Im Achtelfinale des DFB-Pokals reist der 1. FC Kaiserslautern ins Berliner Olympiastadion. Anpfiff der Partie bei Hertha BSC ist am Dienstag, 2. Dezember 2025, um 18:00 Uhr.
Hertha BSC träumt vom Pokalfinale daheim: Zweimal stand Hertha BSC im Endspiel um den DFB-Pokal. Kurios: Den Traum vom DFB-Pokal-Finale im eigenen Wohnzimmer machte die zweite Mannschaft der Hertha im Jahr 1993 wahr, jedoch unterlagen sie wie schon die Profis in den Endspielen zuvor knapp Bayer Leverkusen mit 0:1. Die Berliner waren das erste Amateurteam, das den Einzug ins Endspiel des deutschen Pokalwettbewerbs schaffte.
Die Vergangenheit mit der Alten Dame
Am Samstag wartet die 69. Begegnung zwischen dem FCK und den Hauptstädtern. Die Bilanz fällt dabei knapp für Berlin aus: 31 Siege gehen auf das Konto der Hertha, 27-mal setzten sich die Roten Teufel durch, zehn Begegnungen endeten unentschieden.
Im DFB-Pokal kann der FCK allerdings mit drei Siegen aus vier Spielen eine positive Bilanz aufweisen. Im Achtelfinale in der Saison 2011/12 mussten sich die Roten Teufel im Olympiastadion mit 1:3 geschlagen geben – das Lieblingsergebnis zwischen den beiden Teams im Pokal. Die beiden letzten Aufeinandertreffen im Pokal endeten ebenfalls 3:1, aber zugunsten des FCK. Auch in jüngerer Vergangenheit gab es diese Begegnung unter ähnlichen Voraussetzungen. In der Saison 2023/24 entschied das Los auf dieses Aufeinandertreffen im Viertelfinale des DFB-Pokals. Das Ergebnis ist bekannt und führte den FCK schließlich ins Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen: Mit einem souveränen 3:1-Sieg durch die Tore von Jan Elvedi, Richmond Tachie und Filip Kaloc machten die Pfälzer den Halbfinaleinzug perfekt.
Bereits 23 Tage nach der letzten Begegnung in der Liga wartet diese Paarung nun auch im Pokalwettbewerb. Im Topspiel auf dem Betzenberg war es mit Luca Schuler ein Ex-Lautrer, der den Dreier für die Alte Dame sicherte.
So ist die Lage
Am vergangenen Samstag mussten sich die Roten Teufel mit 0:2 bei Eintracht Braunschweig geschlagen geben. Nach einem überzeugenden Auftritt gegen Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel gelang es dem FCK nicht, an diese Leistung anzuknüpfen. Ohne Punkte im Gepäck ging es zurück an den Betze, wo sich die Mannschaft schnell auf das anstehende Pokalspiel vorbereitete.
Nun wartet bereits drei Tage später die nächste Aufgabe im Pokal gegen den Zweitligakonkurrenten aus Berlin, bevor die Roten Teufel am Samstag die Englische Woche mit einem Heimspiel gegen Dynamo Dresden abschließen.
Gegen Hertha BSC muss Torsten Lieberknecht weiterhin auf die Dienste von Kenny Prince Redondo, Simon Asta, Jisoo Kim und Mahir Emreli verzichten. Auch Paul Joly steht für das Pokalspiel noch nicht zur Verfügung. Im Vergleich zum Spiel in Braunschweig kann Torsten Lieberknecht hingegen wieder auf Maxwell Gyamfi zurückgreifen.
Das kommt auf uns zu
Die Hauptstädter haben sich in den vergangenen Wochen zu einem Topteam in der 2. Bundesliga entwickelt: Zuletzt stehen inklusive Pokal sechs Siege in Folge zu Buche. In allen Partien blieb die Hertha ohne Gegentor.
Die Hauptstädter bekamen es sowohl in der ersten als auch in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit Zweitligakonkurrenten zu tun. Mit Siegen gegen Preußen Münster und die SV Elversberg führte der Weg ins Achtelfinale. Gegen Münster wurde die Partie erst nach 120 Minuten im Elfmeterschießen entschieden, während die Herthaner sich in der zweiten Runde mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen die SV Elversberg durchsetzen.
Neben den verletzungsbedingten Ausfällen von John Brooks und Leon Jensen fehlt der Hertha am Dienstag außerdem Deyovaisio Zeefuink aufgrund einer Rotsperre.
Stimmen zum Spiel
Auch vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal gegen Hertha BSC hat FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht die Fragen der Medienvertreter (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) beantwortet.
Auch mit ein paar Tagen Abstand blickte der FCK-nochmals kritisch auf die Niederlage. Bei der Spielanalyse wurden die Kritikpunkte vom Trainerteam klar angesprochen und „der Finge in die Wunde gelegt“, berichtet Torsten Lieberknecht.
Der FCK-Coach erkennt ein Muster, was ihn besonders ärgert: „Nach emotionalen und wirklich auch hochklassigen Spielen von uns, die wir verdient gewinnen, konnten wir diese im Anschluss danach nicht bestätigen. Irgendwas ist noch da, wo die Spieler noch einen Schalter umlegen müssen, um konstant diese Leistung auf den Platz zu bringen.“
Ihm ist es vor allem wichtig, dass die Einstellung der Mannschaft stimmt: „Man kann Spiele verlieren, aber man muss ein Gefühl erkennen. Und dieses Gefühl hat die Mannschaft in Braunschweig nicht transportieren können. In allen anderen Spielen habe ich zurecht von einer Betze-Mannschaft gesprochen. Nur an diesem Tag haben wir es nicht gezeigt.“
Der FCK-Chefcoach ist sich der Relevanz dieser Begegnung für den Klub aus der Hauptstadt bewusst: „Der Gegner wird alles dafür tun, diese Runde zu überstehen und dann auch ihren großen Traum vom Finale daheim verwirklichen zu können.“ Hertha-Trainer Stefan Leitl bestätigt diese Aussage: „Du bist der Verein, die Stadt, in der das Finale gespielt wird. Da ist die Sehnsucht jedes Einzelnen groß, dort mal dabei zu sein.“
Auch aus dem Ligaspiel, was erst wenige Wochen zurückliegt, konnte der FCK-Trainer seine Schlüsse ziehen: „Wir haben die Stärken der Herthaner gesehen, die vor allem dann zum Tragen gekommen sind, wenn wir im Offensivspiel vergessen haben, eine gute Restabsicherung zu haben. Gleichzeitig haben wir gesehen, dass wir gegen eine Mannschaft gespielt haben, der wir auf Augenhöhe begegnet sind“, analysiert Torsten Lieberknecht. Jetzt gilt es, „sich dort gut vorbereitet zu präsentieren, dann werden wir uns auch in diesem Spiel wieder auf Augenhöhe bewegen.“
Mit Blick auf das letzte Duell hat Hertha-Trainer Stefan Leitl trotz des Sieges seiner Mannschaft Respekt vor der Lautrer Spielweise: „Wir wissen, dass mit Kaiserslautern eine absolute Spitzenmannschaft der Zweiten Liga bei uns zu Gast ist. Wir haben das Spiel recht schnell analysiert und auch abgehakt. Es ist ein anderer Wettbewerb und eine andere Herangehensweise als in der Liga. Man muss gewinnen, um eine Runde weiterzukommen, daher werden auch beide Mannschaften etwas anders an die Sache herangehen.“
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