Am Samstag, 4. April 2026, empfangen die Roten Teufel Fortuna Düsseldorf. Anpfiff der Begegnung ist um 13 Uhr im Fritz-Walter-Stadion.
Den „Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V.“ verbinden viele Menschen vor allem mit einem bestimmten Spieler: Anton „Toni“ Turek machte sich nicht nur als Wand im Tor von Düsseldorf einen Namen, sondern auch in der deutschen Nationalmannschaft.1954 ging er gemeinsam mit den FCK-Helden Fritz und Ottmar Walter, Werner Liebrich, Werner Kohlmeyer und Horst Eckel als Teil des „Wunder von Berns“ in die Fußballgeschichte ein.
Die Vergangenheit mit den Fortunen
Bereits 66-Mal trafen die beiden Traditionsklubs aufeinander. Optisch zeigen sich die Vereine sehr ähnelnd in den Farben Rot und Weiß, auf der sportlichen Ebene können sich die Roten Teufel jedoch dank ihrer bisherigen Spielbilanz positiv abheben: In 29 Partien siegten die Lautrer, 24-Mal ging der Dreier nach Düsseldorf und 13-Mal wurden die Punkte geteilt. So auch im Hinspiel der Saison 2025/26. Nach einer torlosen ersten Halbzeit wirkte die zweite Hälfte zunächst positiv für die Lautrer: Innenverteidiger Luca Sirch verwandelte einen Freistoß aus 22 Metern. Leon Robinson legte direkt nach und erzielte sein vermeintlich erstes Profi-Tor, das allerdings aufgrund einer schmalen Abseitsstellung seines Kollegen Ivan Prtajin vom VAR zurückgenommen wurde. Anschließend erzielten die Fortunen durch Sima Suso den Ausgleichstreffer zum 1:1.
Eine emotionale Rückkehr gibt es für Düsseldorf-Trainer Markus Anfang und seinen Co-Trainer Florian Junge. Der Ex-Trainer der Roten Teufel wurde vor fast genau einem Jahr auf dem Betzenberg freigestellt und fand anschließend seinen Weg zum Ligakonkurrenten. Nun kehrt er erstmals wieder auf den Betze zurück und ist auf der Jagd nach drei Punkten im Abstiegskampf. Gemeinsam mit dem Trainergespann, dem auch der frühere Lautrer Co-Trainer Ilia Gruev angehört, war auch Mittelfeldspieler Tim Breithaupt noch vor einem Jahr im Fritz-Walter-Stadion tätig. Er kam für die Rückrunde der Saison 2024/25 vom Bundesligisten FC Augsburg und lief in zwölf Partien auf Leihbasis für den FCK auf.
In den Lautrer Reihen trifft auch Kapitän Marlon Ritter auf alte Bekannte, bei Fortuna Düsseldorf feierte er 2016 sein Zweitligadebüt: Neben Einsätzen in der Regionalliga sammelte er bei den Rheinländern auch sechs Profieinsätze. Seit 2020 ist er ein wichtiger Schlüsselspieler der Roten Teufel und machte bisher 199 Pflichtspiele und 40 Tore im FCK-Dress. Der Einsatz gegen seinen Ex-Club wäre dann also das 200. Spiel im Trikot der Roten Teufel für den FCK-Kapitän.
So ist die Lage
Dem 3:0-Derbysieg gegen Karlsruhe folgte eine Woche später eine 0:3-Niederlage des FCK in Nürnberg. Vergangenes Wochenende wurde der Spielbetrieb der zweiten Liga aufgrund der Länderspielpause ausgesetzt. Die Zeit wurde auf dem Betze stattdessen zum Aufarbeiten und für intensive Trainingseinheiten genutzt. Einige Profis waren gleichzeitig für ihre Nationen auf Reisen und sammelten anderweitig Trainings- und Spielpraxis, darunter auch Naatan Skytä und Norman Bassette, die jeweils ein Tor für ihr Land erzielten. Die Tabelle stand für die Roten Teufel nicht nur in der Länderspielpause still: Seit der Partie in Bochum befindet sich der FCK im oberen Mittelfeld auf Tabellenplatz sieben, gegen Karlsruhe knackten sie dabei die 40-Punkte Marke.
