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19.03.2026

„Den Druck hoch halten“ – der Vorbericht

Am Samstag, 21. März 2026, treffen die Roten Teufel auswärts auf den 1. FC Nürnberg. Anpfiff der Begegnung ist um 13 Uhr im Max-Morlock-Stadion.

Das frühere „Frankenstadion“ wurde 2017 nach dem Nürnberg-Idol Max Morlock umbenannt. Als Rekord-Stürmer erzielte er in 451 Spielen für den FCN 286 Tore und prägte den Verein nachhaltig. Auch in der deutschen Nationalmannschaft formte er damals zusammen mit Fritz Walter den Anker des Teams. Umso charismatischer ist es, dass die nach ihnen benannten Stadien – sowohl das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg (50.000 Plätze) als auch das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern (49.327 Plätze) – heutzutage zwei der größten Fußballstadien in Deutschland bilden.

 

Die Vergangenheit mit dem „Glubb“

Am Samstag findet ein waschechtes Traditionsduell statt. Beide Vereine schreiben als Gründungsdatum das Jahr 1900 und begegneten sich bereits 76-mal, davon 17-mal innerhalb der zweiten Bundesliga. Das erste Spiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Nürnberg fand im Jahr 1948 im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft statt. Der FCN konnte sich damals mit 2:1 gegen die Roten Teufel durchsetzen. Die Bilanz aller bereits bestrittenen Spiele spricht dagegen für die Roten Teufel: 32 Siege konnten die Lautrer feiern, 27-mal mussten sie sich geschlagen geben und in 17 Partien wurden die Punkte geteilt. So auch im Hinspiel der aktuellen Saison. Bereits in der 14. Minute erhielten die Franken einen Elfmeter, Julian Justvan rutschte am Punkt jedoch aus und vergab die Chance für den „Glubb“. Kurz vor der Halbzeit traf dann Daniel Hanslik zur 1:0-Führung des FCK. Nach einem torlosen Verlauf der zweiten Halbzeit schien dies der Siegestreffer zu sein, bis die Gäste aus Nürnberg in der 90+3. Minute einen weiteren Strafstoß erhielten – der durch Robin Knoche diesmal im Kasten landete und die Lautrer zwei sicher geglaubte Punkte kostete.

Zwei Rote Teufel kehren am Samstag an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Besonders Mahir Emreli kennt das Max-Morlock-Stadion noch gut: Der 28-jährige Stürmer wechselte letzten Sommer in die Pfalz, nachdem er in der Saison 2024/25 noch für den Ligarivalen 1. FC Nürnberg auflief. Kurz davor trug auch Erik Wekesser das Trikot der Franken. Er spielte von 2022 bis 2024 in 37 Partien für den „Glubb“, bevor er auf den Betzenberg zurückkehrte.

In den Reihen der Nürnberger kommt es ebenfalls zu einem Wiedersehen. FCN-Trainer Miroslav Klose hat durch seine aktive Spielerkarriere eine starke Verbindung zur Pfalz – und die Pfalz zu ihm. Der 1. FC Kaiserslautern war seine erste Station im deutschen Profifußball, zwischen 2000 und 2004 lief “Miro“ Klose in 147 Pflichtspielen für die Roten Teufel auf und traf dabei 52-mal. Mit 71 Treffern ist er zudem bis heute der erfolgreichste Torschütze der deutschen Nationalmannschaft.

 

