Am Samstag, 6. Dezember 2025, empfangen die Roten Teufel die SG Dynamo Dresden. Anpfiff der Begegnung ist um 13:00 Uhr im Fritz-Walter-Stadion.
Die SG Dynamo Dresden wurde am 12. April 1953 gegründet – die Besonderheit: Der Verein ging organisatorisch und personell aus einem Polizeisportverein hervor.
Die Vereinsgründung war Teil einer größeren Sportreform in der DDR, bei der Sportvereine neu organisiert wurden, um Talente besser zu fördern. In diesem Zuge wurden die bisherigen Polizeivereine in die Sportvereinigung Dynamo eingegliedert und bildeten den Kern des neu gegründeten Vereins. Diese Verbindung gab Dynamo Dresden zu Beginn ihrer Vereinsgeschichte organisatorische Vorteile und zog viele talentierte Spieler an.
Die Vergangenheit mit der Sportgemeinschaft
Bis dato trafen der FCK und die SG Dynamo Dresden in 20 Pflichtspielen aufeinander. Vor der neunten Begegnung im deutschen Unterhaus geht die Gesamtbilanz klar an Pfälzer: Die Roten Teufel konnten mehr als die Hälfte aller Spiele für sich entscheiden, obwohl drei der letzten fünf Begegnungen an Dynamo gingen. Elf Siege, sechs Niederlagen und drei Unentschieden sind aus Lautrer Sicht zu verzeichnen.
Letztmals stand man sich in zwei Spielen mit einer besonderen Brisanz gegenüber: In der Spielzeit 2021/22 wurde die Relegation zwischen den beiden Teams ausgefochten. Nach einem torlosen Unentschieden im Hinspiel auf dem Betzenberg konnte der FCK im Relegationsrückspiel den Aufstieg in die zweite Bundesliga klar machen. Dank der Treffer von Daniel Hanslik und Philipp Hercher durften die Roten Teufel am 24. Mai 2022 den Weg zurück in die 2. Bundesliga antreten.
Erstmalig waren die Roten Teufel am ersten Spieltag der Bundesligasaison 1991/92 in der sächsischen Landeshauptstadt zu Gast, wo sie einen 1:0-Auswärtssieg einfahren konnten. Damals unter der Leitung von Karl-Heinz-Feldkamp unter anderem für den FCK im Einsatz: Stefan Kuntz, Oliver Schäfer und Uwe Scherr, heute in der Position als Sportlicher Leiter des FCK-Nachwuchsleistungszentrums für die Roten Teufel tätig. Thomas Dooley erzielte das Tor des Tages.
So ist die Lage
Unter der Woche musste der FCK eine bittere 1:6-Niederlage bei Hertha BSC im Achtelfinale des DFB-Pokals hinnehmen. Der Treffer von Marlon Ritter zum zwischenzeitlichen 1:3 zeigte keine Wirkung, sodass man gegen hocheffiziente Hauptstädter aus dem Pokalwettbewerb ausschied.
Zum Abschluss der Englischen Woche geht es nun im vorletzten Heimspiel 2025 gegen den Aufsteiger aus Dresden. Drei Spieltage vor Ablauf der Hinrunde steht man mit 23 Zählern im oberen Mittelfeld der Tabelle.
Ob Paul Joly nach seiner Verletzung bereits am Samstag wieder zurück in den Kader rücken kann, ist noch fraglich. Ivan Prtajin hat sich im Pokalspiel einen Muskelbündelriss zugezogen und wird dem FCK daher in den nächsten Wochen fehlen. Auch Kenny Prince Redondo, Simon Asta, Jisoo Kim und Mahir Emreli fallen weiterhin aus.
Das kommt auf uns zu
Nachdem die SGD nach den Relegationsspielen gegen den FCK den Gang in die Drittklassigkeit antreten mussten, schafften die Dresdener im Sommer nach drei Spielzeiten in der 3. Liga als Zweitplatzierter den Wiederaufstieg ins deutsche Unterhaus.
Da die Pokalreise für die Dresdener bereits in der ersten Runde gegen Bundesligist Mainz 05 endete, blieb ihnen in der vergangenen Trainingswoche etwas mehr Vorbereitungszeit für das Spiel auf dem Betze.
Drei Siege und vier Unentschieden, unter anderem gegen die aufstiegsambitionierten Teams aus Hannover und Elversberg, stehen bei der SGD zu Buche. Damit rangiert Dresden aktuell mit dreizehn Zählern auf Platz 15. Nur das bessere Torverhältnis im Vergleich zu Fürth und Braunschweig trennt die Schwarz-Gelben aktuell von einem Abstiegsplatz. Am vergangenen Wochenende konnte die Sportgemeinschaft gegen Fortuna Düsseldorf den ersten Heimsieg der Saison einfahren. Mit zwei Siegen in Folge zeigte die Formkurve zuletzt also nach oben.
