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16.01.2026

„Offensivwucht auf den Platz bringen“ – der Vorbericht

Am Sonntag, 18. Januar 2026, starten die Roten Teufel gegen Hannover 96 in die Rückrunde der Saison 2025/26. Anstoß der Begegnung ist um 13:30 Uhr im Fritz-Walter-Stadion.

Mit Hannover 96 trifft der FCK nicht nur auf einen zweifachen Deutschen Meister, sondern auch auf den DFB-Pokalsieger des Jahres 1992. Der Erfolg gelang den Niedersachsen unter besonderen Umständen: Bis heute ist Hannover 96 der einzige Zweitligist, der den DFB-Pokal gewann. Im Finale setzten sie sich nach Elfmeterschießen mit 4:3 gegen Borussia Mönchengladbach durch.

 

Rote Teufel gegen 96 in der Vergangenheit

Erstmals gab es die Paarung am 23. Mai 1954 und das gleich im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die sogenannte „Elf der Namenlosen“, wie Hannover 96 damals aufgrund der geringen Präsenz von Nationalspielern bezeichnet wurde, traf auf die Mannschaft um Fritz Walter. Trotz ihrer Außenseiterrolle setzten sich die Niedersachsen vor 80.000 Zuschauern im Hamburger Volksparkstadion mit 5:1 durch. Der FCK verpasste damit die Titelverteidigung der Deutschen Meisterschaft.

Auf zwei weitere Duelle in Vorrunde der Deutschen Meisterschaft sowie zwei Begegnungen im DFB-Pokal folgten bislang 49 Spiele in der Liga. Die gemeinsame Geschichte in der 2. Bundesliga ist mit neun Partien dabei vergleichsweise jung.

Der Direktvergleich spricht knapp für die Gäste aus Niedersachsen. 24-mal konnte Hannover siegen, 21-mal gingen die Roten Teufel als Sieger vom Platz. In den restlichen neun Partien trennte man sich unentschieden.

Im Hinrundenspiel mussten die Lautrer zum Saisonstart eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Noel Aseko Nkili erzielte in der 74. Minute den entscheidenden Treffer.

Für zwei Spieler aus dem aktuellen 96-Kader geht es am Wochenende zurück an die alte Wirkungsstätte. Boris Tomiak, verpasste in der Hinrunde nur ein Spiel aufgrund einer Gelbsperre, wechselte vor einem Jahr nach dreieinhalb Spielzeiten beim FCK an den Maschsee. Für den FCK absolvierte er 125 Pflichtspiele (18 Tore), war Teil der Aufstiegsmannschaft 2022 und stand im DFB-Pokalfinale 2024 über die volle Spielzeit auf dem Platz. Auch Daisuke Yokota trug in der vergangenen Saison das Trikot der Roten Teufel und kam dabei in 26 Partien auf vier Treffer.

Auf FCK-Seite geht es für Fabian Kunze am Sonntag gegen seinen Ex-Verein. Nach drei Jahren und 96 Spielen bei den Roten wechselte er im vergangenen Sommer in die Pfalz.

 

So ist die Lage

Seit dem Trainingsauftakt am 3. Januar 2026 bereiten sich die Roten Teufel am heimischen Betzenberg intensiv auf die Rückrunde vor. Um neben den zahlreichen Trainingseinheiten wieder in den Spieltagsrhythmus zu finden, stand am vergangenen Wochenende ein Testspiel gegen den schweizerischen Erstligisten FC Zürich auf dem Programm. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde dreimal 45 Minuten gespielt. Die Treffer von Winterneuzugang Norman Bassette sowie Dickson Abiama (2x) sorgten für einen 3:1-Sieg der Roten Teufel.

Auf dem Transfermarkt war der FCK in der Winterpause bislang je einmal in jede Richtung aktiv. Als Neuzugang präsentierte das Team um Sportdirektor Marcel Klos den eben bereits genannten belgischen Stürmer Norman Bassette, der auf Leihbasis vom englischen Zweitligisten Coventry City zu den Roten Teufeln wechselte. Faride Alidou verlässt den FCK hingegen bis zum Saisonende und schließt sich Eintracht Braunschweig an.

Jisoo Kim und Mahir Emreli werden weiterhin ausfallen. Avdo Spahic hat sich eine Sprunggelenksverletzung zugezogen und wird daher ebenfalls nicht zur Verfügung stehen. Simon Asta und Kenny Prince Redondo konnten in der Wintervorbereitung wieder teilintegriert ins Mannschaftstraining einsteigen. Für einen Kaderplatz am Sonntag wird es jedoch noch nicht reichen. Der Einsatz von Ivan Prtajin ist noch fraglich, bei ihm muss das Abschlusstraining abgewartet werden.

 

Das kommt auf uns zu

Die Mannschaft von Christian Titz bereitete sich im türkischen Belek auf die anstehende Rückrunde der laufenden Saison vor.

Dabei holten sich die Roten gleich in drei Testspielen Spielpraxis. Zum Auftakt der Vorbereitung testete Hannover 96 gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach und entschied die Partie mit 3:0 für sich. Darauf folgte zum Ende des Trainingslagers, am vergangenen Freitag, ein Doppel-Testspieltag.

