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KABINENGEFLÜSTER Rote Teufel wollen missglückten Saison- auftakt geraderücken Das hatten sich alle ganz anders vorgestellt. Bei tropischen Temperaturen verlor der 1. FC Kaiserslautern sein erstes Saisonspiel beim 1. FC Nürnberg 0:3. Bereits zur Pause führten die Franken mit 2:0. 1. FC KAISERSLAUTERN I 19 Nach sechs Wochen Vorbereitung war es am vergangenen Wochenende endlich soweit. Mit fünf Neuzugängen und dem zuletzt ausgeliehenen Manfred Osei Kwadwo in der Startelf ging es für die Roten Teufel zum 1. FC Nürnberg, auf den man zuletzt am letzten Spieltag der vergangenen Saison getroffen war. Bei 30 Grad im Kessel des Max-Morlock Stadions zu Nürnberg fanden die Roten Teufel eigentlich gut in die Partie. Auch der Club legte stark los, aber nach drei gespielten Minuten klärte Leon Guwara zweimal bärenstark und blockte die Angriffe ab. Feuer gab es dann auch auf der anderen Seite: Baris Atik legte sich den Ball zum Freistoß aus etwa 20 Metern zurecht, zirkelte die Kugel aufs Tor und Nürnbergs Keeper Thorsten Kirschbaum klärte gerade noch zur Ecke – ein starker Schuss! Kurz darauf rauschte auch ein Kopfball Atiks knapp am Pfosten vorbei. Wäre einer dieser Bälle reingegangen, die Partie wäre vermutlich ganz anders verlaufen. Stattdessen jubelte nach 13 Minuten Nürnberg. Marius Müller hielt einen harten Schuss von Mikael Ishak, doch der Ball prallte wieder in die Mitte, wo Edgar Salli abzog, die Kugel wurde wieder geblockt und Hanno Behrens versenkte den Nachschuss im Winkel – 0:1 aus Sicht des FCK. 13 Minuten später kam es noch dicker für die Roten Teufel und der Druck von Nürnberg wurde größer. Sebastian Kerk, der in der vergangenen Saison noch das Trikot des FCK trug, schlug eine Ecke von links und der Ball landete im Tor. Zwei Gegentore in der ersten halben Stunde für den FCK, doch es kam noch bitterer: Giuliano Modica verletzte sich bei einem Zweikampf und musste raus, für ihn kam Stipe Vucur ins Spiel. Zur Pause wechselte FCK-Trainer Norbert Meier ein zweites Mal und brachte Lukas Spalvis für Manfred Osei Kwadwo. Dem Spiel brachte das allerdings zunächst wenig, im Gegenteil: Nach 53. Minuten hatte Kevin Möhwald vor dem Strafraum alle Zeit der Welt, schaute sich die Ecke aus und zimmerte den Ball per Traumtor zum 3:0 ins Netz – keine Chance für Marius Müller im Kasten der Roten Teufel. Kurze Zeit später wechselten die Pfälzer zum Dritten und brachten Gino Fechner für Christoph Moritz. Allgemein wurde die Partei in der zweiten Hälfte ruhiger, der Club zog sich etwas zurück und lockte den FCK. Der wagte sich dann auch mal nach vorne, doch der Kopfball von Lukas Spalvis nach Flanke von Phillipp Mwene flog über das Tor (63.). Die nächste Chance hatte Osayamen Osawe, der nach einem schönen Doppelpass mit Daniel Halfar aber den Ball über das Tor schoss (75.). Der Ball wollte an diesem Spieltag einfach nicht ins Nürnberger Tor, denn auch Robin Koch scheiterte in der 81. Minute im Strafraum an Keeper Kirschbaum. Kurz vor Ende traf Baris Atik zudem nur den Pfosten. Im Fußball geht es aber immer schnell weiter und so haben die Roten Teufel bereits fünf Tage später am Freitagabend unter Flutlicht die Chance, den verpatzten Auftakt geradezubiegen. Gegen Bundesliga Absteiger SV Darmstadt 98 werden die Mannen von Trainer Norbert Meier alles daran setzen, die Auftaktpleite vergessen zu machen, wie der frühere Darmstädter Leon Guwara nach dem Spiel in Nürnberg auf den Punkt brachte: „Die Fans haben uns schon in Nürnberg hervorragend unterstützt. Und natürlich haben wir uns den Saisonauftakt anders erhofft. Das Gute am Fußball ist, dass man sich Woche für Woche neu beweisen kann. Freitagabend zu Hause auf dem Betzenberg, besser geht es eigentlich nicht, um die Niederlage wiedergutzumachen.“


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