So ist die Lage

Nach der 2:3-Niederlage in Bochum konnten sich die Roten Teufel am vergangenen Wochenende ordentlich Selbstvertrauen zurückholen. Im Südwestderby gegen den Karlsruher SC feierten die Lautrer gemeinsam mit den Fans einen 3:0-Derbysieg. Auf den frühen Treffer von Semih Sahin in der dritten Spielminute folgten zwei Premierentore: Winter-Neuzugang Mergim Berisha traf kurze Zeit später zum 2:0 für den FCK und feierte sein erstes Tor in Lautern-Tracht. Auch Mahir Emreli traf erstmals in der 2. Bundesliga für die Roten Teufel. Er erhöhte durch einen emotionalen Treffer in der Nachspielzeit auf 3:0. Insgesamt kann Lautern nun 45 erzielte Tore vermerken, die zweithöchste Anzahl innerhalb der Liga. In der Tabelle tat sich dennoch nicht viel: Der FCK steht weiterhin auf Rang sieben, erreichte mit dem Derbysieg acht Spieltage vor Saisonende die berühmt-berüchtigte 40 Punkte-Marke. Mit Blick auf das Max-Morlock-Stadion spricht die Statistik allerdings nicht für den FCK. Die Lautrer konnten bisher in keinem Spiel der zweiten Liga auswärts in Nürnberg dreifach punkten.

FCK-Trainer Torsten Lieberknecht muss dieses Wochenende nur auf den verletzten Ivan Prtajin verzichten. Alle anderen Spieler sind derzeit eine Option für den Kader.

 

Das kommt auf uns zu

Der 1. FC Nürnberg brachte vergangenes Wochenende drei Punkte aus Kiel nach Hause. Nach einer vorzeitigen 2:0-Führung, drehten die Störche nochmal auf ein vorläufiges 2:2. In der zweiten Halbzeit schoss Mohamed Ali Zoma anschließend das entscheidende Tor zum 3:2-Sieg für den „Glubb“. Zuvor unterlag die Mannschaft zu Hause der Fortuna mit 0:1. Aktuell belegen sie Tabellenplatz zehn und weisen mit 33 Zählern sieben Punkte Abstand auf die Roten Teufel auf. Die Wucht, welche die Franken mit auf den Platz bringen, darf allerdings nicht unterschätzt werden: Mit insgesamt 2993 gewonnenen Zweikämpfen steht der 1. FC Nürnberg an der Spitze der Statistik der 2. Bundesliga. Individuell glänzt dabei Verteidiger Berkay Yilmaz, er selbst hat in der laufenden Saison 342 Zweikämpfe gewonnen.

Cheftrainer Miroslav Klose wird verletzungsbedingt ohne Eryk Grzywacz (Außenbandanriss) und Justin von der Hitz (Rückenprobleme) auftreten. Fraglich sind auch Innenverteidiger Fabio Gruber und Mittelfeldspieler Rabby Nzingoula, die mit muskulären Problemen zu tun haben.

 

Stimmen zum Spiel

In der Pressekonferenz (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) am Freitagvormittag stand FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht wie gewohnt den anwesenden Medienvertretern Frage und Antwort.

Der Cheftrainer betonte die Wichtigkeit, an den Derbysieg aus vergangener Woche anzuknüpfen und in der Intensität nicht nachzulassen: „Wir wollen weiterhin den Druck hochhalten, weil es noch einiges zu gewinnen gibt. Nicht nur an Punkten, sondern an Dingen, die uns auch für die Zukunft stark machen sollen.“ Dennoch käme ein starker Gegner auf seine Truppe zu, dem es zu trotzen gilt: „Nürnberg ist eine sehr homogene Mannschaft, die an Stabilität gewonnen hat, weil sie gefestigt sind und Abläufe noch klarer sind. Ich habe die Erwartung, dass wir die Energie, die wir jetzt gezeigt haben, in Nürnberg bestätigen.“

FCN-Trainer Miroslav Klose äußerte seine Vorfreude auf das Duell mit seinem Ex-Verein und äußerte seine Ziele: „Wir haben ein Heimspiel, auf das ich mich unheimlich freue. Es bleibt, dass wir nach unten schauen und den Abstand vergrößern wollen, das ist absolute Priorität. Gleichzeitig schauen wir auch nach oben, weil wir es selbst in der Hand haben.“ Das Spiel der Lautrer kennt er gut: „Wir wissen, dass wir viele Flanken verteidigen werden müssen.“ Dennoch solle sein Team selbstbewusst vor der Heimkulisse auftreten: „Wir haben zu Hause schon sehr erfolgreich und gut gespielt – und das Gesicht möchte ich am Wochenende von meiner Mannschaft sehen.“

 

Rein ins Netz

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