Am Sonntag, 15. März 2026, empfängt der 1. FC Kaiserslautern den Karlsruher SC zum Südwestderby. Anpfiff der Begegnung ist um 13:30 Uhr im Fritz-Walter-Stadion.
„Trotz der zweiten Liga, deutscher Pokalsieger“ – dieser Fangesang findet seinen Ursprung in der wohl bekanntesten Begegnung zwischen den Pfälzern und den Badenern: das Pokalfinale am 25. Mai 1996. Durch das Freistoßtor von Martin Wagner holten die Lautrer damals eine Woche nach dem Abstieg ins deutsche Unterhaus den Pokalsieg in die Pfalz – und ärgerten ihre Rivalen aus Baden-Württemberg.
Die Vergangenheit mit den Fächerstädtern
Das Südwestderby findet diesen Sonntag bereits zum 69. Mal statt. Neben dem Pokalfinale, waren auch die übrigen Partien zwischen den beiden Vereinen von einem hitzigen Charakter geprägt. Die Bilanz dieser Rivalität spricht trotz der Umstände für die Pfälzer: Der FCK verzeichnet 25 Siege,16 Niederlagen und 27 Unentschieden.
Das Hinspiel der Saison 2025/26 machte dem Namen „Derby“ alle Ehre. Neben zehn gelben Karten – davon sechs für Karlsruhe und vier für Kaiserslautern – wurde zwei Mal das Spiel gedreht. Nach anfänglicher Führung durch FCK-Torjäger Ivan Prtajin und Naatan Skyttä schafften es die Badener, kurz vor dem Ende durch zwei Treffer den zwischenzeitlichen Ausgleich zu erzielen. Durch Marlon Ritter nahm das Spiel in der Nachspielzeit erneut eine Wendung – diesmal zugunsten der Lautrer. In der 90.+3 Spielminute schoss der Kapitän das entscheidende 3:2 und brachte den Gästeblock zum Toben.
KSC-Ersatz-Keeper Robin Himmelmann kennt den Ort des Derbys noch sehr gut. Er verbrachte 2024 eine halbe Saison auf dem Betzenberg und kam dabei in vier Spielen zum Einsatz. Auch sein Kollege Nicolai Rapp spielte ein halbes Jahr mit insgesamt 12 Einsätzen für den FCK.
So ist die Lage
Nach der Heimniederlage gegen den SC Paderborn verloren die Roten Teufel am vergangenen Wocheende nach zwischenzeitlicher Führung 2:3 in Bochum. Den Auftakt zur Niederlage machte das 1:0 der Bochumer in der zehnten Minute. Norman Bassette erzielte daraufhin noch vor der Halbzeit den Anschlusstreffer für die Roten Teufel, an den Marlon Ritter später mit einem Pirouetten-Tor anknüpfte. Kurze Zeit später trafen die Westfalen innerhalb von drei Minuten zwei Mal und siegten somit vor eigener Kulisse gegen die Lautrer, die nun mit 37 Punkten auf Tabellenplatz sieben stehen. Nicht nur die Fans stimmten sich hinterher auf das kommende Derby ein, auch die Mannschaft und das Trainerteam richteten den Blick auf die Herausforderung am Sonntag. Nach der Gelb-Rot-Sperre in Bochum wird Cheftrainer Torsten Lieberknecht sein Team wieder von der Seitenlinie aus unterstützen können.
Verletzungsbedingt verzichten muss Torsten Lieberknecht bekanntermaßen auf Ivan Prtajin. Sicher fehlen wird zudem Innenverteidiger Leon Robinson, der vergangenes Spiel seine fünfte gelbe Karte erhielt. Fraglich ist noch der Einsatz von Paul Joly, der sich im Spiel gegen Bochum leicht verletzte, sowie von Simon Asta aufgrund von Krankheit. Mika Haas und Jacob Rasmussen könnten im Spiel gegen Karlsruhe je nach Fitnesszustand wieder im Kader stehen.
Das kommt auf uns zu
Der Karlsruher SC befindet sich aktuell einen Rang hinter den Roten Teufeln auf Tabellenplatz acht. Mit nur drei Punkten Differenz wird dieses Duell umso spannender. Die letzte Partie der Badener ging mit einem 3:3 gegen Dynamo Dresden unentschieden aus. Dabei konnten die Karlsruher allerdings einen Rückstand von 1:3 aufholen. Zuvor siegten sie bei Holstein Kiel und zu Hause gegen den 1. FC Magdeburg.
Die Mannschaft von Christian Eichner zählt mit 40 Treffern ebenfalls zu einem der Teams mit den meisten Toren, Kaiserslautern schoss bisher 42. Besonders KSC-Spieler Marvin Wanitzek fällt dabei auf: Der 32-Jährige erzielte in der bisherigen Saison 13 Treffer und steht mit Isac Lidberg vom SV Darmstadt und Benjamin Källman von Hannover 96 auf Platz eins der Torjäger der zweiten Bundeliga. Alleine in den vergangenen vier Partien erzielte der KSC-Kapitän sechs Tore, drei davon vom Elfmeterpunkt.
KSC-Cheftrainer Christian Eichner reist krankheitsbedingt ohne Mateo Kritzer an. Ansonsten stehen dem Trainerteam personell alle Optionen offen.
Stimmen zum Spiel
In der Presskonferenz (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) am Freitagvormittag stand FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht wie gewohnt den anwesenden Medienvertretern Frage und Antwort.
Der Cheftrainer erwartet ein hochemotionales Spiel: „Ich weiß, dass das für beide Fanlager ein ganz bedeutsames Spiel ist. Im Hinspiel haben wir gezeigt, dass uns die Bedeutung des Derbys sehr bewusst ist. Das, was ein Derby auszeichnet, ist Emotionalität – und das müssen wir am Sonntag auch zeigen.“ Diese Emotionalität solle allerdings nicht zu Hektik im Spielwesen führen: „Wir brauchen jemanden, der das auf dem Platz leitet und der die Übersicht behält.“
Den Sieg aus der Hinrunde sieht Torsten Lieberknecht zudem nicht als entscheidenden Vorteil, viel mehr läge sein Fokus auf der Optimierung der Mannschaftsleistung: „Wir müssen alles abrufen. Der KSC ist eine starke Kontermannschaft, von daher spielt Spieltaktik auch eine Rolle. Wenn es uns gelingt, die Oberhand zu behalten und unserer Offensivstärke mehr Konzentration zu schenken, dann sind wir in der Lage, mehr Tore zu schießen als der Gegner.“
KSC-Trainer Christian Eichner freut sich ebenfalls auf das Derby und die Atmosphäre: „Ausverkauftes Haus, Stimmung wie man es bei einem Derby kennt und das Hinspiel hat Lust auf mehr gemacht – wir werden versuchen, es am Sonntag besser zu machen.“ Dabei sollten die Stärken des FCK besser angegangen werden: „Kaiserslautern möchte das Spiel von letzter Woche wieder in eine andere Richtung drehen. Ich erwarte einen aggressiven Gegner, der auf verschiedenen Positionen in der Lage ist, Probleme zu bereiten. Dem müssen wir entgegentreten, wir müssen eine mentale Stärke mit auf den Betzenberg bringen.“ Die Emotionalität sei dabei ein entscheidender Faktor, müsse aber auch beim KSC gehändelt werden: „Wir müssen inhaltlich bleiben, die Emotionen kommen sowieso aufs Spielfeld. Wir sind in einer sehr ordentlichen Verfassung und wollen uns punktetechnisch an den Gegner ransaugen.“
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