Am Samstag, 7. März 2026, bestreitet der FCK auswärts beim VfL Bochum ein weiteres Flutlichtspiel. Anpfiff der Partie im Vonovia Ruhrstadion ist um 20:30 Uhr.
Die Fans des VfL tauften im Sommer 1992 ihre Mannschaft „Die Unabsteigbaren“, nachdem sie sich gegen Saarbrücken in der Relegation der Bundeliga behauptet hatten. Ironischerweise stieg Bochum direkt in der nachfolgenden Saison nach 22 Spielzeiten erstmals aus dem Oberhaus ab – und das mit nur einem Punkt weniger als Dynamo Dresden. Seitdem ging es für den VfL so einige Male in die Bundesliga und wieder zurück in die Zweitklassigkeit. Vier Jahre nach dem Wiederaufstieg ins Oberhaus im Sommer 2021 traf sie das Schicksal vergangenes Jahr erneut und „Die Unabsteigbaren“ rutschten am Ende der Saison 2024/25 abermals in die 2. Bundesliga ab.
Die Vergangenheit mit den Blau-Weißen
Bereits 74 Duelle wurden zwischen den beiden Traditionsklubs ausgetragen, 58 davon zu Bundesligazeiten und 13 Partien in der 2. Bundesliga. Dabei konnte sich der FCK deutlich öfter behaupten: Die Roten Teufel verbuchen insgesamt 32 Siege, 21 Remis und 21 Niederlagen. Nach sieben Jahren ohne Begegnung trafen sich die beiden Klubs vergangenes Jahr zum ersten Mal wieder zu einem Pflichtspiel. Nach dem 1:1 zur Halbzeit konnten sich die Roten Teufel dabei doch noch mit 3:2 auf dem heimischen Betzenberg durchsetzen. Torschützen der Lautrer waren Ivan Prtajin, der einen Doppelpack erzielte, und Paul Joly.
Neben dem gemeinsamen Ex-Trainer Friedhelm Funkel teilen Bochum und der FCK weitere personelle Gemeinsamkeiten. Auch Innenverteidiger Maxwell Gyamfi ist dem VfL ein Begriff: Er spielte von 2017 bis 2020 sowohl in der Ausbildung der U19 als auch im Profikader von Bochum. Torwarttrainer Sören Rittmeier verbrachte zudem bis 2018 drei Jahre seiner Trainerlaufbahn im Bereich Jugend und NLZ an der Castroper Straße.
In den Reihen der Bochumer trifft Philipp Hofmann auf seinen Ex-Klub. In der Saison 2014/15 war er in 33 Pflichtspielen für die Roten Teufel im Einsatz und erzielte acht Tore. Für Bochum-Trainer Uwe Rösler kommt es am Samstag ebenfalls zu einer Begegnung mit seinem Ex-Klub aus seiner aktiven Fußball-Karriere. Er spielte in der Bundesliga-Saison 1998/99 37 Pflichtspiele für Lautern und erzielte 13 Treffer. Auch der Bochumer Vorstandsvorsitzende Andreas Luthe trug in seiner aktiven Laufbahn FCK-Tracht. Der ehemalige Keeper spielte vom Sommer 2022 bis Januar 2024 insgesamt 34 Pflichtspiele für den FCK, bevor er an seine alte Wirkungsstätte ins Ruhrgebiet zurückkehrte und seine Karriere beendete. Der ehemalige VfL-Torjäger Simon Zoller ist nach Karriereende nun als Direktor Lizenzfußball beim VfL Bochum tätig und besitzt ebenso eine Verbindung zu den Roten Teufeln: Er absolvierte in der Saison 2013/14 sowie im Jahr 2015 insgesamt 44 Pflichtspiele für den FCK und schoss insgesamt 18 Tore für die Lautrer.
So ist die Lage
Vergangenen Samstag musste sich der FCK zu Hause dem SC Paderborn geschlagen geben. Nach einem Freistoßtor und einem Elfmeter der Gäste, verkürzte Kenny Prince Redondo in den Schlussminuten auf 1:2. Für einen Sieg seitens der Roten Teufel und eine Veränderung innerhalb der Tabelle reichte es allerdings nicht aus: Der FCK befindet sich nach wie vor mit 37 Zählern auf Tabellenplatz sechs. Nach der Partie gegen den Tabellenzweiten wurde der Blick in der Trainingswoche schnell auf die kommende Aufgabe im Topspiel gerichtet. Im Duell gegen Münster vor zwei Wochen hatten die Lautrer ihren ersten Auswärtssieg seit Oktober 2025 eingefahren. Im Flutlichtduell gegen Bochum soll nun daran angeknüpft werden.
