Am Sonntag, 31. August 2025, empfangen die Roten Teufel den SV Darmstadt 98 zum zweiten Liga-Heimspiel der aktuellen Spielzeit auf dem Betzenberg. Ab 13:30 Uhr rollt der Ball im Fritz-Walter-Stadion.
Ein positives Omen für Sonntag: Die Lilien konnten bisher noch keine drei Punkte gegen die Roten Teufel auf dem Betzenberg einfahren.
Die Vergangenheit mit den Lilien
Obwohl die beiden Vereine lange Traditionen pflegen und seit über einhundert Jahren bestehen, trafen der FCK und die Darmstädter erst dreizehn Mal aufeinander. Die Bilanz der Teams könnte nicht ausgeglichener sein: Sowohl der FCK als auch der SVD haben im direkten Duell jeweils vier Siege zu verzeichnen. In den weiteren fünf Partien wurden die Punkte geteilt. Nach vier Begegnungen in der Bundesliga zwischen 1978 und 1982 und einer Partie im DFB-Pokal-Wettbewerb 1979 sollte es über 30 Jahre dauern, bis der FCK und der SVD wieder aufeinandertrafen. Nachdem den Lilien 2014 durch die Relegationsspiele gegen Arminia Bielefeld der Aufstieg in die zweite Bundesliga gelang, kam es seither zu acht Duellen zwischen den beiden Teams.
Im letzten Aufeinandertreffen des FCK und der Lilien entschieden die Roten Teufel eine enge Partie mit einem 2:1-Sieg für sich. Nach einem frühen Gegentor in der dritten Spielminute konnten der FCK das letzte Heimspiel der Spielzeit 2024/25 drehen. Nach dem Eingriff des VAR entschied sich das Schiedsrichtergespann auf einen Strafstoß. Diesen verwandelte Marlon Ritter zum Ausgleich. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Ragnar Ache zum 2:1-Endstand.
Lange Zeit an der Seitenlinie der Lilien stand der heutige FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht. Über dreieinhalb Jahre besetzte er die Trainerposition und führte die Mannschaft in der Saison 2022/23 in die Bundesliga. Am vierten Spieltag der abgelaufenen Saison räumte Torsten Lieberknecht freiwillig den Trainerposten. Daraufhin übernahm der jetzige 98-Coach Florian Kohfeldt das Traineramt am Böllenfalltor. Trainer mit gemeinsamer Vergangenheit bei beiden Klubs hat fast schon Tradition: Auch Kosta Runjaic, Norbert Meier, Dirk Schuster, Dimitrios Grammozis und Markus Anfang standen sowohl für die Roten Teufel als auch für die Lilien an der Seitenlinie.
Doch auch auf Spielerseite gibt es am Wochenende ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub: FCK-Außenverteidiger Frank Ronstadt trug für zweieinhalb Jahre das Lilien-Trikot und absolvierte insgesamt 44 Pflichtspiele.
Auch in den Reihen der Darmstädter befindet sich ein Spieler mit FCK-Vergangenheit: Paul Will stand für die U17 und U19 der Betze-Buben auf dem Platz. Infolge einer Kreuzband-Verletzung fehlt er den Lilien bereits seit längerer Zeit.
So ist die Lage
Mit einem Heimsieg gegen Schalke 04 und zwei Auswärtsniederlagen stehen die Roten Teufel nach drei Spieltagen auf Platz 12 der Zweitliga-Tabelle. Nach einem sehr souveränen Auftritt im DFB-Pokal mussten die Roten Teufel am vergangenen Freitagabend in den letzten Minuten eine Niederlage bei der SV Elversberg hinnehmen. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch den Elfmeter von Richmond Tachie verhalf nicht zu den erhofften Punkten. In einer trainingsintensiven Woche wurde mit Blick auf die kommende Aufgabe daran gearbeitet, im Heimspiel gegen die Südhessen wieder zu punkten.
Unter der Woche gab es weitere personelle Veränderungen beim FCK: Paul Joly wechselte für ein Jahr auf Leihbasis an den Betze. Der 25-jährige Außenverteidiger kommt vom französischen Erstligisten AJ Auxerre an den Betzenberg. Jannik Mause schloss sich dagegen auf Leihbasis dem Drittligist Rot-Weiss Essen an.
Neben Simon Asta, der sich beim letzten Spiel eine Verletzung des hinteren Kreuzbandes zugezogen hat, fehlt Kenny Prince Redondo wegen einer Fußverletzung. Außerdem muss der FCK aufgrund von Beschwerden an der Achillessehne auf den Einsatz von Daniel Hanslik verzichten.
Das kommt auf uns zu
Der SV Darmstadt 98 kann auf einen erfolgreichen Saisonstart zurückblicken – nach drei Ligaspielen stehen sieben Punkte zu Buche. Damit stehen die Lilien punktgleich mit dem Lokalrivalen aus Karlsruhe auf dem zweiten Tabellenplatz und gehören zu den drei Top-Teams der Liga. Im ersten Spiel der Saison konnten sie im heimischen Stadion am Böllenfalltor einen 4:1-Sieg gegen den VfL Bochum einfahren. Darauf folgte ein 1:0-Sieg beim 1. FC Nürnberg. Am vergangenen Wochenende gab es – trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten – ein torloses Unentschieden gegen Hertha BSC. Im DFB-Pokal konnten die Darmstädter nach einem 2:1-Erolfg beim Regionalligisten VfB Lübeck den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokalwettbewerbs fix machen.
In den Reihen der Darmstädter befindet sich der aktuelle Top-Torschütze der zweiten Liga. Mit drei Treffern konnte Isac Lidberg maßgeblich zum 4:1-Erfolg über den VfL Bochum beitragen.
Lilien-Cheftrainer Florian Kohfeldt kann nicht mit seinem gesamten Kader an den Betze reisen: Neben Paul Will fehlt Matthias Bader verletzungsbedingt.
Stimmen zum Spiel
Auch vor dem kommenden Heimspiel gegen seinen Ex-Verein SV Darmstadt 98 hat FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht die Fragen der Medienvertreter beantwortet (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube). Im Rückblick auf die Partie bei der SV Elversberg hat er trotz der berechtigten Kritik „einen anderen Blickwinkel auf die Partie entwickelt.“
Trotz dem Bewusstsein für die Situation sei es wichtig, „dass die Mannschaft ihr Spiel frei aufziehen kann“. Daher möchte der FCK-Cheftrainer den Druck bewusst von den Spielern abfedern. „Ich sehe die Mannschaft in einer ähnlichen Situation wie vor dem Heimspiel gegen Schalke 04. Am Sonntag sind wir wieder dazu verpflichtet, auf dem Platz unsere Leistung zu steigern und zu zeigen ´Wir sind da!´“, so Torsten Lieberknecht.
Mit den Lilien erwartet der FCK-Cheftrainer „einen Gegner, der ungeschlagen ist und einen sehr guten Saisonstart hingelegt hat.“ Mit dieser Einstellung reist auch Lilien-Trainer Florian Kohfeldt in die Pfalz: „Wir haben viel Vertrauen in unsere Abläufe und in das, was wir können.“ Florian Kohfeldt blickt mit viel Vorfreude auf die Partie auf dem Betzenberg: „Es ist eines der stimmungsvollsten Stadien in Deutschland.“ Den FCK schätzt er als „heimstarke Mannschaft ein, die die Kraft des Betzenbergs voll ausnutzt.“ Außerdem sieht er die Herausforderung darin „ihre individuelle Qualität zu verteidigen.“
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