Die U19 der Roten Teufel bewies am Sonntag, 29. Oktober 2023, beim FC Bayern München Moral. Nach einem Doppelschlag in der ersten Hälfte für die Gastgeber kamen die Betzebuben im zweiten Durchgang zurück und sicherten sich einen Zähler in München.
U19-Trainer Dennis Will vertraute auf dasselbe Personal, dass am Spieltag zuvor gegen Nürnberg schon gepunktet hatte. Und die Nachwuchsteufel begannen konzentriert im FC Bayern Campus. Die Defensive stand stabil und die Münchner bissen sich an den gut gestaffelten Abwehrreihen mitunter die Zähne aus. Auch offensiv machten die jungen Roten Teufel Druck und verhinderten mit ihrem aggressiven Pressing, dass die Gastgeber überhaupt erst zur spielerischen Entfaltung kamen. Eine halbe Stunde ging das so und dann kamen die Bayern doch zu ihrem ersten Treffer. Nach einer Flanke stieg der Münchner Angreifer am höchsten und köpfte unhaltbar für Fabian Heck im Kasten der Betzebuben ein (31.). Ein Wirkungstreffer: Nur wenige Minuten später vertändelte der bis dahin starke Keeper den Ball und schon stand es 0:2 (34.). Doch die Nachwuchsteufel gaben sich nicht auf und fanden zurück in die Spur, hatten aber in der Schlussminute des ersten Durchganges nochmal Glück, als ein Bayer den Ball knapp am Tor vorbeizog.
Nach dem Seitenwechsel machten die Nachwuchsteufel mehr Druck und erarbeiteten sich ihre Chancen. Ousmane Sannoh, zur Pause eingewechselt, flankte in den Sechzehner und dort stand Mika Haas sträflich frei, der zum 1:2 einköpfen konnte – fast eine Kopie des 0:1 der Bayern (63.). Sannoh brachte richtig viel Tempo und Schwung in das Spiel der Mannschaft von U19-Trainer Dennis Will. Immer wieder brachte er die Münchner Defensive in Bedrängnis. Zehn Minuten vor Schluss setzte er sich erneut am Flügel durch und flankte mustergültig an den zweiten Pfosten, wo Maik Gärtner nur noch den Fuß reinhalten musste – 2:2 (81.). Am Ende blieb es auch beim Remis.
„Nach einem 0:2 zur Pause gegen Bayern zurückzukommen, heißt schon etwas“, so U19-Trainer Dennis Will. „Und tatsächlich muss ich sagen, dass da noch mehr drin gewesen wäre. Die beiden Tore, die wir kassieren, sind ärgerlich, aber sowas kann passieren. Am Ende kann Bayern mit dem Punkt fast noch besser leben als wir.“
Statistik:
FC Bayern München U19 – 1. FC Kaiserslautern U19 2:2 (2:0)
FC Bayern München U19: Pavlesic – Schuhbauer, Hennig (82. Richter), Scholl, Puljic – Demircan (46. Scott), Kouam, Gonzalez, Rüger (46. Sadat) – Ramsak, Cheikh
FCK U19: Heck – Bochan (88. Breitenbruch), Heinz, Hommes, Gärtner – Schramm, Baser (79. Gibs) – Bagdadi (46. Sannoh), Zor (88. Zeigler), Haas – Prokopchuk
Tore: 1:0 Gonzalez (31.), 2:0 Ramsak (34.), 2:1 Haas (63.), 2:2 Gärtner (81.)
Schiedsrichter: Timon Ulrich
Zuschauer: 300



