Der 1. FC Kaiserslautern unterlag am Freitag, 17. Juli 2026, im Testspiel beim 1. FSV Mainz 05 mit 1:4. Das Tor für die Roten Teufel in der Partie über 4x 30 Minuten erzielte Mergim Berisha.
Vor der Abfahrt ins Trainingslager stand für die Roten Teufel noch der Test beim Bundesligisten in Mainz an. Das Spiel bei den Nullfünfern wurde im Stadion am Bruchweg ohne Fans im Modus 4x 30 Minuten ausgetragen.
Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die nach vier Minuten durch einen Kopfballtreffer von Phillip Tietz bei einer Ecke in Führung gehen konnten und dann fünf Minuten soäter durch einen Distanzschuss von Sheraldo Becker auf 2:0 erhöhten. Die Roten Teufel hatten am Bruchweg viel Ballbesitz, im letzten Drittel ließ die Mainzer Defensive aber nur wenig zu. Nach 20 Minuten spielten die Pfälzer nach einem Ballgewinn schnell nach vorne, die Hereingabe von Paul Joly traf Marlon Ritter an der Strafraumgrenze aber nicht richtig, so dass der Ball ins Toraus ging. Auf der Gegenseite kam fünf Minuten später erneut Phillip Tiertz zum Kopfball, konnte Julian Krahl dieses Mal aber nicht in Bedrängnis bringen. Nachdem Sharaldo Becker im Strafraum zu Boden gegangen war, erhöhte Paul Nebel vom Elfmeterpunkt kurz vor Ende des ersten Viertels auf 3:0. Zehn Minuten nach der ersten Trinkpause hatten die Roten Teufel dann ihre bis dahin gefährlichste Situation, als Owen Gibs ein Zuspiel des Mainzer Schlussmanns Robin Zentner eroberte und in den Strafraum eindrang, aber dann doch nach außen abgedrängt wurde und nicht zum Abschluss kam. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit prüfte Marlon Ritter dann Zentner mit einem Aufsetzer aus 20 Metern, der Mainzer Keeper konnte zur Ecke parieren.
Nach dem Seitenwechsel tauschten beide Mannschaften kräftig durch. Die Partie spielte sich nun auf Augenhöhe und hauptsächlich im Mittelfeld ab. Pech hatte Ransford Königsdörffer, der bei einem Klärungsversuch von Yannick Onohiol getroffen wurde und nicht mehr weiterspielen konnte. Gute Besserung an dieser Stelle. Kurz vor Ende des dritten Viertels konnten die Roten Teufel dann verkürzen. Eine Hereingabe von Erik Wekesser von links verlängerte Ibrahim Kanaté an den langen Pfosten, wo Mergim Berisha stand und das 3:1 markierte. Kurz darauf hatte Naatan Skyttä die nächste Gelegenheit, noch weiter zu verkürzen, scheiterte aber an Maximilian Kinzig im Mainzer Tor. Nach der letzten Trinkpause wechselte Torsten Lieberknecht noch dreimal, u.a. stieg Enis Kamga nach der Finalteilnahme mit der DFB-Elf bei der U19-Europameisterschaft wieder ins Wettkampfgeschehen bei den Roten Teufeln ein.-Zehn Minuten nach Wiederbeginn stellten die Hausherren dann den alten Abstand wieder her, als Marco Richter mit einem Aufsetzer aus gut 20 Metern traf. Auf der Gegenseite hatte Naatan Skyttä die nächste gute Gelegenheit, verfehlte das Mainzer Tor aber knapp. Generell hatten die Roten Teufel in der Schlussphase die gefährlicheren Aktionen, so kam beispielsweise Ibrahim Kanaté noch zu mehreren Abschlüssen, konnte den Spielstand aber nicht mehr verbessern. Es blieb am Ende beim 4:1 für den Bundesligisten.
„Wir haben die ersten 60 Minute verloren, haben da aber schon gute Ansätze mit dem Ball gezeigt. Die zweiten 60 Minuten haben wir dann Unentschieden gespielt. Die Mainzer waren sehr effizient und haben uns so an manchen Stellen einen Ligaunterschied aufgezeigt, sie haben unsere Fehler eiskalt genutzt. Auf der anderen Seite haben wir die Fehler, die Mainz gemacht hat, nicht mit der gleichen Konsequenz ausnutzen können. So war die Effizienz letztlich der ausschlaggebende Unterschied am heutigen Tag. Alles in allem war es für uns aber ein richtig guter Test, aus dem wir viel mitnehmen und lernen können., und den wir richtig in den aktuellen Stand der Vorbereitung einordnen“, so FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht nach der Partie.
„Das Gute ist, dass wir noch ein paar Wochen haben. Heute hat man auch gesehen, dass wir mit dem Ball schon ganz gute Lösungen hatten. Trotzdem hat man gesehen, dass gegen so eine Mannschaft jeder kleine Fehler bestraft wird. Davon haben wir zu viele gemacht. Auf der anderen Seite haben wir die Fehler von Mainz aber nicht ausgenutzt. Insgesamt müssen wir uns mehr Torchancen erspielen und die dann auch eiskalt nutzen, dann sind wir glaube ich gut vorbereitet. Aber wie gesagt, wir haben noch Zeit bis zum Saisonstart und bis dahin haben wir noch Arbeit vor uns“, resümierte Marlon Ritter den Test.
Statistik:
1. FSV Mainz 05 – 1. FC Kaiserslautern 4:1 (3:0)
M05 (erste 60 Minuten): Zentner –da Costa, Kohr, Hanche-Olsen, Martel, Caci, Nakuzola (39. Hong), Maloney, Nebel, Becker, Tietz
M05 (zweite 60 Minuten): Kinzig – Gruber, Königsdörffer, Hong, Bøving, Bell, Richter, Kawasaki, Imafidon, Haidara, Potulski
FCK (erste 60 Minuten): Krahl – Gyamfi, Ritter, Sahin, Haas, Joly, Elvedi, Robinson, Tazemeta (31. Berisha), Schramm, Gibs
FCK (zweite 60 Minuten: Onohiol (91-Kamga) – Asta, Kunze, Kanaté, Wekesser, Rasmussen, Skyttä, Berisha (91. Jungfleisch), Robinson (91. Müller), Frees, Scheer
Tore: 1:0 Tietz (4.), 2:0 Becker (9.), 3:0 Nebel (29., FE), 3:1 Berisha (88.), 4:1 Richter (99.)
Schiedsrichter: Tom Bauer

