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27.11.2025

„Mental und physisch auf Top-Level sein“ – der Vorbericht

Am Samstag, 29. November 2025, gastiert der 1. FC Kaiserslautern bei Eintracht Braunschweig. Ab 13 Uhr rollt der Ball im Eintracht-Stadion.

Was heute von Fußballtrikots kaum wegzudenken ist, war vor rund 50 Jahren noch neu: Eintracht Braunschweig war der erste Klub in Deutschland, der mit einem Trikotsponsor auflief. 1973 markierte Eintracht Braunschweig mit dem Tragen des Hirschkopfes von Jägermeister auf der Brust die Einführung der Trikotwerbung.

Infolge Verwicklungen der Eintracht in den Bundesligaskandal 1971 geriet der Klub wie viele andere Klubs in finanzielle Schwierigkeiten. Der damalige Präsident und der Geschäftsführer von Jägermeister kamen auf die Idee, das Trikot als Werbefläche zu nutzen. Die Vereinbarung sah vor, dass die Firma Jägermeister fünf Jahre lang jeweils 100.000 DM an den Verein zahlte. Der Startschuss für das Trikotsponsoring in Deutschland war gefallen.

 

Die Vergangenheit mit den Löwen

Als Gründungsmitglieder traf man bereits in der ersten Bundesligasaison 1963/64 aufeinander. Zwei Treffer von Erich Meier sorgten damals für den ersten Sieg gegen die Niedersachsen. 67 weitere Begegnungen folgten bis heute, die insgesamt ebenfalls mit leichter Tendenz für den FCK verliefen: 27-Mal gingen die Roten Teufel als Sieger vom Platz, hinzu kommen 18 Unentschieden und 23 Niederlagen.

Die jüngsten Aufeinandertreffen im Eintracht-Stadion endeten allerdings zugunsten Braunschweigs. So auch zuletzt am 30. Spieltag der vergangenen Saison: Braunschweig gewann mit 2:0. Zwei schnelle Tore zu Beginn der zweiten Halbzeit von Lino Tempelmann (51. Spielminute) und Rayan Philippe (53. Spielminute) ließen die Niedersachsen jubeln.

Mit Leon Bell Bell kommt es im Eintracht-Stadion zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Er durchlief von 2011 bis 2017 die Jugend des FCK und lief in dieser Zeit auch für die zweite Mannschaft der Lautrer auf. Auch auf Seiten der Roten Teufel befindet sich ein ehemaliger Löwe: Richmond Tachie war zur Rückrunde 24/25 an die Blau-Gelben ausgeliehen und machte in dieser Zeit 14 Spiele (zwei Tore, eine Vorlage).

Außerdem kommt es für FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht am Samstag zu einem besonderen Wiedersehen – sowohl als Spieler als auch an der Seitenlinie war er lange Zeit für den Klub im Einsatz. Nach vier Jahren als Spieler bei den Blau-Gelben beendete er 2007 seine aktive Karriere bei Eintracht Braunschweig. Auch danach blieb er dem Verein treu.

Von 2008 bis 2018 belegte der gebürtige Pfälzer das Traineramt bei den Löwen. Unter seiner Ära schaffte Eintracht Braunschweig zunächst den Aufstieg aus der Regionalliga in die 3. Liga. Drei Jahre später, 2011, gelang der Sprung in die Zweitklassigkeit. Zwei Jahre später, 2013, führte Torsten Lieberknecht den Klub nach 28 Jahren Bundesliga-Abstinenz zurück ins deutsche Oberhaus.

Auf der Gegenseite hat Sport-Geschäftsführer Benjamin Kessel eine Lautrer Vergangenheit. Von 2004 bis 2007 spielte er im FCK-Nachwuchs, in der Saison 2017/18 war er dann auch für die Profis am Betzenberg am Ball.

 

So ist die Lage

Nach drei sieglosen Spielen feierte der FCK am vergangenen Spieltag einen 4:1-Sieg gegen Holstein Kiel. Zwei frühe Tore von Naatan Skyttä (7. und 11. Minute) brachten die Roten Teufel in eine komfortable Ausgangslage. Auch von dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Kieler Störche blieben die Roten Teufel unbeeindruckt. Noch vor der Halbzeit erhöhte der FCK auf den 4:1-Endstand. Mika Haas traf zum 3:1 und schoss damit sein erstes Profi-Tor im Lautrer Trikot. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte krönte Naatan Skyttä seine Leistung mit einem Dreierpack.

