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16.04.2026

„Den Sieg nicht als Eintagsfliege nehmen“ – der Vorbericht

Am Freitag, 17. April 2026, steht für den FCK das zweite Auswärtsspiel in Folge an. Die Roten Teufel gastieren am 30. Spieltag bei Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel. Anpfiff der Begegnung ist um 18:30 Uhr im Holstein-Stadion.

Am 7. Juni 1953 machte sich FCK-Legende Fritz-Walter mit seinem Team auch im hohen Norden einen Namen. Die Walter-Elf spielte im Rahmen der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft auf dem damaligen Holsteinplatz – und überragte dort mit 4:2. Zwei Wochen später sicherten sich die Roten Teufel im Entscheidungsspiel gegen Stuttgart durch einen 4:1-Erfolg endgültig den Titel: Der FCK wurde zum zweiten Mal Deutscher Meister.

 

Die Vergangenheit mit den Störchen

Die Kieler SV Holstein und der 1. FC Kaiserslautern teilen eine Gemeinsamkeit: Beide Vereine schreiben als Gründungsjahr 1900. Trotz 126 Jahre potenzieller Aufeinandertreffen, begegneten sich die Fußballklubs allerdings erst zehn Mal auf dem Rasen, davon sieben Mal innerhalb des regulären Zweitligabetriebs und noch nie im Rahmen der ersten Liga. Kiel schaffte in der Saison 2023/24 zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Aufstieg ins deutsche Oberhaus, nach einer Bundesligasaison folgte jedoch der direkte Wiederabstieg. Die Bilanz der bisherigen Begegnungen spricht klar für den FCK: Die Roten Teufel können sieben Siege verbuchen, nur zwei Niederlagen mussten sie bisher hinnehmen und erst einmal wurden die Punkte geteilt. Das erste Duell fand 1953 statt, als Fritz Walter und seine Mannschaft vor dem glorreichen Meisterschafts-Spiel in Kiel bereits zu Hause mit 2:1 gegen die Norddeutschen siegten. Auch in der Hinrunde der laufenden Saison konnte sich der FCK durchsetzen. Mika Haas traf zum ersten Mal in seiner Profi-Karriere und Naatan Skyttä erzielte einen Dreierpack gegen die Störche – alles innerhalb der ersten Halbzeit. Obwohl die Gegner zwischenzeitlich durch Alexander Bernhardsson nachlegten, siegten die Roten Teufel letztendlich 4:1 vor der Heimkulisse.

Im kommenden Duell an der Kieler Förde trifft Daniel Hanslik auf eine frühere Station seiner Fußballkarriere. Bevor der Stürmer an den Betzenberg wechselte, gehörte er von 2019 bis 2020 den Kieler Störchen an, wovon er eine halbe Saison auf Leihbasis in Rostock Spielpraxis sammelte. Seit fast sechs Jahren und 178 Spielen läuft der 29-Jährige nun in Rot-Weiß auf und erzielte bisher 33 Tore für den FCK. Davon fielen auch einige gegen seinen alten Klub: In drei von fünf Spielen traf er gegen die KSV und zählt gemeinsam mit Naatan Skyttä zu den Top-Torschützen gegen die Störche.

 

So ist die Lage

Der FCK konnte vergangenes Wochenende den zweiten Sieg in Folge vermerken. Nach dem 3:0-Heimerfolg gegen Düsseldorf hoben die Roten Teufel in der Hauptstadt ihre Auswärtsbilanz an: Im Spiel gegen den potenziellen Aufstiegskandidaten Hertha BSC erzielte Mergim Berisha sein zweites Saisontor für den FCK und schoss die Roten Teufel nicht nur in Führung, sondern auch zum Sieg. Maßgeblich daran beteiligt war auch Keeper Julian Krahl, der auf der Linie mit sieben Paraden die Null sicherstellte.

