Am Samstag, 28. Februar 2026, treffen die Roten Teufel zu Hause auf den SC Paderborn. Anpfiff der Begegnung im Fritz-Walter-Stadion ist um 13:00 Uhr.
Die Blau-Schwarzen verzeichnen sowohl nach unten als auch nach oben eine große „Abstiegs- bzw. Aufstiegs-Geschichte“. Nach einem erfolgreichen Aufstieg ins Oberhaus musste Paderborn in der Saison 2014/15 zurück in die 2. Bundesliga und stieg von dort aus auf direktem Weg in die 3. Liga ab. Dort konnten sie nur durch die fehlende Lizenz für den TSV 1860 München nachträglich die Spielklasse erhalten. Von 2017 bis 2019 gelang ihnen das Phänomen allerdings auch andersrum: Ein Doppel-Aufstieg bis in die Bundesliga. Seit der Saison 2019/20 spielen die Ostwestfalen nun in der zweithöchsten Fußballliga.
Die Vergangenheit mit dem SCP
19-Mal rollte der Ball bisher zwischen den Roten Teufeln und dem SC Paderborn – und dabei sprechen die Zahlen für den FCK: Neun Partien konnten die Lautrer für sich entscheiden, viermal wurden die Punkte geteilt und in sechs Spielen ging der Dreier an Paderborn.
Auch im Hinspiel der Saison 2025/26 siegten die Ostwestfalen gegen den FCK mit 2:0. Nach einem Platzverweis von Innenverteidiger Maxwell Gyamfi starteten die Roten Teufel in Unterzahl in die zweite Halbzeit. Laurin Curda und Filip Bilbija erzielten anschließend die entscheidenden Treffer für den SC Paderborn.
FCK-Kapitän Marlon Ritter dürfte den Ostwestfalen vertraut vorkommen: Der ursprüngliche Westfale absolvierte von 2017 bis 2020 insgesamt 65 Spiele für Parderborn und erlebte den Doppel-Aufstieg in die Bundesliga 2018/19 mit. Nach dem direkten Wiederabstieg schloss sich Marlon Ritter 2020 dem FCK an. Der Mittelfeldspieler wird seinem Ex-Klub aufgrund einer Gelbsperre allerdings nicht im direkten Duell begegnen können. Auf der anderen Seite trifft Kapitän Felix Götze auf seinen alten Verein. Beim FCK war der 28-Jährige von Anfang 2021 bis Sommer 2022 eineinhalb Jahre lang heimisch.
So ist die Lage
Nach 23 Spieltagen zählt der FCK 37 Punkte auf seinem Konto. Auf zwei Niederlagen folgten zwei Siege: Vergangenes Spiel konnten sich die Roten Teufel erstmals seit Oktober 2025 wieder auswärts durchsetzen. Durch einen Doppelpack von Marlon Ritter und den ersten Treffer von Neuzugang Norman Bassette punkteten die Roten Teufel mit 3:2 in Münster. Zuvor hatte der FCK zu Hause einen Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth eingefahren. Dadurch belegen die Lautrer aktuell Tabellenplatz sechs der Liga. Auf den Tabellensiebten Hertha BSC vermerken die Roten Teufel drei Punkte Vorsprung, fünf Punkte trennen sie nach oben von Hannover 96.
Trainer Torsten Lieberknecht muss verletzungsbedingt weiterhin auf die Dienste von Ivan Prtajin und Maxwell Gyamfi verzichten. Auch Neuzugang Jacob Rasmussen wird dem FCK vorerst fehlen. Der Verteidiger erlitt in der Partie gegen Preußen Münster eine Gehirnerschütterung. Zudem wird FCK-Kapitän Marlon Ritter aufgrund seiner Gelbsperre ausfallen. Mergim Berisha startete dagegen diese Woche wieder ins Mannschaftstraining und könnte im Spiel gegen Paderborn vielleicht schon wieder in den Kader zurückkehren.
Das kommt auf uns zu
Der SC Paderborn 07 befindet sich aktuell mit 43 Zählern zwei Plätze über dem FCK auf auf Tabellenplatz vier. Auf ein 0:0 in Bochum folgte vergangene Woche ein 5:2-Sieg gegen den Hertha BSC. Seit der Partie am 13. Dezember 2025 in Karlsruhe konnten die Ostwestfalen allerdings auswärts keinen Sieg mehr einfahren. Damals punkteten sie allerdings ebenfalls mit einem eindeutigen 4:0. Laurin Curda, Torschütze aus dem Hinspiel gegen die Roten Teufel, zeigt sich mit 302 gewonnenen Zweikämpfen zudem als zweitstärkster Profi der Liga.
Der SC Paderborn wird verletzungsbedingt ohne Marcel Hoffmeier, Anton Bäuerle und Sebastian Klaas anreisen. Letzterer zog sich beim 5:2-Sieg gegen Hertha BSC einen Muskelfaserriss zu. Filip Bilbija wird nach seinem Infekt gegen den FCK wieder auflaufen können.
Stimmen zum Spiel
In der Presskonferenz (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) am Freitagvormittag stand FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht wie gewohnt den anwesenden Medienvertretern Frage und Antwort.
Der FCK-Cheftrainer sieht die Partie gegen den SC Paderborn als „Möglichkeit, einen Gegner zu jagen, der in der tabellarischen Situation nicht weit weg ist“: „In der Zweiten Bundesliga ist alles so eng und jeder kann jeden schlagen.“ Dabei betont er, dass es in Bezug auf das Hinspiel Aufarbeitung zu leisten gilt, sich die Roten Teufel jedoch nicht durch den Ausgang des Duells beirren lassen: „Wir haben viele Sachen bis zu der roten Karte auch gut gemacht.“ Dennoch brächten die Ostwestfalen beachtliche Stärken auf den Platz: „Variabilität, Unbekümmertheit und Innenverteidiger, die sehr viele Tiefenläufe machen – das ist das, was Paderborn auszeichnet.“ Torsten Lieberknecht möchte diese Leichtigkeit auch bei seiner Mannschaft sehen: „Wir müssen hinbekommen, dass die Jungs auch variabel, frei und frisch Fußball spielen. Dass der Druck nicht immer auf den Schultern lastet, sondern für sie das Schönste ist, für diesen Verein spielen zu dürfen.“
Auch Paderborn-Trainer Ralf Kettemann betont, vollen Fokus auf den Gegner in Kaiserslautern zu richten: „Sie sind sehr klar in dem, was sie tun – in beide Richtungen. Sie haben eine ordentliche Präsenz in den Füßen. Es gilt sich der Wucht zu wehren, dann haben wir auf jeden Fall die Chance, drei Punkte zu holen.“ Der Betzenberg schürt im Cheftrainer dabei einen besonderen Wunsch: „In erster Linie geht es für mich darum, an einem Ort, der generell sehr leidenschaftlich ist, leidenschaftlich Fußball zu spielen.“ Auch Verteidiger Tjark Scheller freut sich auf das Mittagsspiel auf dem Betze: „Super Atmosphäre – super Stimmung“. Er möchte dort an den Sieg aus dem Hinspiel anknüpfen: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, weil wir mit Ball sehr variabel waren, routiert sind und die Durchschlagskraft hatten.“ Ob ihnen das erneut gelingt oder die Roten Teufel dagegen halten, zeigt sich am Samstagmittag.
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