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"Eine harte Nuss knacken"

Am Sonntag, 13. Dezember 2015, geht es für die Roten Teufel in die letzte Heimpartie vor der Winterpause. Auf dem Betzenberg empfangen sie den MSV Duisburg. Was Cheftrainer Konrad Fünfstück und Mittelfeldspieler Marcel Gaus auf der Pressekonferenz vor dem 18. Spieltag zu sagen hatten, gibt es hier zum Nachlesen.

Konrad Fünfstück über ...

... das Spiel am Sonntag: "Gegen Duisburg treffen wir auf einen Gegner, der sehr kompakt verteidigen wird. Die Duisburger haben in den letzten Wochen einen Auftrieb erhalten. Sie haben gegen Sandhausen gewonnen, waren gegen Freiburg vorne und haben dann Unentschieden gespielt und haben auch in Leipzig mit einer starken Mannschaft 85 Minuten geführt. Hier hat die Mannschaft von Ilia Gruev bewiesen, dass sie besser ist, als es aktuell die Tabelle aussagt. Wir hatten noch an unserem letzten Spiel gegen St. Pauli zu knabbern, das haben wir aber mittlerweile aufgearbeitet und abgehakt. Jetzt haben wir ein klares Ziel: Wir möchten die Fans nach diesen turbulenten Wochen mit einem Heimsieg in die Winterpause vom Betze verabschieden und uns beim Publikum für die tolle Unterstützung bedanken. Wir wissen aber auch, dass es schwierig wird. Duisburg ist eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Wir müssen auf der Hut sein, klar nach vorne spielen und vor allem unsere Chancen nutzen. Wir müssen einen kühlen Kopf behalten und nicht mit "Hurra-Fußbal" nach vorne rennen und Duisburg Gelegenheiten bieten, sondern schauen, dass wir unser Spiel durchbringen, so dass wir das Spiel am Ende auch erfolgreich gestalten."

... Marcel Gaus: "Ich habe Marcel schon in meinem ersten Spiel in Bochum eingesetzt. Mit dieser Maßnahme habe ich bereits gezeigt, wie wichtig Marcel ist, nicht nur für das gesamte Spiel, sondern auch für die Mannschaft. Er ist für mich ein guter Bezugspunkt, er hat einen guten Charakter und eine gute und klare Einstellung. Über 90 Minuten zeigt er totalen Einsatz und Engagement. Zusätzlich bietet er auch den jungen Spielern Unterstützung und gibt auch neben dem Platz den Youngsters Hilfestellung."

... die Bilanz der Hinrunde: "Wenn man die Bilanz hinsichtlich der Gesamtsituation betrachtet, war es für die Mannschaft und den Verein bisher eine turbulente Situation. Es gab bisher keinen Zeitpunkt, an dem man das Gefühl hatte, das richtig Ruhe eingekehrt ist. Vor allem den Wechsel von Trainer und Sportdirektor mussten die Spieler auch erst mal sacken lassen und verarbeiten. Zum Anderen gibt es immer wieder negative Stimmen in unserem Umfeld. Der neunte Platz ist für uns als Mannschaft sicherlich auch nicht befriedigend. Wir alle haben hohe Ansprüche, die Fans, die Mannschaft, der Verein und die Verantwortlichen. Deshalb ist es für uns extrem wichtig, mit den Möglichkeiten, die wir haben, das Bestmögliche herauszuholen. Wir müssen auf der Hut sein und Woche für Woche Punkte sammeln. Denn in dieser Liga kann jeder die Punkte holen. Ich habe vor dem Spiel in Leipzig gesagt, dass es machbar ist zu gewinnen. Es ist aber auch genauso machbar, gegen Duisburg zu verlieren. Das Fazit lautet daher, dass wir Ruhe und Konstanz reinbringen müssen. Wir brauchen eine richtig gute Vorbereitung, um in der Rückrunde so erfolgreich zu spielen, wie wir uns das vorstellen. Mit dem neunten Platz bin ich nicht zufrieden, das wäre ja auch fatal. Es gibt Mannschaften, die einen qualitativ hochwertigen Kader haben, aber hinter uns stehen, obwohl sie das Ziel hatten aufzusteigen. Diese Mannschaften wären sicher froh, jetzt auf dem neunten Platz zu stehen. Wir haben bisher in jedem Spiel so gearbeitet, dass man danach noch in den Spiegel schauen kann. Aber nichtsdestotrotz strebe ich nach anderen Ergebnissen."

