News Details

„Wir müssen uns nicht verstecken“

Am Samstag, 27. Februar 2016, treten die Roten Teufel die Dienstreise zum SC Freiburg an. Nach dem vergebenen Sieg gegen Heidenheim in letzter Minute möchten FCK-Chefcoach Konrad Fünfstück und seine Truppe etwas Zählbares aus dem Breisgau mitnehmen. Worauf es gegen starke Freiburger besonders zu achten gilt, erklärten Fünfstück und Innenverteidiger Tim Heubach auf der Pressekonferenz am Donnerstag, 25. Februar 2016.

Konrad Fünfstück über…

… die Freiburger: "Sie sind unbestritten neben Leipzig eine der besten Mannschaften der Liga. Eine Mannschaft, die von der individuellen Qualität her den klaren Anspruch erhebt, aufzusteigen. Alleine Nils Petersen ist eine Hausnummer, die man erstmal verteidigen muss. Sie haben zudem mir Grifo einen hervorragenden Standard-Schützen in ihren Reihen. Auch Marc Torrejón ist uns auf dem Betzenberg noch sehr gut in Erinnerung. Freiburg ist nicht umsonst die beste Heimmannschaft der Liga."

… die Situation: "Für uns heißt es, nicht entmutigt dort hin zu fahren. Das wäre das falsche Signal, auch für unsere treuen Fans. Wir wissen, dass die Aufgabe extrem schwierig wird. Wir wissen auch, dass uns drei Leistungsträger der letzten Wochen fehlen, Trotzdem sind wir davon überzeugt, dass wir mit der Mannschaft, die uns zur Verfügung steht, auch in Freiburg ein gutes Spiel abliefern werden. Diejenigen, die in die frei gewordenen Positionen rutschen, werden ihr Bestes geben."

… das Personal: "Der Trainingsplatz ist gut gefüllt. In Sebastian Jacob haben wir einen Spieler, der aktuell im Reha-Bereich ist, aber nächsten Mittwoch ins Mannschaftstraining zurückkehren wird."

… die Lehren aus dem letzten Spiel: "Wir müssen ein Spiel 90 Minuten konzentriert spielen. Wir haben es zweimal verpasst, mit dem Dreier über die Ziellinie zu kommen. Das tut weh. Denn in dieser Liga ist es sehr schwierig, Punkte zu sammeln. Jeder Punkt muss hart erkämpft werden. In der Championsleague hat sich auch gezeigt, dass ein 2:0 noch zu drehen ist. Uns ist das auch schon gelungen – jetzt leider zweimal dem Gegner. Von der Mannschaft fordere ich Konzentration über das gesamte Spiel und vor allem die absolute Entschlossenheit, um jeden Ball zu kämpfen und möglichst unbequem in den Zweikämpfen aufzutreten."

… die Aufstellung: "Ich möchte es den Freiburgern nicht so einfach machen. Deshalb gebe ich nicht alles preis. Wer die Trainingswoche gut verfolgt weiß, wie unsere Pläne sind. Wir haben noch Trainingseinheiten vor uns und werden in Freiburg ein Team auf das Feld schicken, das sich nicht verstecken muss. Ich habe den Anspruch an die Mannschaft, dass wir so auftreten wie es sich für uns gehört. Wir werden mit breiter Brust dort hin fahren. Gegen uns muss auch erstmal gespielt werden. In dieser Zweiten Liga kannst du gegen jeden gewinnen und genauso auch gegen jeden verlieren, wenn die individuelle Qualität nicht abgerufen wird. So ist das im Vollprofi-Fußball. Jedes Spiel wir schwierig."

… die Standardstärke des Gegners: "Wir sind auch ein gutes Beispiel dafür, dass Standards gefährlich sind. Freiburg hat die meisten Tore nach Standards gemacht. Da heißt es für uns, hellwach zu sein in der letzten Zone. Sich im Hexenkessel in Freiburg nicht anstecken zu lassen, sondern clever zu verteidigen. Freiburg wird sicherlich auch auf unsere Standardsituationen gucken. Jetzt fehlt zwar Stipe, aber Tim kann diese Lücke füllen. Er ist auch mal dran, bei Standards richtig gefährlich zu sein. Er zeigt im Training, dass er das kann. Auf diesem Niveau sind Standards oftmals spielentscheidend. Deshalb freue ich mich, dass wir das wesentlich besser spielen als in der Hinrunde."

Tim Heubach über…

… das Deja-Vu: "Es war sehr bitter, wieder kurz vor Schluss den Ausgleich zu bekommen. Wir können dennoch von Glück reden, dass Marius Müller den letzten Ball auch noch hält, sonst stehen wir komplett ohne Punkte da. Das Ergebnis war sehr schwer zu verkraften nach dem Spiel. Wir haben dann eine Nacht drüber geschlafen und dann war das ganze relativ schnell wieder aus den Köpfen raus. Wir schauen nach vorne. Die nächste Aufgabe wartet auf uns."

… das Spiel: "Es wird ein sehr schwieriges Spiel in Freiburg. Wir müssen defensiv sehr gut stehen und versuchen, unsere Chancen, wie bisher oft auswärts, effizient zu nutzen. Dann haben wir eine reelle Möglichkeit, aus Freiburg etwas mitzunehmen."

… Nils Petersen: "Seine Tore sprechen für sich. Er ist eiskalt vor dem Tor, bewegt sich gut, stellt den Körper gut rein. Nichtsdestotrotz haben wir in der Defensive auch unsere Qualitäten. Wir fahren nicht mit Angst nach Freiburg, weil der Petersen auf uns wartet. Wir müssen als Mannschaft gut verteidigen und dürfen uns nicht nur auf Petersen konzentrieren. Freiburg hat sehr viele Spieler von individueller Klasse. Jeder im Team muss seine Leistung bringen."

… die Erwartungshaltung: "Wir fahren sicherlich nicht nach Freiburg und sagen uns: 'Mal schauen was hier passiert'. Wir fahren mit dem  Anspruch hin, unser Bestmögliches zu geben und etwas Zählbares mitzunehmen. Sonst müssen wir die Reise auch nicht antreten. Den Druck, dort was holen zu wollen, machen wir uns selbst. Daher ist es egal, ob wir zu Hause oder auswärts, gegen Freiburg oder Heidenheim spielen."