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21.01.2026

125 Jahre FCK: Interview mit Daniel Stich und Wolfgang Erfurt

125 Jahre 1. FC Kaiserslautern: Ein Jubiläum, das weit über ein Datum hinausging. Über ein ganzes Jahr hinweg wurde die Geschichte des FCK lebendig mit zahlreichen Aktionen, Veranstaltungen und Begegnungen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden haben. Fans, Mitglieder, ehemalige Spieler und Wegbegleiter haben dieses besondere Jahr gemeinsam geprägt und gezeigt, was den Verein seit 125 Jahren ausmacht: Leidenschaft, Identifikation und eine tiefe Verwurzelung in der Region.

Im Interview blicken Wolfgang Erfurt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, und Daniel Stich, Verwaltungsratsmitglied, die gemeinsam den Ausschuss „125 Jahre FCK“ geleitet haben, auf das Jubiläumsjahr zurück.

Was war die Grundidee für das Jubiläumsjahr „125 Jahre 1. FC Kaiserslautern“ und was war Euch dabei besonders wichtig?

Wolfgang Erfurt: 125 Jahre FCK – wenn das kein Grund zum Feiern ist. So war recht früh klar, dass wir dieses Jubiläum in einer angemessenen, würdigen und zum FCK passenden Art und Weise feiern wollten.

Dabei war uns besonders wichtig: Es sollte kein Fest nur für Funktionäre werden, vielmehr ein Fest auch für Funktionäre, aber vor allem für die Fans, für unsere Mitglieder und alle Freunde unseres Vereins hier in der Region und darüber hinaus. Unter dieser Prämisse hat auch der eigens gebildete Ausschuss, übrigens getragen von allen Gremien des FCK, den Veranstaltungskalender für das Jubiläumsjahr entsprechend gefüllt.

Daniel Stich: Mir war wichtig, den FCK so zu repräsentieren, wie er ist. In seiner Breite. Mit den Meisterschaften und Pokalsiegen genauso wie mit dem aktiven Vereinsleben in unseren zehn Abteilungen.

Der FCK ist ein besonderer Verein. Mit einer besonderen Historie. Mit einem besonderen Bezug zu unserer Stadt und zu dieser Region. Das erlebbar zu machen, sodass sich alle, die den FCK im Herzen tragen, als Teil der FCK-Familie und dieses Jubiläums fühlen.

Gab es einen Augenblick im Jubiläumsjahr, der Euch überrascht oder emotional besonders berührt hat?

Wolfgang Erfurt: Positiv überrascht hat mich die überwiegend gute bis herausragende Besucherresonanz bei den verschiedensten Aktivitäten; die Fan-Party in der Fanhalle am 02. Juni 2025, unsere FCK-Meile beim Lautrer Altstadtfest sowie die Zuschauerzahl bei unserem Jubiläumsspiel seien hier beispielhaft genannt. Eher negativ überrascht hat dann nicht nur mich der doch allzu „bescheidene Besuch“ unserer Sonderausstellung „Fußballfieber Rheinland-Pfalz“.

Zwei meiner emotionalen Highlights waren die Teilnahme der fast kompletten Meistermannschaft von 1991 inklusive der Meistertrainer Kalli Feldkamp und Otto Rehhagel bei unserer Geburtstagsfeier am 02. Juni 2025 sowie die überragende Gänsehaut-Choreografie unserer Fans beim Heimspiel gegen Hertha BSC am 08. November 2025 und ihre 90.000-Euro-Spende für soziale Zwecke.

Daniel Stich: Das ist schwer zu beantworten. Es gab viele Highlights. Mein persönliches war schon der 2. Juni 2025, mit dem Überraschungsfeuerwerk am Abend davor und den beiden Feiern im Stadion. Das war besonders. Jeder hat gespürt: Wenn der Berg ruft, kommen alle. Und in der Fanhalle mit der Meistermannschaft von 1991 zu feiern und verdiente Sportler aus den Abteilungen zu Ehrenmitgliedern zu machen, das hat alles auf den Punkt gebracht, was uns ausmacht.

Was bleibt vom Jubiläumsjahr und was nehmt Ihr persönlich daraus mit?

Wolfgang Erfurt: In der Nachbetrachtung ist es unserem Verein gelungen, das Jubiläumsjahr „125 Jahre“ mit einem eigenen, prägnanten FCK-Stempel zu versehen, der nachhaltig für Erinnerung sorgen wird. Mein persönlicher Befund ist die Erkenntnis, dass, wenn wir alle im Verein an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen, zwar nicht alles Unmögliche möglich wird, sich aber dennoch selbst größte Herausforderungen meistern lassen.

Daniel Stich: Ich wünsche mir, dass sich alle gerne an dieses Jubiläumsjahr erinnern und an die vielen Veranstaltungen und Aktionen zurückdenken. Der Zusammenhalt, die Leidenschaft, die Freude, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, ich hoffe, dass das bleibt. Für mich war eine wichtige Erkenntnis: Die Tradition ist längst keine Bürde mehr, sondern ein Ansporn für das, was wir alle noch vorhaben. Ich würde mir wünschen, dass wir vielleicht öfter am 2. Juni feiern, nicht nur in runden oder halbrunden Jubiläumsjahren. Die FCK-Familie hätte das verdient.