Nach der Partie in Berlin verweilen die Roten Teufel weiterhin auf Tabellenplatz sieben. Durch drei Siege aus den letzten fünf Spielen, konnten sich die Lautrer allerdings mit 46 Zählern vom Tabellenachten, dem KSC, absetzen sowie den Rückstand zur direkt oben drüber platzierten Hertha auf nur einen Punkt minimieren.

Torsten Lieberknecht wird verletzungsbedingt weiterhin ohne Ivan Prtajin anreisen. Hinzu kommen der kurzzeitig erkrankte Erik Wekesser sowie Erik Müller, der sich nach muskulären Problemen noch im individuellen Training befindet.

 

Das kommt auf uns zu

Holstein Kiel befindet sich aktuell mit 32 Punkten auf Platz 12 der Tabelle. Mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz befinden sich die Norddeutschen aktuell noch im Kampf um den Klassenerhalt. Seit drei Spielen sind die Kieler allerdings ungeschlagen. Vergangenes Wochenende siegten sie mit 2:1 in Düsseldorf, zuvor spielten sie 0:0 gegen Preußen Münster und gewannen 3:2 in Bochum. In 13 Heimpartien der laufenden Saison konnten die Störche nur fünf Siege einfahren, sie holten allerdings im Gesamten nur acht Mal den Dreier nach Kiel – fast die Hälfte der Siege des FCK, der aktuell 14 Saisonsiege aufweisen kann.

Holstein-Trainer Tim Walter wird verletzungsbedingt ohne John Tolkin (Innenbandverletzung am Knie), Patrick Erras (Gehirnerschütterung), Andu Kelati (Zerrung) sowie Hamza Muqaj und Carl Johansson (beide Knieprobleme) auflaufen. Zudem fehlt Mittelfeldspieler Adrián Kaprálik gelbgesperrt.

 

Stimmen zum Spiel

In der Pressekonferenz (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) am Mittwochmittag stand FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht wie gewohnt den anwesenden Medienvertretern Frage und Antwort.

„Für mich zählt jetzt nur das Spiel gegen Holstein Kiel, dass wir dort drei Punkte holen“, erwiderte der Cheftrainer entgegengebrachten Aufstiegsrechnungen. Er erwarte einen „intensiven Gegner“ und anhand der Spielerdaten ein „sehr physisches Spiel“. „Eine Thematik ist, wie verteidigt man die Breite in der Offensive von ihnen? Da gibt es ein paar taktische Dinge, die wir den Jungs mitgeben“, erklärte der Pfälzer. Der Fokus liege demnach in allen Überlegungen auf der Jagd des Dreiers: „Wir haben die Möglichkeit, das ein oder andere zu testen, aber im Vordergrund steht, dass wir Spiele so vorbereiten, dass wir sie gewinnen – und das Gespür haben wir jetzt auch für Kiel.“ Das Spiel bei Hertha BSC solle dabei „nicht als Eintagsfliege“ genommen werden. Stattdessen „stehen wir in der Verantwortung, den mitreisenden Fans und den vielen Zuschauern, die zu Hause sind, wieder einen Sieg zu schenken“, so Torsten Lieberknecht.

Auch Holstein-Coach Tim Walter will sich von den letzten Spielen Rückenwind geben lassen: „Ich habe gesehen, welche Euphorie und Mentalität in der Mannschaft steckt. Die Europhie zu bremsen wäre der falsche Weg. Wir versuchen auf dieser Erfolgswelle weiter zu surfen.“ Nichts desto trotz bilden sich aus der sportlichen Situation von Holstein gewisse Erwartungen des Trainers und des Vereins heraus: „Wenn du ein paar Punkte davor bist, hast du immer einen Vorteil, weil du nicht aufholen musst. Wir wollen uns nicht damit zufrieden geben, wir wollen besser werden, wir wollen mehr.“ Um dies im Spiel gegen die Roten Teufel umsetzen zu können, müsse seine Mannschaft in einer Balance von Offensiv- und Defensivwucht agieren: „Das Ziel ist, viel zu investieren, viel zu blocken und im Umkehrschluss auch zu Situationen zu kommen, um dem Gegner wehzutun.“

 

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