In den Dresdner Reihen befinden sich zwei alte Bekannte: Lars Bünning stand in der Saison 2022/23 in fünf Pflichtspielen für die Roten Teufel auf dem Platz. Von der Pfalz führte ihn sein Weg nach Sachsen, wo er sich in der 3. Liga schnell als Stammspieler der SGD etablierte.
Für SGD-Keeper Lennart Grill fällt das Wiedersehen in seiner alten Heimat leider aus. Im vergangenen Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf zog er sich eine schwere Knieverletzung zu und muss in den nächsten Monaten pausieren. Von 2016 bis 2020 trug der gebürtige Idar-Obersteiner das Lautrer Trikot. Nach erfolgreichen Jahren bei den Nachwuchsteams erhielt er einen Profivertrag beim FCK. 51 Drittliga-Partien folgten, bevor es ihn im Sommer 2020 in die Bundeliga zu Bayer 04 Leverkusen zog.
Verzichten muss Dresden am Samstag außerdem auf Sascha Risch, Jakob Zickler, Tony Menzel und Jan Hendrik-Marx.
Stimmen zum Spiel
Auch vor der kommenden Aufgabe gegen Dynamo Dresden stand FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht den Fragen der Medienvertreter (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) Rede und Antwort.
Mit ein paar Tagen Abstand zur Niederlage im DFB-Pokal-Achtelfinale ordnet der FCK-Chefcoach die Partie nochmal ein: „Wir haben einen Schlag in die Fresse bekommen und müssen uns jetzt schütteln. Das werden wir auch tun. Das sind Spiele, die nicht passieren sollten. Es ist jetzt aber vorgekommen, weil eine Mannschaft halt komplett den Halt verloren hat. Es war ein kollektiver Blackout.“
Trotz der deutlichen Niederlage im Pokalspiel spricht Torsten Lieberknecht seiner Mannschaft das volle Vertrauen aus: „Wir haben den Jungs weiterhin das Selbstvertrauen vermittelt, dass wir hier zuhause zeigen können, was wir in der Lage sind, zu leisten. Dieses Vertrauen habe ich in meine Mannschaft, in mein Trainerteam und in mich, dass wir diese Situation gemeinsam meistern werden – auch mit unseren eigenen Fans. Dass das Verhältnis zu den Fans ungebrochen ist, sieht man jetzt wieder an der Zuschauerzahl. Trotzdem hat jeder eine Erwartungshaltung, aber die größte Erwartungshaltung haben wir oftmals an uns selbst.“
Der kommende Gegner habe es in den letzten Spielen geschafft, sich defensiv zu stabilisieren: „Mit dem Systemwechsel von der Viererkette auf eine Dreier- beziehungsweise Fünferkette haben sie versucht, ihre Gegentore einzudämmen. Gerade mit Jakob Lemmer und Vincent Vermeij haben sie ihre Momente im Umschaltspiel“, so Torsten Lieberknecht zu den Stärken der Dresdener.
„Es ist immer eine Freude und ein Privileg, hier auf dem Betzenberg ein Fußballspiel bestreiten zu dürfen. Vorausgesetzt wir bringen den Funken von unten auf die Tribüne hoch – das ist das Entscheidende. Wir haben es jetzt schon häufiger erlebt, wenn uns das gelungen ist, dass es zurückgespiegelt wird und wir in der Gemeinsamkeit das Spiel gewinnen können“, blickt der FCK-Chefcoach auf das kommende Heimspiel.
Dynamo-Cheftrainer Thomas Stamm will die zwei Niederlagen des FCK zuletzt nicht überbewerten: „Gerade, wenn man das Spiel am Dienstag gesehen hat, muss man das sehr gut einordnen können. Wenn man die erste Halbzeit nimmt, ist es nicht ganz so klar, wie das Resultat am Ende aussieht. Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass sie mit wenig Selbstvertrauen auftreten oder angedockt sind. Zuhause beim FCK ist deutlich mehr Energie da“, so Thomas Stamm über die Heimstärke der Roten Teufel.
Grundsätzlich möchte er den Fokus auf sein Team legen: „Man sollte nicht zu viel auf das Resultat vom Spiel am Dienstag und vom Spiel gegen Braunschweig geben, sondern gucken, wo unsere Chancen liegen. Da haben die letzten beiden Spiele aufgezeigt, was für Möglichkeiten kommen können, wenn wir ein paar Dinge gut umsetzen.“
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