Gegentore einstecken.

Die Länderspielpause wurde beim Kleeblatt ebenfalls für ein Testspiel genutzt. Beim Test gegen die Augsburger Mannschaft um Sandro Wagner konnte ein 2:1-Erfolg gefeiert werden.

Neben den verletzungsbedingten Ausfällen der beiden Torhütern Nils-Jonathan Körber und Timo Schlick, fehlt auch Maximilian Dietz. Außerdem steht Sacha Bansé dem Kleeblatt nicht zur Verfügung. Bei seinem Comeback nach acht Monaten verletzte er sich im Spiel gegen Magdeburg erneut.

Stimmen zum Spiel

Auch vor dem kommenden Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth hat FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht die Fragen der Medienvertreter beantwortet (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube). „Wir konnten das Testspiel gegen Heidenheim nutzen, um für Spieler mit zuletzt weniger Einsätzen, mehr Spielzeiten zu generieren“, blickt der FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht auf die zurückliegende Länderspielpause zurück.

Im Training kann Torsten Lieberknecht eine Weitentwicklung bei seiner Mannschaft erkennen: „Ich sehe eine Gesamtkonstellation, die sich schrittweise entwickelt. Das Zusammenspiel wird immer besser. Wir haben eine ordentliche Defensive, die es dem Gegner schwierig macht, Tore aus dem Speil heraus zu erzielen. Das ist die Basis – auch, um auswärts den Hebel umzulegen.“

Das Kleeblatt schätzt Torsten Lieberknecht als eine offensiv starke Mannschaft ein, gespickt mit einigen erfahrenen Spielern in ihren Reihen: „Uns erwartet eine Mannschaft, die in den letzten Spielen sehr viele Tore geschossen hat, gleichzeitig aber auch Anfälligkeiten in der Defensive zeigt. Die Fürther Mannschaft kann aus zwei Grundformationen agieren – mit der Dreierkette oder auch mit der Viererkette. Aus diesen Formationen heraus spielen sie gezielt ihre Schnelligkeit sowie ihre Konterstärke aus.“ Wichtig sei es hier, „nicht zu große Räume zuzulassen“, so der FCK-Cheftrainer.

„Mit dem FCK erwartet uns eine individuell gut besetzte Mannschaft mit einem erfahrenen Trainer, die sehr viel Wucht mitbringt. Es ist eine Mannschaft, die hoch anläuft und den Gegner früh unter Druck setzt, um Fehler zu erzwingen“, schätzt Fürth-Coach Thomas Kleine die Roten Teufel ein. Die Stärken der FCK-Mannschaft sieht Thomas Kleine im geradlinigen Spiel nach vorne. Trotz dieser Stärken „wollen wir das Spiel so führen, um die drei Punkte hier zu behalten“, betont Thomas Kleine. Dabei sei es wichtig, „sehr guten Zugriff zu haben sowie aktiv und aggressiv zu spielen.“

 

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