Zunächst setzte sich Hannover gegen den Drittligisten MSV Duisburg mit 2:0 durch, ehe am Nachmittag ein weiterer Test gegen Waldhof Mannheim anstand, den sie mit 1:0 für sich entschieden. Während im ersten Spiel des Tages die vermeintliche Startelf zum Einsatz kam, erhielt im zweiten Test der restliche Kader Spielzeit.

Somit gehen die Niedersachsen ungeschlagen und mit weißer Weste aus der Wintervorbereitung und knüpfen damit an eine starke Hinrunde an. Mit 29 Punkten stehen die 96er nach der Hälfte der Saison auf dem fünften Tabellenplatz.

Gerade im Spiel mit dem Ball erwies die Hannoveraner Mannschaft ihre Stärken. Die Roten Teufel erwarten am Sonntag nicht nur die ballsicherste Mannschaft der Liga, sondern auch eines der torgefährlichsten Teams der Hinrunde. Mit 30 Toren auf der Habenseite traf nur Elversberg einmal häufiger. Gleich ein Drittel davon gehen auf das Konto von Benjamin Källman, Topscorer und bester Torschütze der Niedersachsen.

Auch bei den Roten kam es in der Winterpause zu personellen Veränderungen im Kader. 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke, der seit Jahresbeginn wieder als Geschäftsführer Sport am Maschsee tätig ist, vermeldete sowohl auf der Abgangs-, als auch auf der Zugangsseite mehrere Personalien. Jonas Sterner und Jannik Rochelt wurden bis zum Saisonende an die Ligarivalen nach Dresden und Bielefeld verliehen.

Verstärkt haben sich die Roten im Gegenzug durch die Leihe von Noah Weißhaupt. Mit dem beim SC Freiburg ausgebildeten Mittelfeldmann holen sich die 96er die Erfahrung aus 70 Bundesligaspielen sowie 17 Spielen auf europäischer Ebene ins Team. Anfang dieser Woche vermeldeten die Niedersachsen zudem den Transfer von Stefan Teitur Thórdarson. Der 34-fache isländische Nationalspieler kam vom englischen Zweitligisten Preston North End und soll das Mittelfeldzentrum der Niedersachsen weiter stabilisieren. Mit Elias Saad verpflichteten die 96er neben Noah Weißhaupt einen weiteren offensiven Flügelspieler aus der Bundesliga. Ebenfalls leihweise kommt er bis zum Saisonende vom FC Augsburg.

Personell haben die Niedersachsen vor dem Rückrundenstart vier Ausfälle zu verzeichnen. Neben Hayate Matsuda, der von einem langwierigen Infekt geplagt ist, fehlen voraussichtlich Maik Nawrocki, Husseyn Chakroun und Ime Okon.

 

Stimmen zum Spiel

Vor dem Re-Start in die Rückrunde beantwortete FCK-Trainer Torsten Lieberknecht in der Pressekonferenz (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) die Fragen der anwesenden Medienvertretern.

Torsten Lieberknecht zeigt sich mit der Rückrundenvorbereitung sehr zufrieden. „Trotz der Minusgrade hatten wir super Bedingungen vor Ort. Inhaltlich konnten wir wirklich alles umsetzen. Wir mussten uns nicht zwei Trainingstage einsparen, dadurch dass die An- und Abreise zum Trainingslager weggefallen ist. Mit dem FC Zürich sind wir im Testspiel auf eine sehr griffige Mannschaft getroffen, die in den Zweikämpfen nicht zimperlich war. Das war ein guter Abschluss der kurzen Vorbereitung“, so der FCK-Cheftrainer.

Zu Beginn der Rückrunde stehen in den kommenden Spielen „viele Aufgaben gegen Mannschaften an, die berechtigterweise zu den Aufstiegsanwärtern zählen. Auch Hannover 96 gehört mit dem Investment, den sie vor der Saison und jetzt in der Winterpause getätigt haben, zu diesem Kandidatenkreis.“

Trotzdem möchte der FCK-Chefcoach nicht zu weit in die Ferne blicken und „jetzt primär mit dem Spiel gegen Hannover einen guten Start hinlegen. Der Brocken Hannover 96 ist das, was ansteht und da wollen wir uns in Punkten besser präsentieren als im Hinspiel.“

Gegen die Niedersachsen gilt es vor allem „defensiv einige Dinge zu beachten. Es gibt klare Muster, die Hannover 96 im Positionsspiel bedient und die wir im Hinspiel defensiv gut geschlossen haben. Aber wir müssen auch unsere Offensivwucht, die wir schon oft gezeigt haben, auf den Platz bringen. Diese Balance muss stimmen. Wie so oft in der zweiten Liga, wird die individuelle Tagesform der Spieler in den einzelnen Duellen entscheidend sein“, blickt Torsten Lieberknecht auf die erste Aufgabe im Kalenderjahr 2026.

Auch bei H96-Cheftrainer Christian Titz ist die Vorfreude auf den Rückrundenauftakt spürbar. Er erwartet „ein interessantes Spiel in einem Stadion mit vielen Zuschauern, wo eine gute Atmosphäre herrschen wird.“

Er ist sich über die Heimstärke der Roten Teufel bewusst: „Der Gegner wird alles reinlegen, um das Spiel für sich zu entscheiden. Die Mannschaft bringt in ihrem Stadion viel Wucht und Energie mit“, so Christian Titz über die Vorbereitung auf die besondere Atmosphäre auf dem Betzenberg.

 

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