pixel
Betzi in Rot
Das Logo von NovoLine in einem Farbverlauf von Gelb zu Rot.

30.04.2026

Die Betze-Werte verkörpern – der Vorbericht

Am Samstag, 2. Mai 2026, treffen die Roten Teufel auswärts auf Dynamo Dresden. Anpfiff der Begegnung ist um 13:00 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion.

Das Dresdner Stadion ist mit einer Gesamtkapazität von 32.249 Plätzen neben dem Aachener Tivoli das größte Einrang-Stadion Deutschlands. Vier Jahre nach ihrer Gründung zog die SG Dynamo ins Rudolf-Harbig-Stadion, benannt nach dem Dresdner Weltklasseläufer, an der Lennéstraße ein. Die ursprüngliche Leichtathletik-Arena war aus der populären, im Krieg zerstörten Ilgen-Kampfbahn entstanden und galt seit der Austragung des Dresdner Fußballs als ein sich durch die Stimmung aufheizender „Hexenkessel“. Der aktuelle Neubau wurde im Dezember 2009 fertiggestellt.

 

Die Vergangenheit mit den „Giraffen“

In der Fußballhistorie begegneten sich die SG Dynamo Dresden und der FCK bisher 21 Mal. Die Bilanz spricht dabei deutlich für die Pfälzer: Während Dresden sechs Partien für sich entschied, konnte Kaiserslautern 12 und damit doppelt so viele Siege verbuchen. Nur drei Partien endeten unentschieden zwischen den beiden Klubs. Mit insgesamt fünf Toren gegen Dresden traf Stefan Kuntz am häufigsten für den FCK in dieser Gegenüberstellung.

Das wahrscheinlich historischste Duell zwischen den beiden Vereinen fand am 24. Mai 2022 statt. Nach einer erfolgreichen Saison der 3. Liga, die auf Rang 3 endete, gastierte der 1. FC Kaiserslautern zum Relegations-Rückspiel in Dresden. Nachdem das Hinspiel 0:0 ausgegangen war, musste im Rudolf-Harbig-Stadion ein Sieg her – und diesen machten die Roten Teufel wahr. Mithilfe des Führungstors von Daniel Hanslik gewannen sie an Selbstvertrauen, in der Nachspielzeit setzte Philipp Hercher das 2:0 nach: Der Aufstieg ins deutsche Unterhaus war nach vier Jahren geschafft – gleichzeitig mussten die Dresdner den bitteren Gang in die 3. Liga antreten. Die erste Begegnung seit dem Relegationsspiel fand in der Hinrunde dieser Saison statt. Im Dezember 2025 siegten die Roten Teufel dreieinhalb Jahre später erneut gegen Dresden, diesmal mit 3:1 (Skyttä, Ritter, Haas) vor heimischer Kulisse. Durch diese Umstände wird die Lautrer bei ihrer Rückkehr am Samstag sicherlich mehr als nur eine offene Rechnung erwarten.

Neben einem hitzigen Duell findet am Samstag auch folgendes Wiedersehen statt: Lars Bünning absolvierte in der Saison 2022/23 fünf Pflichtspiele für die Roten Teufel, bevor er nach Sachsen zur Landeshauptstadt wechselte. Auch SGD-Keeper Lennart Grill lief von 2016 bis 2020 in rot-weiß auf. Der gebürtige Idar-Obersteiner durchlief zunächst erfolgreiche Ausbildungsjahre bei den Nachwuchsteams des FCK, bis er schließlich einen Profivertrag erhielt und 51 Drittliga-Partien bestritt. Sieben weitere fußballerische Stationen folgten, bis er sich im Sommer 2025 Dynamo Dresden anschloss. Lennart Grill wird bei der Partei gegen den FCK aufgrund einer Knieverletzung jedoch nicht im Kader sein.

 

So ist die Lage

Die Roten Teufel mussten vergangenen Freitag die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Nachdem sie zuvor 0:3 in Kiel unterlagen, konnten sie auch zu Hause gegen Braunschweig keinen Sieg einfahren. Die Gäste aus Niedersachsen trafen in der ersten Hälfte durch den vom FCK ausgeliehenen Stürmer Faride Alidou, in der zweiten Halbzeit machte Erencan Yardimci den Sack zum 2:0 für Braunschweig zu. Die Roten Teufel befinden sich somit nach sechs Spielen in Folge auf Tabellenplatz sieben, mit 46 Punkten fehlen ihnen zwei Zähler auf den Tabellensechsten, Hertha BSC.

