Zum Topspiel der 2. Bundesliga empfängt der 1. FC Kaiserslautern am Samstagabend, 8. November 2025, Hertha BSC. Anpfiff der Begegnung ist um 20:30 Uhr im Fritz-Walter-Stadion.
Die Hauptstädter halten bis heute den Rekord für die beste Saisonbilanz in der eingleisigen 2. Bundesliga: In der Spielzeit 2012/13 feierte Hertha BSC 22 Siege, spielte zehnmal unentschieden und verlor nur zwei Partien – eine Ausbeute von 76 Punkten, die bis heute unerreicht ist.
Die Vergangenheit mit der Alten Dame
Gegründet im Jahr 1892 gehört die „Alte Dame“ zu den ältesten Fußballklubs und prägt seit Jahrzehnten das Bild des deutschen Fußballs. Auch die Begegnungen mit dem FCK blicken auf eine lange Historie zurück – insgesamt standen sich beide Vereine bereits in 67 Pflichtspielen gegenüber.
Das wohl spektakulärste Kapitel dieser langen Historie stammt aus der Saison 1956/57. In der Vorrunde um die Deutsche Meisterschaft feierten die Roten Teufel einen legendären 14:1-Erfolg – bis heute die höchste Niederlage in der 133-jährigen Vereinsgeschichte der Hertha. Willi Wenzel (5 Treffer), Fritz Walter (3), Herbert Schroer (2), Ottmar Walter (2), Friedel Späth und Horst Eckel trugen sich damals in die Torschützenliste ein.
Die Bilanz spricht dabei knapp für die Hauptstädter: 30 Siege gehen auf das Konto der Hertha, 27-mal setzten sich die Roten Teufel durch, zehn Begegnungen endeten unentschieden. Während sich die beiden Bundesliga-Gründungsmitglieder bereits 52-mal im deutschen Oberhaus duellierten, steht am Samstag erst das neunte Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga an.
Bis zur vergangenen Saison sah die Bilanz für den FCK in der Zweiten Liga wenig rosig aus – doch das änderte sich im letzten Duell: Am 21. Spieltag der Saison 2024/25, ebenfalls ein Samstagabendspiel, feierte der FCK den ersten Zweitliga-Sieg gegen die Hertha. Luca Sirch erzielte damals mit einem Distanzschuss das Tor des Abends und sorgte für den Auswärtsdreier.
So ist die Lage
Auch am vergangenen Spieltag brachte Luca Sirch den FCK mit einem sehenswerten Freistoßtor in Führung. Hinter den Roten Teufeln liegt eine Englische Woche, die sie ungeschlagen beendeten – mit zwei Unentschieden in der Liga und dem Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals – in dem es dann in dreieinhalb Wochen in Berlin erneut gegen die Hertha geht.
In beiden Ligaspielen konnte der Lautrer Führungstreffer noch spät egalisiert werden, sodass am Ende Punkteteilungen gegen den 1. FC Nürnberg und bei Fortuna Düsseldorf zu Buche standen. Nach knapp einem Drittel der Saison stehen die Lautrer damit auf Platz sechs der Tabelle – drei Zähler hinter dem Relegationsrang.
Gegen Hertha BSC muss Torsten Lieberknecht weiterhin auf die Dienste von Kenny Prince Redondo und Simon Asta verzichten. Auch Jisoo Kim steht aufgrund eines Muskelfaserrisses nicht zur Verfügung.
Das kommt auf uns zu
Hinter der Hertha liegt eine perfekte Englische Woche mit maximaler Punkteausbeute. Gleich dreimal durfte die „Alte Dame“ im heimischen Olympiastadion antreten – und jedes Mal ging sie als Sieger vom Platz. Neben dem 3:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen die SV Elversberg gab es in der Liga Siege gegen Fortuna Düsseldorf und zuletzt ein 2:0 gegen Dynamo Dresden.
Damit steht Hertha BSC aktuell mit drei Punkten Rückstand auf den FCK auf Tabellenplatz acht. Der Start in die Saison verlief für die Berliner allerdings holprig: Nur zwei Punkte aus den ersten vier Partien standen auf der Habenseite. Mit dem 3:0-Auswärtssieg bei Hannover 96 fand die Mannschaft jedoch in die Spur – den Niedersachsen fügten sie die ersten Punktverluste der Saison zu. Seitdem stehen vier Siege aus den vergangenen sechs Ligaspielen zu Buche.
