Am Samstag, 4. Oktober 2025, empfangen die Roten Teufel den VfL Bochum auf dem Betzenberg. Ab 13:00 Uhr rollt der Ball im Fritz-Walter-Stadion.
Mit dem VfL Bochum treffen die Roten Teufel auf die Mannschaft, die am meisten Karten in der bisherigen Saison kassiert hat. Aus 92 Fouls resultierten 31 Verwarnungen – damit stehen sie an Ligaspitze in dieser Statistik.
Die Vergangenheit mit den Blau-Weißen
Bereits 73-mal standen sich die Roten Teufel und der VfL Bochum in Pflichtspielen gegenüber: 58 Partien fanden im deutschen Oberhaus statt, zwölfmal begegneten sich die beiden Klubs in der 2. Bundesliga und drei Spiele wurden im Rahmen des DFB-Pokals ausgetragen. Die Bilanz spricht klar für den FCK: Die Roten Teufel fuhren zehn Siege mehr ein – 31 Partien gingen an den FCK, 21-mal konnten die Bochumer den Sieg holen. Die restlichen 21 Begegnungen endeten mit einer Punkteteilung. Nach sieben Jahren folgt am Samstag das Wiedersehen mit der Mannschaft von der Castroper Straße. In der Saison 2017/18 trafen sich die beiden Mannschaften zuletzt in Pflichtspielen: Das Hinspiel vor heimischer Kulisse endete mit einem torlosen Remis, das Rückspiel konnten die Ruhrpottler für sich entscheiden – in der 81. Spielminute traf damals Kevin Stöger, der 2013 bis 2015 leihweise als Roter Teufel auflief, für die Hausherren und konnte damit den 3:2-Sieg für den VfL sichern. Die Treffer für den FCK erzielten Halil Altintop und Stipe Vucur.
Der erste direkte Vergleich der beiden Mannschaften fand am 01. September 1971 in der Bundesliga statt. Die Mannschaft um Otto Rehhagel und Karl-Heinz Vogt konnte das Heimspiel mit 4:1 für sich entscheiden. Nach einem 0:1-Rückstand sorgten Günther Reinders, Jürgen Friedrich und zweimal Wolfgang Seel mit ihren Treffern dafür, dass die drei Punkte auf dem Betzenberg blieben.
So ist die Lage
Nach drei Siegen in Serie mussten die Roten Teufel am vergangenen Samstag einen Dämpfer hinnehmen: Das Auswärtsspiel in Paderborn endete nach 45 Minuten in Unterzahl mit 0:2 aus Lautrer Sicht. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde FCK-Innenverteidiger Maxwell Gyamfi nach einem Foul an Tjark Scheller des Platzes verwiesen. Den daraus resultierenden Elfmeter konnte Julian Krahl parieren, wodurch es mit einem 0:0-Unentschieden in die Kabinen ging. Die zweite Halbzeit ging dann an die überlegene Heimmannschaft. Kurz nach der Pause trafen Filip Bilbija (50. Spielminute) und Laurin Curda (53. Spielminute) per Doppelschlag. Trotz einer kämpferischen Leistung kamen die Roten Teufel nicht mehr ins Spiel zurück und mussten mit null Punkten die Heimreise antreten.
„Ausgerechnet“: Maxwell Gyamfi verbrachte einen Teil seiner fußballerischen Ausbildung beim VfL: Von 2017 bis 2020 war er sportlich an der Castroper Straße zu Hause und spielte zwei Spielzeiten in der U19-Bundesliga, bevor er in den Profikader aufrückte. Das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein muss Maxwell Gyamfi allerdings von der Tribüne verfolgen. Infolge der Roten Karte im Spiel gegen den SC Paderborn steht der FCK-Innenverteidiger nicht zur Verfügung.
Außerdem werden Simon Asta und Kenny Prince Redondo weiterhin verletzungsbedingt ausfallen.
