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7.05.2026

„Alles Machbare physisch auspressen“ – der Vorbericht

Am Samstag, 8. Mai 2026, treten die Roten Teufel ihr letztes Heimspiel der Saison an. Um 18:30 Uhr empfangen sie den DSC Arminia Bielefeld im Fritz-Walter-Stadion.

Nachdem der FCK 2024 seinen Auftritt im Pokalfinale feiern durfte, folgte vergangenes Jahr Arminia Bielefeld. Auf dem Weg dahin kegelten sie gleich vier Bundesligisten aus dem DFB-Pokal und traten anschließend im Finale gegen den VfB Stuttgart an. Dort mussten sie sich zwar mit 2:4 geschlagen geben, der Klub hatte aber dennoch was zu feiern: Nach einer erfolgreichen Drittligasaison durfte der Sportclub den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga feiern.

 

Die Vergangenheit mit dem Deutschen Sportclub

Bisher standen sich die Roten Teufel und Bielefeld in 42 Duellen gegenüber, in denen der FCK doppelt so oft als Sieger vom Platz ging wie die Ostwestfalen: 20-mal holten die Lautrer den Dreier, zehnmal die Gegner aus Bielefeld. 12 Partien endeten als Remis.

Auch im Hinrundenspiel auf der Bielefelder Alm wurden die Punkte geteilt. In einer ruhigen Partie konnte keine Mannschaft das Spiel auf ihre Seite ziehen, sodass die Lautrer zwar ohne Gegentore, jedoch auch ohne selbst erzielte Tore heimfuhren. Im Rückspiel vor der eigenen Kulisse soll nun ein vorteilhafteres „Zu-Null“ Ergebnis für die Roten Teufel her.

Für zwei Lautrer ist die Partie eine Begegnung mit ihrer früheren fußballerischen Vergangenheit – doch beide Akteure können ihr nicht aktiv beiwohnen. Fabian Kunze verbrachte ab 2019 drei Saisonzeiten bei der Arminia, in denen er 65-mal für die Blau-Weiß-Schwarzen auflief, 48 Einsätze sammelte er davon innerhalb der Bundesliga. In der Partie gegen Dresden holte sich der gebürtige Bielefelder seine 15. Gelbe Karte ab, wodurch er am Freitagabend gegen seinen Ex-Verein gesperrt ist. Auch FCK-Co-Trainer Carsten Rump war auf der Alm aktiv. Neben der eigenen fußballerischen Karriere in der zweiten Mannschaft war er in verschiedenen Positionen für den Verein tätig, unter anderem als Co-Trainer der Profimannschaft. Aufgrund einer Knieoperation kann er das Spiel jedoch ebenfalls nicht wie gewohnt unterstützen.

Auf der gegnerischen Seite kehrt ein Winterneuzugang auf den Betzenberg zurück. Maximilian Bauer verbrachte 2024/25 die Rückrunde beim FCK und lief dabei elfmal im Lautern-Trikot auf. Anschließend wechselte er zurück zum FC Augsburg, von wo aus er im Januar an die Ostwestfalen ausgeliehen wurde.

 

So ist die Lage

Vergangenes Wochenende musste der FCK die dritte Niederlage in Folge hinnehmen. In der zweiten Halbzeit traf Vincent Vermeij zum 1:0-Endstand. Am vorletzten Spieltag der Saison bleibt Kaiserslautern daher weiterhin in unveränderter Position: Mit 46 Punkten belegen die Roten Teufel Tabellenplatz 7. Auf Platz 8 konnte sich der Karlsruher SC durch einen Sieg gegen Darmstadt bis auf drei Punkte ran kämpfen.

Trainer Torsten Lieberknecht wird verletzungsbedingt erneut ohne Ivan Prtajin und Mika Haas auftreten, der mit muskulären Rückenproblemen zu tun hat. Alle anderen zuletzt verletzten Spieler befinden sich wieder im Aufbautraining und stellen eine Option für den Kader da.

 

Das kommt auf uns zu

Arminia Bielefeld befindet sich wie die Gegner aus den letzten Partien im Abstiegskampf. Mit 36 Zählern belegen sie den 13. Tabellenplatz und sind punktgleich mit Magdeburg. Von Braunschweig, Düsseldorf und Fürth auf den Plätzen 15-17 trennen sie zwei Punkte. Aus den letzten fünf Spielen konnte die Arminia zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage mitnehmen. Im Duell gegen Bochum trennten sich die beiden Klubs mit einem 1:1, Torschütze der Arminia war Joel Grodowski. Gefährlich werden könnten die Ostwestfalen besonders über intensive Laufduelle und Kopfbälle. Mit insgesamt 827 gewonnenen Kopfballduellen ist die Arminia der zweitbeste Klub der Liga, direkt nach Meister Schalke 04.

Cheftrainer Mitch Kniat wird verletzungsbedingt ohne Arne Sticker auftreten. Alle anderen Spieler scheinen eine Option für den Kader darzustellen, der nach eigenen Aussagen jedoch relativ ähnlich zu jenem gegen Bochum aussehen werde. Er selbst wird seiner Mannschaft allerdings nicht am Seitenrand zur Verfügung stehen. Im Spiel gegen Bochum sah der Trainer eine Rote Karte und ist nun auf dem Betze gesperrt.

 

Stimmen vor dem Spiel

In der Pressekonferenz (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) am Donnerstagmittag stand FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht wie gewohnt den anwesenden Medienvertretern Frage und Antwort.

Nach den letzten Niederlagen habe Torsten Lieberknecht mit Hinblick auf die kommende Partie einen Apell an die Mannschaft gerichtet. „Sie sollen an ihren eigenen Stolz apellieren“, erklärte er den Medienvertretern: „Die Jungs gehen nicht auf den Platz und wollen Spiele verlieren, aber es gibt Situationen, die am eigenen Stolz kratzen und wo sie diesen dann auch einfach mal anpacken müssen.“ Das Bild, das sie bei den Fans vermitteln, spiele dabei auch eine wichtige Rolle: „Gerade im letzten Heimspiel vor dieser Kulisse sollten wir das, was im Körper steckt und machbar ist, physisch auspressen. Wir wollen sagen können: Wir haben alles gegeben.“

Auch Bielefeld-Trainer Mitch Kniat äußerte seine Gedanken zur bevorstehenden Partie: „Es ist ein sehr wichtiges Spiel und eine große Chance für uns. Wir freuen uns, dass sehr viele von uns mitreisen, es ist ein Hexenkessel. Diese Unterstützung werden wir auch brauchen.“ Die stimmungsvolle Heimkulisse sei dabei nicht das Einzige, auf das sich die Mannschaft einstimmen sollte: „Es ist relativ schwer, sich auf Kaiserslautern vorzubereiten, weil sie öfter Dinge anpassen. Sie können mannorientiert anlaufen, können aber auch ganz tief stehen, wie bei uns im Hinspiel. Wir müssen uns auf viele Sachen vorbereiten und trotzdem kann man nicht jede Situation vorhersehen.“ Die besondere Situation durch Mitch Kniats Sperre sei dabei eine Herausforderung, allerdings eine lösbare. „Die Mannschaft ist gut vorbereitet und die Jungs werden mit Daniel Jara einen super Cheftrainer an der Seitenlinie haben“, betonte er.

 

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