Der Berliner Kader ist gespickt mit viel individueller Qualität. Allen voran geht Kapitän Fabian Reese, der mit acht Torbeteiligungen (zwei Treffer, sechs Assists) gleichzeitig der beste Scorer der Hertha ist. Für Aufsehen sorgt aktuell zudem Kennet Eichhorn, der kurz nach seinem 16. Geburtstag am 2. Spieltag in der 2. Bundesliga debütierte und sich direkt einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld erarbeitete.
Ein Wiedersehen gibt es am Samstag mit Luca Schuler: Der gebürtige Pfälzer war von 2006 bis 2016 in der FCK-Jugend aktiv, bevor er über mehrere Stationen in der Hauptstadt landete.
Verzichten muss die Hertha am Samstag verletzungsbedingt neben Torhüter Tim Goller auch auf Pascal Klemens, Dawid Kownacki, Leon Jensen und Linus Gechter.
Stimmen zum Spiel
Auch vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC hat FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht die Fragen der Medienvertreter (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) beantwortet.
Torsten Lieberknecht erwartet ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe: „Hertha hat genau so eine Stabilität erreicht wie wir. Wir haben von den letzten neun Spielen nur eins verloren. Hertha hat die letzten drei Spiele alle gewonnen. Sie haben in Hannover mit der Umstellung auf das 4-2-3-1 begonnen, diese Stabilität zu gewinnen. Deswegen erwarte ich ein sehr emotionales Spiel. Das brauchen wir auch, wir müssen diese Emotionalität auf den Platz bringen.“ Diese Emotionalität gehört zu den Attributen, die der FCK-Cheftrainer von seiner Mannschaft erwartet: „Wir haben sukzessive auch eine DNA entwickelt, wie wir den Fußball interpretieren wollen. Wir wollen Betze-Fußball zeigen – die Fans erkennen den. Dass eine Mannschaft auf dem Platz ist, die sich verausgabt und auch weiß, wo das Tor steht. Wir sind die drittbeste Mannschaft, was die geschossenen Tore angeht. Wir spielen ein hohes und aggressives Pressing.“
Die Hertha sieht Torsten Lieberknecht individuell auf den Positionen in der Offensive besonders gut besetzt: „Der Gegner besticht nicht nur durch Konterstärke. Sie haben eine sehr erfahrene Achse mit ehemaligen Erstligaspielern besetzt. Die Offensivreihe ist definitiv eine Reihe, die für Furore sorgen kann.“
„Jeder weiß, dass das, was wir bei jedem Heimspiel, aber auch bei den Auswärtsspielen erleben dürfen nicht selbstverständlich ist. Das ist ein totales Privileg und das darf nie zur Normalität werden“, so Torsten Lieberknecht über den starken Rückhalt der FCK-Fans und die zahlreich mitgereisten Anhänger am vergangenen Wochenende in Düsseldorf.
Hertha-Cheftrainer Stefan Leitl ordnet die aktuelle Tabellensituation seiner Mannschaft ein: „Wir haben zu Beginn der Saison nicht so gepunktet, wie wir uns das vorgestellt haben. Jetzt sind wir in der Situation, dass es besser läuft. Aber wir schauen nicht auf die Tabelle. Wir wollen nur auf das nächste Spiel schauen und weiter punkten. Das heißt, wenn möglich drei Punkte aus Lautern mitnehmen und wenn es nicht möglich ist, dann mindestens einen Punkt.“
Der Trainer der Hauptstädter freut sich auf das Spiel am Samstag: „Es ist ein Highlightspiel – du spielst 20:30 Uhr auf dem Betze. Das Stadion wird ausverkauft sein – wir haben 5.000 Fans aus Berlin mit dabei. Das wird eine fantastische Stimmung und dann geht es um Fußball pur auf dem Betze. Da müssen wir Wege und Lösungen finden, um dem entgegenzuhalten. Ich glaube schon, dass wir uns in den letzten Wochen viel Selbstvertrauen erarbeitet haben und dass der Respekt beim Gegner auch da ist – genauso wie bei uns.“
Auch wenn die Spiele auf dem Betzenberg häufig eine besondere Atmosphäre mit sich bringen, will der Hertha-Coach den Fokus auf sein eigenes Team legen. „In erster Linie geht es darum, sich auf die eigene Leistung zu konzentrieren. Wir brauchen maximale Intensität. Torsten Lieberknecht hat es seit seiner Übernahme geschafft, eine Art Fußball zu implementieren, die zu Lautern passt – sehr viel Emotionen, sehr viel Physis und sehr viel Körperlichkeit“, so Stefan Leitl über die Herangehensweise gegen den FCK. „Trotzdem glaube ich, dass wir alle Attribute auf das Feld bringen, um dieses Spiel auch zu gewinnen“, spricht Stefan Leitl seinem Team sein volles Vertrauen aus.
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