Bevor es am Dienstag im Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC geht, startet das Spiel am Samstag in Braunschweig die letzte Englische Woche im Jahr 2025.

Verletzungsbedingt passen müssen dabei leider weiterhin Simon Asta, Kenny Prince Redondo, Jisoo Kim und Mahir Emreli. Paul Joly hat sich beim vergangenen Spiel gegen Kiel eine Zerrung zugezogen und wird daher ebenfalls nicht einsatzbereit sein. Auch Maxwell Gyamfi steht dem FCK nach seiner fünften gelben Karte nicht zur Verfügung.

 

Das kommt auf uns zu

Seit dieser Saison wird der BTSV von Trainer Heiner Backhaus geführt, der von Drittligist Alemannia Aachen kam. Nach zwei erfolgreichen Spielzeiten in Aachen mit dem Aufstieg in die 3. Liga und dem Klassenerhalt in derselben wechselte er zu den Blau-Gelben.

In seiner ersten Zweitliga-Saison legte Backhaus mit dem Team einen guten Start hin: Auswärts in Magdeburg und zu Hause gegen Fürth wurden jeweils drei Punkte eingefahren. Seither folgten neun Niederlagen und ein Unentschieden. Lediglich gegen den Konkurrenten aus Düsseldorf gelang ein weiterer Sieg, wodurch die Löwen mit zehn Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen.

Auch die letzten drei Spiele brachten keine Punkte: Zuletzt verlor der BTSV 0:1 bei Hertha BSC im Olympiastadion, obwohl die Blau-Gelben zwischenzeitlich überlegen waren. Der Lucky Punch von Marten Winkler sicherte jedoch die Punkte für die Hauptstädter.

Bisher fehlt den Braunschweigern die Durchschlagskraft in der Offensive: Aus den wenigsten Torabschlüssen resultieren nur zwölf Treffer, damit haben die Löwen die zweitwenigsten Treffer im Ligavergleich zu verzeichnen. Der FCK hat im Vergleich dazu bereits 24 Tore erzielt, gleichbedeutend mit Rang drei im Ligavergleich.

Nicht zu unterschätzen ist die Mannschaft dennoch, insbesondere aufgrund ihrer Stärken im physischen Bereich. Mit Christian Conteh, Erencan Yardimci und Leon Bell Bell haben die Löwen gleich drei der fünf schnellsten Spieler der Liga in ihren Reihen.

Außerdem auffällig ist, dass Braunschweig mit sechs Platzverweisen die Mannschaft ist, die am häufigsten das Spiel in Unterzahl beenden musste. In der Fairness-Tabelle spiegelt sich die Anzahl der Karten im letzten Tabellenplatz.

Neben dem gelbgesperrten Sven Köhler kann Eintracht-Cheftrainer Heiner Backhaus nicht auf die verletzten Frederik Jäkel (nach Kreuzband-OP) und Lino Tempelmann (nach Knie-OP) zurückgreifen.

 

Stimmen zum Spiel

Vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig kamen die Medienvertreter im Sportpark-Treff am Gelände des FCK-Nachwuchsleistungszentrums zusammen, wo Torsten Lieberknecht wie gewohnt die Fragen der anwesenden Medienvertreter beantwortete (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube).

Mit der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte steht für Torsten Lieberknecht ein besonderes Spiel an. Er blickt auf eine sehr emotionale Zeit zurück: „15 Jahre insgesamt, davon zehn Jahre als Trainer. Die Zeit hat mich geprägt und ich durfte den Verein eben auch mitprägen. Deswegen ist das immer etwas Besonderes, dorthin zurückzukehren“, so der FCK-Cheftrainer.

Aus seiner Zeit in Braunschweig weiß Torsten Lieberknecht, worauf er sein Team einstellen muss. „Ich weiß, dass dort am Samstag eine sehr aufgeheizte Stimmung im Stadion herrschen wird. Es ist ein außergewöhnliches Stadion, was mit dem sehr emotionalen Publikum eine unglaubliche Atmosphäre entwickeln kann.“

Ähnlich wie gegen Kiel erwartet Torsten Lieberknecht „eine Mannschaft, die mit Sicherheit im physischen Bereich zu den Top fünf in der Liga gehört.“ Entgegenwirken will der FCK-Chefcoach mit den Stärken seines Teams: „Wir müssen Leidenschaft und Zweikampfbereitschaft zeigen.“ Es gilt, „mental und physisch auf einem Top-Level vorbereitet zu sein“, lautet die Herangehensweise des FCK-Cheftrainers.

 

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