... das Verhältnis zu Ilia Gruev: "Wenn einer unsere Mannschaft kennt, dann ist es Ilia. Er hat mit Kosta die Mannschaft trainiert und auch so zusammengestellt. Ich freue mich für ihn, dass er in Duisburg die Möglichkeit hat, seine Ideen als Trainer umzusetzen. Unser Verhältnis ist gut. Als ich Trainer der U23 war, standen wir regelmäßig im Austausch. Ich wünsche Ilia natürlich alles Gute - nur nicht für Sonntag."

... die Heimschwäche: "Wir haben gegen Düsseldorf nachgewiesen, dass wir zu Hause richtig gut spielen können. Wir sehen die Rückrunde für uns auch als eine Art Neubeginn. Das Alte ist vorbei und wir wollen schauen, dass wir die Spiele daheim wieder gewinnen."

... die personelle Situation: "Die Mannschaft wird für Sonntag neu gebildet. Daniel Halfar und Patrick Ziegler fallen wegen der 5. Gelben Karte aus und Markus Karl wird als Kapitän auflaufen. Das hat er bisher gut gelöst. Ein Fragezeichen steht noch über Antonio Colak, der momentan muskuläre Probleme hat. Auch der Einsatz von Alexander Ring ist noch offen. Das wird sich noch alles bis zum Spiel gegen Duisburg entscheiden."


Marcel Gaus über ...

... die aktuelle Situation: "Ich denke, wir sind nicht in der Situation, in der wir einen Gegner unterschätzen können. Die Tabelle sagt alles aus, wir haben sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge und dementsprechend wollen wir natürlich den Abstand wahren und ausbauen. Wir sind auch realistisch genug, dass wir sagen können, dass es nicht die Runde ist, die wir uns vorgestellt haben. Aber wir müssen jetzt unseren Blick nach vorne richten. Ein Heimspiel steht uns bevor uns da wollen wir uns natürlich auch dementsprechend verkaufen und das Spiel erfolgreich gestalten um uns von unseren Fans auch gut in die Winterpause zu verabschieden."

... seine Fitness: "Es ist schwierig einzuschätzen, ob ich nach der Reha schon fit bin, 90 Minuten durchzuspielen. Ich bin froh, wenn die Winterpause ist und ich mich intensiv auf die Rückrunde vorbereiten kann. Aber aufgrund der vielen Spiele, die ich hintereinander machen durfte, konnte ich einige Kraft sammeln. Aber eins ist klar: Ich werde solange laufen, wie meine Beine mich tragen können."

... über die Heimschwäche: "Wir müssen uns von den Erwartungen, die an uns gestellt werden, loslösen. Für uns selber muss der Anspruch sein, dass wir etwas anderes verkörpern, als das, was wir zur Zeit in der Tabelle und bei Heimspielen auf dem Betze darstellen. Denn gerade zu Hause ist es wichtig, Punkte zu sammeln. Momentan sind wir nicht in der Situation, die wir uns vorgestellt haben. Letztes Jahr war es genau anders herum. Dieses Jahr läuft es noch nicht so. Es liegt aber an uns selber, da brauchen wir uns von keinem beeinflussen lassen. Ich denke nicht, dass es ein psychisches Problem ist, sondern eine reine Ergebniskrise. Es ist eine Schraube, an der wir arbeiten müssen."