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Sonntag, 15.30 Uhr: Nächster Test gegen Cracovia Krakau

Die Defensive steht in den bisherigen drei Testspielen der Roten Teufel. Gegen Fola Esch, den FC Ingolstadt und Videoton FC blieb die Mannschaft von Cheftrainer Konrad Fünfstück jeweils ohne Gegentreffer. Eigene Tore gelangen allerdings auch nur in der Partie gegen den luxemburgischen Meister aus Esch. Am Sonntag, 24. Januar 2016, gibt es nun die nächste Möglichkeit. Dann geht es im Trainingslager in Spanien gegen den polnischen Traditionsverein Cracovia Krakau.

Als Jorge Mario Bergoglio im März 2013 zum Papst gewählt wurde, hat im Vatikan auch der Fußball eine kleine Renaissance erlebt. Der Argentinier ist glühender Anhänger des Traditionsvereins San Lorenzo de Almagro aus seiner Heimatstadt Buenos Aires und soll als Bub auf den Straßen der Metropole mit Fußball-Legende Alfredo Di Stefano persönlich gekickt haben. Das erste Oberhaupt der Katholischen Kirche, das sich für den Sport mit dem runden Leder begeistert, ist Papst Franziskus freilich nicht. Sein Vor-Vorgänger Johannes Paul II. war nämlich nicht nur Mitglied beim FC Barcelona, sondern darüber hinaus auch Fan des Vereins Cracovia Krakau, der am Sonntag gegen den 1. FC Kaiserslautern testet.

Cracovia wurde im Jahr 1906 gegründet und ist damit einer der ältesten polnischen Fußballclubs. In Sachen Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus steht er gleichwohl eher im Schatten des Lokalrivalen Wisla und anderer Traditionsvereine aus unserem Nachbarland. Immerhin fünf nationale Meisterschaften konnte Cracovia in seiner Geschichte zwar gewinnen, der letzte Titel datiert allerdings noch aus dem Jahr 1948. Das Derby in Krakau ist dennoch eines der brisantesten Spiele in Polen überhaupt und sorgte mit Zuschauerausschreitungen auch immer wieder für Negativschlagzeilen.

In der laufenden Saison holte Cracovia gegen Wisla vier von sechs möglichen Punkten und steht in der Tabelle des Extraklasa als Dritter deutlich besser da als der Stadtrivale. Freuen dürfte das auch Mateusz Klich. Der Mittelfeldspieler der Roten Teufel stammt ganz aus der Nähe von Krakau und spielte bereits in der Jugend für Cracovia. Auch seine ersten Sporen als Profi verdiente sich Klich bei dem Verein, ehe er im Sommer 2011 den Sprung in die Bundesliga und zum VfL Wolfsburg wagte. Am Samstag im Trainingslager in Spanien wird es für den Lautrer Polen somit ebenso ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club geben wie für Erik Jendrisek. Der frühere FCK-Stürmer spielt inzwischen für Krakau.