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FCK-Hinrundenrückblick, Teil 1: Der Saisonstart

Nach einer starken Vorbereitung siegte der FCK auch gleich zum Auftakt deutlich gegen Aufsteiger MSV Duisburg. Anschließend blieben die Roten Teufel dreimal ungeschlagen, ehe man einen wahren Ostalbtraum erlebte. Der Rückblick der Monate Juli und August kompakt zum Nachlesen:

Um den Fans nahe zu sein, bezog der 1. FC Kaiserslautern sein erstes Trainingslager vom 24. bis 27. Juni im südpfälzischen Herxheim-Hayna und sollte äußerst erfolgreiche Testspiele absolvieren – bis auf eine Ausnahme. Der erste Test des 1. FC Kaiserslautern fand gegen eine Regionalauswahl statt und die Roten Teufel gewannen das traditionelle Fanspiel 5:1. Drei Tage später folgte der nächste Sieg: 8:0 gewann man beim SC Hauenstein. Die Torejagd des FCK ging in den Testspielen weiter und es folgten Siege gegen die Kickers Offenbach (8:0) und den FC Homburg (3:0).

Das zweite Trainingslager buchte der Verein vom 7. bis 14. Juli in Langweiler, Hotel Kloster Marienhöh, wo man das Trainingsgelände des SV Morbach nutzten konnte. Etwa 60 Kilometer vom Trainingsplatz entfernt liegt das kleine Örtchen Zemmer, dessen Klub, die SG Zemmer/Rodt, zwar nur in der Kreisliga C agiert, aber am 11. Juli ein volles Stadion bestaunen durfte. Denn beim Testspiel des FCK gegen den Regionalligisten Eintracht Trier fanden sich viele blauschwarze und rotweiße Schlachtenbummler ein. Der FCK agierte souverän und gewann die Partie 2:1. Nach fünf Testspielsiegen in Folge machten die Lautrer das halbe Duzend voll und besiegten auch den polnischen Erstligisten Pogon Stettin, der für dieses Duell übrigens extra eingeflogen wurde, im Friedrich-Moebus-Stadion Bad Kreuznach mit 4:0. Doch nach sechs Siegen musste man im Spiel gegen den dänischen Verein HB Køge A/S die erste Schlappe hinnehmen: 1:2 verlor der 1. FC Kaiserslautern am 14. Juli. Allerdings blieb von dieser Niederlage wenig hängen, denn vier Tage später holten sich die Pfälzer im letzten Spiel der Vorbereitung den siebten Sieg und bezwangen den SV Wehen Wiesbaden mit 2:1. Somit endete eine äußerst erfolgreiche Vorbereitung mit 31:4 Toren, sieben Siegen und nur einer Niederlage.

Die ersten fünf Spieltage

Nach der intensiven Vorbereitung starteten die Roten Teufel frisch und motiviert in die neue Saison. Im ersten Duell reiste man am 24. Juli zum MSV Duisburg, wo man einen furiosen Start hinlegte.

Starker Auftakt in Duisburg

Der erste Spieltag führte den FCK in den Ruhrpott zum MSV Duisburg und die mitgereisten Fans erlebten eine erste Halbzeit, die sie so schnell nicht vergessen werden. Die Roten Teufel legten gegen den Aufsteiger gut los und gingen bereits in der 13. Minute durch Kacper Przybyłko in Front. Der mustergültige Pass kam vom polnischen Landsmann Mateusz Klich. Fünf Minuten später klingelte es erneut im Zebra-Gehäuse als Jean Zimmer über die rechte Seite durchbrach, querlegte und der Duisburger Kevin Wolze konnte den Ball nur noch ins eigene Tor abwehren – 2:0 für den FCK! Und die Roten Teufel hatten noch nicht genug. Nach einem langen Ball stand Przybyłko goldrichtig und markierte den dritten FCK-Treffer. Im zweiten Durchgang wurde es nicht mehr ganz so torreich und Duisburg kam durch Bajic zum Anschlusstreffer, doch nach überstandener Druckphase heimste der FCK einen verdienten Sieg am ersten Spieltag ein.

Nullnummer zuhause gegen Braunschweig

Nach dem furiosen Auftakt folgte der torlose Boden der Tatsachen. Gegen Eintracht Braunschweig reichte es im ersten Heimspiel der Saison leider nur zu einem 0:0. Zwar begannen beide Teams forsch und erspielten sich einige Torchancen, allerdings ohne Fortune. Zudem zeichneten sich beide Keeper mit starken Leistungen aus. Fazit: Nach zwei Spieltagen und diesem gerechten Remis blieb der FCK ungeschlagen.