Das kommt auf uns zu
Nach vier Jahren in der Bundesliga folgte am Ende der vergangenen Saison der Abstieg in die 2. Bundesliga. Keine unbekannte für die Ruhrpottler – vor der Rückkehr in die Bundesliga traten sie ganze elf Jahre im deutschen Unterhaus an. Damit einher ging ein großer personeller Umbruch: Neben einigen jungen Talenten, konnte der Verein auch erfahrene Akteure mit Bundesliga-Vergangenheit wie Kevin Vogt für sich gewinnen. In der Sommerpause wurden insgesamt 16 Zu- und 15 Abgänge vermeldet. Wer hingegen den Weg mit ins deutsche Unterhaus antrat, war VfL-Cheftrainer Dieter Hecking. Der erfahrene Coach wurde allerdings nach nur einem Sieg aus den ersten fünf Spielen von seinen Aufgaben entbunden. Ebenso musste Sport-Geschäftsführer Dirk Dufner den Verein verlassen. An der Seitenlinie übernahm U19-Trainer David Siebers vorübergehend das Traineramt. Unter der Leitung von Siebers gelang in den vergangenen zwei Spielen nicht der Turnaround: Auswärts beim 1. FC Nürnberg ging die Partie mit 1:2 verloren. Auch zuletzt mussten sie sich trotz eines stabilen Auftritts an der Castroper Straße gegen Fortuna Düsseldorf mit 0:1 geschlagen geben. Siebers wird am Samstag den VfL das letzte Mal als Interimstrainer betreuen. Ab Montag übernimmt dann mit Uwe Rösler ein ehemaliger Roter Teufel das Traineramt.
In den Reihen der Bochumer trifft Philipp Hofmann auf seinen Ex-Verein. In der Saison 2014/15 war er auf dem Betze im Einsatz und machte 32 Pflichtspiele (acht Tore) für die Profis. Auch Andreas Luthe kennt den Betzenberg aus seiner sportlichen Laufbahn: Der ehemalige Keeper war im Zeitraum vom Sommer 2022 bis Januar 2024 in 34 Pflichtspielen für den FCK im Einsatz, bevor er an seine alte Wirkungsstätte ins Ruhrgebiet zurückkehrte. Seit Juni diesen Jahres ist er dort als Vorstandsvorsitzender tätig. Ebenfalls seit dieser Saison arbeitet Simon Zoller wieder für den VfL Bochum. Der ehemalige FCK-Stürmer (2013-2014 und 2015) ist aktuell als Assistent der Geschäftsführung tätig und könnte im Zuge der aktuellen Umstrukturierungen vielleicht zum Leiter der Lizenzspielerabteilung aufsteigen.
Beim Spiel am Betze muss der VfL verletzungsbedingt auf Koji Miyoshi (Überdehnung der Syndesmose) und Ibrahima Sissoko (Schultereckgelenksprengung) verzichten, Erhan Masovic und Moritz-Broni Kwarteng sind in der Trainingswoche vor dem Spiel auf dem Betze dagegen auf den Platz zurückgekehrt. Die Einsatzfähigkeit von Michael Obafemi, der in der vergangenen Woche im Training auf die Schulter gefallen war, entscheidet sich erst kurzfristig.
Stimmen zum Spiel
In der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bochum (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) blickte FCK-Cheftrainer auf das Duell mit dem Absteiger voraus. „Wir haben es am Samstag mit dem VfL Bochum mit einem Bundesligaabsteiger zu tun, den man nicht am Tabellenplatz messen sollte. Es ist eine sehr erfahrene Mannschaft mit einer sehr erfahrenen Achse, die wir sehr ernst nehmen.“ Vor dem Duell mit dem zweikampfstarken VfL schwört der FCK-Chefcoach vor allem auf die Intensität: „Egal, ob in den Luftzweikämpfen, in den Bodenzweikämpfen, im Anlaufen, im Spiel auf zweite Bälle – wir werden eine hohe Intensität brauchen.“ Die Basics seien elementar: „Wir sind gerade zu Hause in der Pflicht, zu präsentieren, dass jeder weiß, der hierhin kommt, dass es eine schwere Aufgabe ist, uns hier zu schlagen.“
Auch VfL-Interimstrainer David Siebers blickt mit Vorfreude auf die Partie im Fritz-Walter-Stadion und erwartet ebenfalls ein von Intensität geprägtes Spiel. „Nach der Niederlage gegen Düsseldorf hatten wir alle erstmal Frust. Aber schon am Dienstag im Training hat man wieder eine hohe Intensität gesehen. Die Mannschaft ist gewillt, den Plan, den wir gemeinsam erarbeitet haben, umzusetzen. Jetzt geht es darum, das über die Intensität, die uns auf dem Betze erwarten wird, auch auf die Anzeigetafel zu bringen.“ Mit dem FCK erwartet Siebers „einen richtig guten Gegner, gerade zu Hause. Wir wissen, da kommt eine ganz große Herausforderung auf uns zu. Aber ich persönlich mag Herausforderungen und hoffe, dass wir da voller Energie dagegenhalten können.“
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