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht muss dieses Wochenende nur auf den verletzten Ivan Prtajin verzichten. Alle anderen Spieler sind derzeit eine Option für den Kader.
Das kommt auf uns zu
Auch Düsseldorf musste zuletzt eine hohe Niederlage hinnehmen. Im Heimspiel gegen Hertha BSC unterlagen sie mit 2:5 und auch in Braunschweig mussten sie sich zuvor mit 0:1 geschlagen geben. Sowohl gegen Bochum als auch gegen Nürnberg konnten die Rheinländer dagegen einen Sieg verzeichnen – beides Teams, die zuletzt den FCK bezwangen. Dennoch haben die Fortunen neun Punkte weniger auf ihrem Konto als der FCK, 31 sind es an der Zahl. Zudem stellen sie den Verein dar, der innerhalb der Liga bisher die wenigsten Tore erzielte: Nach 27 Spieltagen vermerkt die Mannschaft von Markus Anfang nur 26 Tore bei 40 Gegentoren. Die Roten Teufel trafen zum Vergleich 45-Mal, kassierten allerdings auch 41 Gegentore. Besonders gefährlich könnte am Samstagmittag die Nummer 13 der Fortuna werden. Cedric Itten liegt mit 70 Torschüssen auf Rang zwei in der Liga und verwandelte davon elf Schüsse in Tore.
Markus Anfang reist verletzungsbedingt ohne Tim Rossmann, Kenneth Schmidt, Hamza Anhari und Christopher Lenz an. Fraglich ist darüber hinaus der Einsatz von Matthias Zimmermann und Ersatzkeeper Marcel Lotka.
Stimmen zum Spiel
In der Pressekonferenz (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) am Freitagvormittag stand FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht wie gewohnt den anwesenden Medienvertretern Frage und Antwort.
Er lobte direkt zu Beginn die starke Unterstützung der Fans, die am Wochenende für die Mannschaft der Wind im Rücken sein werde: „Ein nahezu ausverkauftes Haus ist ein absolutes Privileg und zeigt die Unterstützung, die wir immer bekommen. Allein das ist schon ein Grund, alles in die Waagschale zu werfen und noch ein paar Punkte zu holen – nicht nur für uns, sondern auch für die Fans“. Der Cheftrainer betonte, dass unabhängig vom Tabellenplatz beider Klubs der Druck auch beim kommenden Heimspiel hochgehalten werde: „Die Tabellensituation ist für die Fortunen noch brisanter. Es kommt eine Truppe auf uns zu, die jetzt mehr im Eins gegen Eins pressen werden. Es wird ein Abnutzungskampf, bei dem viele Duelle auf dem Platz darüber entscheiden werden, wie der Spielausgang ist – und das wollen wir umsetzen.“
Auch Düsseldorfs Trainer Markus Anfang äußerte sich zu der bevorstehenden Partie. Vorab beschrieb er die aktuelle Personal-Situation der Fortunen als Hürde: „Wir müssen gucken, wie wir uns am besten aufstellen, um 90 Minuten perfekt den Gegner bespielen zu können. Wir müssen jetzt schauen, dass wir eine gute Balance reinbringen und dürfen nicht jammern.“ Zur aktuellen Tabellensituation seiner Mannschaft fand Markus Anfang klare Worte: „Wir dürfen nichts dramatisieren, müssen jetzt auch keine Panik schieben, aber wir brauchen Punkte und die Spieler, die auf dem Platz stehen, müssen alles dafür tun.“ Sein Appell lautet dementsprechend: „Die Mannschaft hat sehr viel Potenzial, aber das muss in Qualität umgewandelt werden. Ich hoffe, dass sie verstehen, was sie am Betzenberg, wo es heiß zur Sache geht, unter Stressbedingungen abrufen müssen.“
Rein ins Netz
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