Cheftrainer Torsten Lieberknecht wird die Partie aufgrund einer Gelb-Rot Sperre aus dem Spiel gegen Paderborn auf der Tribüne verfolgen. Co-Trainer Carsten Rump wird seinen Platz an der Seitenlinie einnehmen und die Mannschaft durch das Spiel führen.
Verletzungsbedingt verzichten muss die Mannschaft bekanntermaßen auf Ivan Prtajin und Jacob Rasmussen (Gehirnerschütterung). Auch Mika Haas wird den Roten Teufel aufgrund einer Nasen-Nebenhöhlenentzündung auf dem Platz fehlen, genauso wie Ersatz-Keeper Simon Simoni (Oberschenkel-Probleme). Kapitän Marlon Ritter ist nach seiner gegen Paderborn abgesessenen Gelbsperre wieder einsatzbereit. Die Rückkehr von Innenverteidiger Maxwell Gyamfi an seine alte Wirkungsstätte steht noch offen, er absolvierte diese Woche erste Trainingseinheiten mit der Mannschaft.
Das kommt auf uns zu
Der VfL Bochum findet sich aktuell mit 29 Punkten im Mittelfeld der Tabelle auf Platz zehn wieder. Auf drei Partien, die unentschieden endeten, folgte vergangene Woche eine 1:2-Niederlage in Düsseldorf. Von insgesamt sieben Siegen in der Saison 2025/26 erzielten die Blau-Weißen fünf vor ihrer eigenen Kulisse. Die Roten Teufel treffen am Samstagabend nicht nur auf eine heimstarke Mannschaft, sondern auch auf den Zweitligaklub mit den meisten gelben Karten (72). Auch individuell zeigt die Mannschaft um Trainer Uwe Rösler Kampfbereitschaft: Philipp Hofmann zeichnet sich mit 102 gewonnenen Kopfballduellen als Drittstärkster der Liga ab und Keeper Timo Horn verfügt mit 97 Paraden über die meisten gehaltenen Torschüssen der 2. Bundesliga. Julian Krahl vom FCK steht mit 92 gehaltenen Schüssen knapp dahinter auf Platz drei.
Auskommen muss Uwe Rösler ohne Stürmer Gerrit Holtmann, der sich einen leichten Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hat.
Stimmen zum Spiel
In der Presskonferenz (im von Ausrüster Castore präsentierten Re-Live auf YouTube) am Freitagvormittag stand FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht wie gewohnt den anwesenden Medienvertretern Frage und Antwort.
Der Cheftrainer blickt der Partie in Bochum mit Respekt entgegen: „Die Herausforderung Bochum ist groß. Dieses Spiel zu absolvieren und zu gewinnen ist das, worauf wir uns vorbereiten.“ Die Vorbereitung gelte darüber hinaus auch den veränderten Rahmenbedingungen am Spieltag, die durch Torsten Lieberknechts Sperre entstehen. Eine große Unterstützung werde in dieser Situation auch Marlon Ritter sein: „Ich bin froh, dass er am Samstagabend wieder als Kapitän die Mannschaft anführt.“
Bochums Cheftrainer Uwe Rösler empfindet die Gelb-Rot-Sperre des gegnerischen Trainers nicht als eigenen Vorteil: „Aus meiner Sicht wird das manchmal überbewertet. Ich glaube, er hat die Mannschaft sehr gut eingestellt.“ Dem ausverkauften Flutlichtduell blickt Uwe Rösler mit Respekt entgegen: „Das ist eine Mannschaft, die unheimlich über ihre Physik, ihre Dynamik, ihre zweite Welle und über die Wucht mit dem Stadion kommt.“ Dennoch zeigt sich der VfL-Trainer zuversichtlich seinem Team gegenüber: „Die Mannschaft hat so trainiert, wie das Wetter ist – also sehr gut.“
Rein ins Netz!
Mit den FCK-Kanälen immer auf Ballhöhe – egal wo: Verfolgt die Partie bereits ab 8:00 Uhr morgens in unserem Matchday in Web und App! Den Matchday-Modus findet Ihr auf unserer Website sowie in der FCK-App für iOS und Android. Die Pressekonferenzen und mehr Videos findet Ihr immer auf unserem YouTube-Kanal. Weitere Eindrücke gibt’s auch auf unseren Social-Media-Kanälen instagram, facebook und BlueSky – sowie im offiziellen FCK-WhatsApp-Kanal!



