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Nachlese: Erfolg der Außenbahnen

Zwei entscheidende Wechsel und emsige Außenspieler haben dem FCK einen 2:0-Erfolg gegen den MSV Duisburg beschert. Dabei sah es lange nach einem torlosen Remis aus, doch dann kam Deville.

Durchatmen! Als Mateusz Klich in der Nachspielzeit gegen den MSV Duisburg das verdiente 2:0 erzielte, merkte man ihm und der Mannschaft die Erleichterung an. Klich so platt, dass es nicht mehr ganz für einen überschwänglichen Jubel reichte. Zuvor hatte der FCK fast den Ausgleich kassiert, den Torwächter Marius Müller per Blitzreaktion verhinderte und durch Antonio Colak oder auch Klich einige Chancen vergeben. Klich sorgte mit seinem Treffer für kollektives Aufatmen.

Im Fachjargon nennt man solch eine Partie wohl „Arbeitssieg“ oder „fußballerische Magerkost“. Das sah auch FCK-Trainer Konrad Fünfstück so: „Wir müssen auch nicht leugnen, dass es heute fußballerisch schwierig und phasenweise nicht unbedingt sehr schön anzusehen war. Wir wussten, dass wir nicht den Fehler machen dürfen, dem MSV Räume zum Kontern zu bieten. Daher wollten wir defensiv sicher stehen, geduldig bleiben, über außen spielen und auf unsere Chancen warten.“ Der Plan ging auf.

Duisburg bemühte sich, brachte aber in der Offensive wenig zustande. Und der FCK? Spielte nach vorne, hatte flinke und agile Außenspieler, ließ kurz vor dem Sechzehner jedoch die Konsequenz vermissen. Immer wieder drangen die Außenverteidiger wie Chris Löwe oder Jean Zimmer nach vorne und setzten die Stürmer in Szene, wie in der 60. Minute: Klich spielte sehenswert und passgenau per Hacke zu Löwe, der den Ball zu Deville löffelte. Dann folgten Jubel und Erleichterung: „Ich fühle mich super, denn heute habe ich mein erstes Tor auf dem Betzenberg erzielt. Das war immer mein Ziel und heute ist es mir endlich gelungen. Vor der heimischen Kulisse ist es ein absoluter Traum, ein Tor zu schießen“, sagte der Luxemburger nach dem Spiel.

Der Schlüssel zum Erfolg gegen den MSV lag vor allem auf den Außenbahnen und an zwei entscheidenden Wechseln des FCK-Trainers. Bereits in der ersten Hälfte ackerte Löwe jeden Meter seiner linken Seite ab, setzte sich immer wieder per Doppelpass mit Marcel Gaus in Szene, doch die zündenden Strafraumszenen blieben aus. Auf der anderen Seite probierte Zimmer viel, fand aber bis zur zweiten Hälfte keine erfolgreichen Abnehmer für seine Flanken. Das sollte sich im zweiten Durchgang ändern. Für Marcel Gaus kam Michael Schulze und übernahm die Rechtsverteidiger Position, sodass Zimmer ins linke Mittelfeld rückte. Kurz vor dem Abpfiff wurde der zweite Wechsel von Konrad Fünfstück belohnt: Zimmer verbrannte seine letzten Körner, rannte seinem Gegenspieler weg und servierte für Klich, der den Sieg perfekt machte. „Drei Punkte und ein Heimsieg, es fühlt sich super an! Ich freue mich immer, wenn ich ein Tor schieße, aber viel wichtiger ist es, dass wir als Mannschaft heute das letzte Heimspiel im Jahr 2015 gewonnen haben. Das ist einfach ein tolles Gefühl“, sagte der Pole nach dem Schlusspfiff.

Am Ende ist dieser Sieg sogar doppelt wichtig: Zum einen war es der langersehnte dritte Heimerfolg und gleichzeitig ein guter Start in die Rückrunde – bitte weitermachen!

Weiter ging es direkt einen Tag nach dem Heimsieg. Am Montagmorgen, 14. Dezember 2015, versammelte Cheftrainer Konni Fünfstück seine Jungs wieder auf dem Betze. Während es für die Startelf wie üblich für regenerative Einheiten in den Kraftraum ging, absolvierten die nicht eingesetzten Spieler und Spieler mit Kurzeinsätzen eine knapp einstündige Einheit auf dem Trainingsplatz. Am Mittwoch, 16. Dezember 2015, starten die Roten Teufel dann in die Vorbereitung auf das letzte Spiel des Jahres bei Eintracht Braunschweig.