Verschenkte Punkte in Berlin

Am dritten Spieltag reiste der FCK zum FC Union Berlin und dominierte die Partie im Stadion An Der Alten Försterei. Folgerichtig besorgte Ruben Jenssen in der 23. Minute nach Vorlage von Daniel Halfar das 1:0. Doch die Roten Teufel legten kein zweites Tor nach und Berlin rächte sich – im zweiten Durchgang. Zwar setzte der FCK seine gute Leistung fort, hatte durch Ring eine gute Chance, aber Keeper Haas hielt und Berlin drehte das Spiel: Maximilian Thiel erzielte nach Vorlage von Trimmel in der 67. Minute den Ausgleich und fünf Minuten später schoss Bobby Wood die Hausherren in Führung. Dann wurde ein junger Luxemburger eingewechselt, der im weiteren Verlauf der Saison noch für Furore sorgen sollte: Maurice Deville. FCK-Trainer Kosta Runjaic wechselte den Luxemburger erst in der 86. Minute ein, zeitgleich gab es Freistoß für den FCK, den Chris Löwe in den Strafraum schnibbelte. Und wer stand am zweiten Pfosten und köpfte das 2:2? Deville. Jedoch konnten die Pfälzer aufgrund der Spielanteile nicht mit einem Punkt zufrieden sein – in Berlin war mehr drin.

Knapper Erfolg gegen den SC Paderborn

Zugegeben: Dieses Spiel lässt sich nicht im obersten Regal der Fußballfeinkost finden. Immerhin stimmte das Ergebnis. 1:0 besiegte der FCK den Bundesligaabsteiger Paderborn am vierten Spieltag. Glücklicherweise verteilten die Ostwestfalen Geschenke, wie etwa in der zwölften Minute, in der Moritz Stoppelkamp Ruben Jenssen im Strafraum niederstreckte. Den fälligen Strafstoß schoss Chris Löwe ins Netz. Im zweiten Durchgang hätte der FCK alles klarmachen können, doch Stürmer Przybyłko vergab drei sehr gute Chancen, sodass es beim knappen Erfolg blieb.  

Der Ostalbtraum

Nach vier Spielen ohne Niederlage folgte ein Match in Heidenheim, das am Ende eigentlich keiner erklären konnte. Der FCK begann stark, ließ zunächst keine Zweifel aufkommen und ging durch Przybyłko nach feiner Flanke von Markus Karl in Führung (19.). Eigentlich war die Sache klar, denn von den Hausherren war bis dato wenig zu sehen – die Roten Teufel hatten die Partie im Griff. Doch die zweite Hälfte sorgte nicht nur auf den Zuschauerrängen für verdutzte Gesichter, sondern auch bei den FCK-Akteuren. Wieder dominierte der FCK, erspielte sich Chance um Chance, vergaß aber etwas Wichtiges: das zweite Tor. Zu allem Übel wurde ein regulärer Treffer von Jean Zimmer in der 47. Minute nicht anerkannt bzw. erkannt, denn Schiedsrichter Benjamin Brand hatte den Schuss von Zimmer nicht hinter der Linie gesehen. Leider war der Ball klar drin. Dann nahm das Unheil seinen Lauf: In der 58. Minute ging Marius Müller ins Dribbling, kickte den Ball in die Füße von Heidenheims Morabit und es stand 1:1 – aus dem Nichts. Die Roten Teufel waren geschockt und kassierten vier Minuten später das nächste Tor. Colak verlor den Ball in der gegnerischen Hälfte, Marc Schnatterer eroberte sich den selbigen und schnatterte ihn zum 2:1 für den FCH ins Tor. Kurios 2.0: Auch nach diesen beiden Treffern spielte der FCK mutig nach vorne und hatte durch Zimmer sowie Halfar die große Chance zum Ausgleich, doch beide scheiterten. In der 86. Minute komplettierte ein weiteres Unglück den gebrauchten Tag: Innenverteidiger Stipe Vucur und Keeper Marius Müller kollidierten, Robert Leipertz bedankte sich artig und traf zum 3:1-Endstand. Was für ein Ostalbtraum.