Bereits seit 2001 findet jährlich in über 45 Ländern die von der Europäischen Fußballunion (UEFA) und Special Olympics initiierte „Europäische Fußballwoche“ statt. Auch in diesem Jahr werden europaweit über 45.000 Sportler mit geistiger Behinderung an zahlreichen Aktionen der Sportbewegung Special Olympics und Profi-Fußballmannschaften teilnehmen. Hierbei steht weniger die sportliche Höchstleistung als vielmehr das besondere Erlebnis der Athleten im Vordergrund.
Ab 13.30 Uhr liefen im Nachwuchsleistungszentrum auf dem Fröhnerhof Sportler mit Handicap der Lebenshilfe Kaiserslautern, der Westpfalz-Werkstätten und das Intergrationsteam des FC Germania Hütschenhausen ein. „Ich freue mich sehr, dass ihr alle da seid und wir heute zusammen eine Trainingseinheit machen“, begrüßte Ratinho die knapp 30 Hobbyfußballer. „Ich hoffe, dass ihr heute Spaß habt und auch weiter am Ball bleibt, denn Sport ist eine der schönsten Sachen der Welt, hier sind wir alle gleich, hier gibt es keine Grenzen“, so der Meister von 1998 weiter. Unter den Augen einige Pressevertreter und dem ehemaligen FCK-Präsident Norbert Thines ging es dann aber auch direkt an die Aufwärmübungen. Einige hatten sich zwar bereits warm gemacht, bevor der Trainer überhaupt auf dem Platz war, jedoch stellten sich alle nach Anweisung des Ex-Profis auf und lauschten gespannt seinen Anweisungen.
Hochkonzentriert gingen die Jungs und Mädels zu Werke und es ließ sich direkt erkennen, dass sie nicht zum ersten Mal auf einem Fußballplatz standen. Die Aufwärmübungen mit Ball klappten ebenso gut wie die Kurzsprints und die Koordinationsübungen. Nachdem sich Ratinho ein Bild über den Leistungsstand seiner Schützlinge machen konnte, teilte er die Kicker in Teams ein, die auf dem Kleinfeld ihr Können unter Beweis stellen mussten. Begeistert lobte er vom Seitenrand seine Schützlinge. Der Brasilianer hatte sichtlich Spaß mit seiner Truppe und freute sich über die Motivation jedes Einzelnen. Nach etwas mehr als einer Stunde rief er die erschöpfte Truppe zu einer Abschlussbesprechung zusammen. „Im Sport gibt es keine Verlierer, heute haben wir nur Gewinner. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit Euch zu trainieren. Ich komme Euch bald besuchen und bringe Euch ein paar Bälle, damit ihr weiter Spaß am Fußball haben könnt“, so der stolze Trainer. Nach dem obligatorischen Mannschaftsfoto und zahlreichen Autogrammen verabschiedete sich die Zaubermaus von seinem Team, mit dem er eine auch für ihn ganz besondere Trainingseinheit absolvierte.
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