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„Schön, wenn wir kleine Euphorie entfachen könnten“

In den Testspielen der Wintervorbereitung hat der FCK eine weiße Weste gewahrt. Die Serie ohne Gegentreffer soll natürlich am Besten auch in der Liga weitergehen – am Liebsten direkt zum Auftakt-Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin. Vor dem ersten Meisterschaftsspiel des Jahres 2016 baten wir Innenverteidiger Stipe Vucur zum Interview und sprachen dabei nicht nur über Testspiele und Trainingslager, sondern auch über die verbleibenden 15 Spiele.

Hallo Stipe! Hinter euch liegt eine intensive Wintervorbereitung. Wie bewertest Du unterm Strich die letzten vier Wochen?

Stipe Vucur: „Ziemlich anstrengend, wie eine Vorbereitung halt so ist (lacht). Wir haben viel trainiert und sehr gut gearbeitet.  Alle Spieler waren gut drauf. Es hat sich niemand ernsthaft verletzt, das ist auch sehr wichtig für uns als Mannschaft. Wir haben sehr gute Testspiele absolviert, in denen wir kein Gegentor kassiert haben. Das gibt uns natürlich Selbstvertrauen und Sicherheit. Aber in der Meisterschaft ist die Situation wieder eine ganz andere als in der Vorbereitung. Im ersten Spiel gegen Union Berlin müssen wir uns auf die 90 Minuten konzentrieren, die vor uns liegen, und dürfen nicht mehr nur die Vorbereitung im Kopf haben. Aber wir starten am Freitag sicherlich mit einem positiven Gefühl in die Runde.“

Du hast es angesprochen: In den Testspielen lief es gut, während die Defensive in der Hinrunde öfter in der Kritik stand. Wie wichtig ist es auch für Dich und Deine Abwehrkollegen, eure Leistung mit den Ergebnissen der Vorbereitung zu bestätigen?

Stipe Vucur: „Das ist extrem wichtig! Wir haben allgemein nicht die Hinrunde gespielt, die wir uns als Mannschaft vorgenommen haben. Es war keine komplette Katastrophe, aber es hätte besser laufen können. Genauso gab es auch unglückliche Szenen, durch die wir auf doofe Art und Weise Spiele verloren haben. Umso wichtiger war die gute Vorbereitung, in der wir hinten sicher gestanden haben und vorne auch das eine oder andere Tor erzielen konnten. Nichtsdestotrotz müssen wir immer als Mannschaft funktionieren. Wir schießen gemeinsam Tore, genauso verteidigen wir gemeinsam gegnerische Tore.“

Vor Euch liegen noch insgesamt 15 Spiele bis zum Saisonende. Schaut ihr vor dem Start am Freitagabend auf dem Betze auf das Gesamte oder zählt für Euch nur das nächste Spiel?

Stipe Vucur: „Man hört es im Fußball ja immer wieder: ‚Wir denken von Spiel zu Spiel.‘ Klingt nach einer Stammtischweisheit, ist aber so. Gerade nach der Vorbereitung steht für uns das Spiel gegen Union Berlin an erster Stelle. Wir konzentrieren uns nur auf diese Partie und alles was danach kommt ist aktuell nicht wichtig. Wir wollen das Spiel gut gestalten und drei Punkte holen. Uns ist bewusst, dass Union ein sehr starker Gegner ist, auch wenn sie in der Tabelle aktuell hinter uns stehen. Aber umso wichtiger ist es, direkt zum Start zu punkten, um uns noch weiter von den hinteren Rängen absetzen zu können.“

Ist es ein Vorteil, dass ihr vor heimischer Kulisse im Fritz-Walter-Stadion ins Zweitligajahr 2016 startet?

Stipe Vucur: „Ja klar! Heimspiele sind immer etwas Schönes und Besonderes. Umso schöner wäre es, wenn wir vor heimischer Kulisse dann auch mit einem Sieg starten und eine kleine Euphorie entfachen könnten.“

In den vergangenen Wochen war auch neben dem Platz Einiges los. Ohne näher darauf einzugehen: Beeinflussen diese Ereignisse Euch als Mannschaft in irgendeiner Weise?

Stipe Vucur: „Ich glaube, jeder in der Mannschaft bekommt das mit und beschäftigt sich auch kurz mit diesen Themen. Aber es beeinflusst nicht unsere sportliche Leistung. Wir geben Vollgas und konzentrieren uns auf die 90 Minuten auf dem Rasen, das Drumherum ist dann für uns nicht wichtig.“

Für Dich persönlich liegt Dein erstes halbes Jahr FCK hinter Dir. Wie fällt dein Zwischenfazit aus?

Stipe Vucur: „Für mich persönlich war es ein schönes halbes Jahr. Ich fühle mich in Lautern sehr wohl, mir geht es gut, ich bin gesund und habe fast alle Spiele gemacht. Von daher kann ich mich nicht beschweren. Schöner wäre es, wenn wir ein paar mehr Punkte auf dem Konto hätten, aber das müssen wir so nehmen wie es ist. Deswegen müssen wir uns zusammenreißen und versuchen, jetzt unsere Punkte zu holen.“

Gibt es trotz der Zufriedenheit noch persönliche Ziele, die Du bis zum Saisonende erreichen willst?

Stipe Vucur: „Auf jeden Fall will ich meine bisherige Leistung bestätigen und mich noch verbessern. Ich will der Mannschaft noch mehr helfen, vielleicht kann ich dazu auch noch das eine oder andere Tor beitragen. Aber wichtiger ist mir, dass wir weiterhin als Mannschaft funktionieren.“

Schlagen wir nochmal die Brücke zum Heimspiel: Das Hinspiel gegen Union verlief ziemlich turbulent, am Ende konntet ihr einen Punkt mitnehmen. Wie präsent ist das für euch vor der Partie am Freitag?

Stipe Vucur: „Jeder von uns hat das Spiel sicher noch im Hinterkopf, aber es nimmt in unserer Vorbereitung und in den Köpfen keinen großen Platz ein. Wir haben in vielen Spielen bewiesen, dass wir nicht nur mit den Gegnern mithalten, sondern auch jeden in der Liga schlagen können. Beim Hinspiel gegen Union war es ja auch so, dass wir geführt haben und das Spiel eigentlich unter Kontrolle hatten und am Ende nur glücklich einen Punkt mitnehmen konnten. Am Freitagabend sollen es jetzt natürlich drei Punkte werden.“