Die jungen Roten Teufel kamen am Sonntag, 03. November 2019, gegen den VfB Stuttgart nicht über ein 2:3 hinaus. Die Schwaben, die zu den Spitzenmannschaften der A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest zählen, konnten zweimal einen Rückstand ausgleichen und kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielen.
Die Jungs von U19-Trainer Marco Laping gaben von Beginn an gegen die favorisierten Schwaben Vollgas und kamen vor allem über Kampf und Aggressivität ins Spiel. Immer wieder konnten sie in der Anfangsphase entscheidend stören und so Nadelstiche setzen. Das hohe Tempo der Betzebuben wurde auch früh belohnt: Nach vier Minuten brachte Mehmet Yildiz eine Ecke scharf in den Sechzehner, wo Marcel Mansfeld einköpfen konnte (4.). Doch die Führung hielt nicht lange an. Stuttgart kombinierte sich nach einem Ballverlust der jungen Roten Teufel mit wenigen Kontakten über das Feld und vollendeten den mustergültigen Konter eiskalt (10.). Die Nachwuchsteufel ließen sich davon nicht verunsichern und zogen weiter ihre Linie durch. Rund eine Viertelstunde vor der Pause war abermals Yildiz im Mittelpunkt des Geschehens. Seine Hereingabe in den vollen Strafraum der Schwaben fand aus dem Gewühl heraus den Weg ins Netz (31.). Für die rund 150 Zuschauer und die Offiziellen war es unmöglich zu erkennen, wer den Treffer letztlich erzielte – der Schiedsrichter notierte sich ein Eigentor auf seinem Spielberichtszettel.
Nach dem Seitenwechsel gab Stuttgart nochmal alles, um die drohende Niederlage abzuwenden. Die Betzebuben verteidigten leidenschaftlich und hielten die Führung lange. Rund eine Viertelstunde vor Abpfiff passierte es dann aber doch: Ein langer Ball landete bei einem VfB Angreifer, der den Blick für den freien Mann hatte und querlegte. Der Rest war nur noch Formsache (76.). Und es sollte noch schlimmer kommen. Nur Minuten vor Schluss setzte sich ein Schwabe im Zweikampf durch und schloss aus rund 20 Metern trocken flach ins Eck ab und sorgte damit für den dramatischen Schlusspunkt der Partie (88.).
„Ich muss erstmal ein großes Kompliment an die Mannschaft aussprechen. Die Jungs haben sich gegen einen wahnsinnig starken Gegner sehr gut behauptet. Heute hat die Mentalität und der Wille gestimmt, am Ende ist es natürlich bitter, dass wir so kurz vor Schluss die Punkte aus der Hand geben. Nichtsdestotrotz ist der VfB auch keine Mannschaft, mit der wir uns am Ende der Spielzeit messen müssen. Wir müssen schauen, dass wir gegen die direkten Konkurrenten unsere Punkte holen. Dass wir das können, haben wir schon bewiesen und wir werden weiter um jeden Zähler kämpfen“, resümierte U19-Cheftrainer Laping.
Weiter geht’s für die Nachwuchsteufel am Samstag, 8. November 2019 um 11 Uhr, im Sportpark Rote Teufel gegen den aktuellen Tabellenführer 1. FSV Mainz 05.
Statistik:
1. FC Kaiserslautern U19 – VfB Stuttgart U19 2:3 (2:1)
FCK U19: Grenz – Kölle (37. Gibs), Kajinic, Hochradner, Müsel (88. Fladung) – Bonianga, Brahaj (88. Reisinger), Neukirch, Yildiz – Mansfeld (69. Lazar), Woiwod
VfB Stuttgart U19: Schock – Reutter, Suver, Cetinkaya, Kopf – Meyer (24. Schumann; 46. Hummel), Mistl (51. Caciel; 84. Göggel), Lockl, Egloff – Hollerbach, Krasniqi
Tore: 1:0 Mansfeld (4.), 1:1 Egloff (10.), 2:1 Suver (31., ET), 2:2 Hummel (76.), 2:3 Hollerbach (88.)
Schiedsrichter: Hannes Hemrich
Zuschauer: 150