Trainer Torsten Lieberknecht wird krankheitsbedingt ohne Naatan Skyttä und Daniel Hanslik anreisen. Zudem fallen Mika Haas, Mahir Emreli sowie Kenny Prince Redondo mit Rücken-, Bauch- und Achillessehnenproblemen aus. Auch auf die Nachwuchsspieler Dion Hofmeister und Erik Müller muss das Team verletzungsbedingt verzichten, ebenso wie auf den bekanntermaßen langzeitverletzen Ivan Prtajin. Fraglich ist darüber hinaus der Einsatz von Jisoo Kim, welcher im Training einen „Pferdekuss“ erlitt.

 

Das kommt auf uns zu

Dresden befindet sich aktuell mit 35 Punkten auf Tabellenplatz 12 und spielt im Rennen gegen den Abstieg mit. Die Sachsen mussten sich vergangene Woche mit 1:3 bei Fortuna Düsseldorf geschlagen geben, zuvor konnten sie jedoch zwei Dreier gegen Bochum und Nürnberg holen – beides Mannschaften, gegen die der FCK sieglos vom Platz ging. Mit einer Laufleistung von insgesamt 3798 km ist Dynamo Dresden zudem die laufstärkste Mannschaft der Liga. Auch in ihren bisherigen Torerfolgen zeigt sich eine gewisse Offensivstärke, denn die SGD konnte in dieser Saison bereits 50 Tore erzielen, sie kassierten allerdings ebenso viele in den eigenen Kasten.

Cheftrainer Thomas Stamm wird verletzungsbedingt ohne Lennart Grill (Knieverletzung), Elias Bethke (Bauchmuskelzerrung) und Vinko Sapina (Rückenprobleme) auftreten.

 

Stimmen zum Spiel

In der Pressekonferenz (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) am Donnerstagmittag stand FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht wie gewohnt den anwesenden Medienvertretern Frage und Antwort.

Mit den Worten „Jede Niederlage nagt, jede Niederlage schmerzt – egal, ob auswärts oder zu Hause“ eröffnete der gebürtige Pfälzer die Pressekonferenz. Der Rückblick auf die letzten beiden Niederlagen fiel durchaus kritisch aus: „Man darf Spiele verlieren, aber man muss am Ende sagen können, dass man alles gegeben hat. Fakt ist, wir haben etwas nicht verkörpert, was hier beim FCK total wichtig ist: dass man sich stemmt und eine ganz andere Körpersprache zeigt – wir haben die Betze-Werte nicht verkörpert.“ Im Fokus stand auch das kommende Spiel am Samstagmittag: „Es geht immer noch um die Platzierung und um unsere Ehre. Wir müssen die Jungs trotz allem positiv vorbereiten, sodass sie wissen, dass es sich auch um taktische Inhalte dreht.“ Die Atmosphäre im „Hexenkessel“ begrüßte Torsten Lieberknecht trotz Abstiegskampf und Relegations-Rache der Dresdner: „Was gibt es Schöneres als an einem Samstag so ein Spiel bestreiten zu dürfen?“

Dynamos Trainer Thomas Stamm freut sich besonders auf die atmosphärenreiche Heimpartie: „Es ist immer ein Vorteil, zu Hause zu spielen mit unseren Fans, die uns mittragen.“ Dennoch würden diese nicht automatisch zum Sieg beitragen: „Wir erwarten eine griffige, intensive Mannschaft, die etwas wiedergutmachen will. Sie werden nicht hierherkommen, um uns Punkte zu schenken.“ Dementsprechend bereite er seine Mannschaft darauf vor, ein „ausgeglichenes Spiel“ zu liefern: Wir haben Kleinigkeiten angesprochen, die wir verändern müssen, gerade in der Phase, wenn wir den Ball nicht haben, in der Defensive, in der Art und Weise, wie wir Zweikämpfe führen.“ Als persönliche Schwäche von Dresden nannte Thomas Stamm Standardsituationen, die bereits im Hinspiel zu Toren der Pfälzer führten und auch gegen Düsseldorf nicht sachgemäß verteidigt wurden. „Da geht’s um Wachheit, um Fokus, da geht’s um Verantwortung, Räume zu schließen“, so der Cheftrainer.

 

Rein ins Netz!

Mit den FCK-Kanälen immer auf Ballhöhe – egal wo: Verfolgt die Partie bereits ab 8:00 Uhr morgens in unserem Matchday in Web und App! Den Matchday-Modus findet Ihr auf unserer Website sowie in der FCK-App für iOS und Android. Die Pressekonferenzen und mehr Videos findet Ihr immer auf unserem YouTube-Kanal. Weitere Eindrücke gibt’s auch auf unseren Social-Media-Kanälen instagram, facebook und BlueSky – sowie im offiziellen FCK-WhatsApp-Kanal!