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Anrennen nicht belohnt – 1:2 gegen St. Pauli

Die Roten Teufel haben den erhofften Heimsieg gegen den FC St. Pauli verpasst. Am Sonntag, 6. Dezember 2015, hieß es nach 90 Minuten im Fritz-Walter-Stadion 1:2 (0:1). Vor 29.352 Zuschauern war für die Lautrer nur Daniel Halfar zum Anschlusstreffer erfolgreich.

Im letzten Spiel der Vorrunde war der FC St. Pauli zu Gast auf dem Betzenberg. Die Norddeutschen mischen schon seit Saisonbeginn in der Spitzengruppe der Tabelle mit, mussten zuletzt aber zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. Der FCK wiederum gewann seine vergangenen beiden Auswärtsspiele und wollte nun auch im Fritz-Walter-Stadion zurück in die Spur finden. Cheftrainer Konrad Fünfstück veränderte die Startformation im Vergleich zur Partie in Fürth auf zwei Positionen. Tim Heubach spielte für Sascha Mockenhaupt wieder von Beginn an in der Innenverteidigung, zudem feierte Jean Zimmer nach seiner Verletzungspause sein Comeback. Alexander Ring musste verletzungsbedingt passen.

Das Spiel begann für die Roten Teufel dann denkbar ungünstig. Nach dem ersten Eckball für die Gäste köpfte Bernd Nehrig das Leder an die Querlatte. Den Abpraller erwischte zuerst Lennart Thy, ehe der Ball nach einem unglücklichen Klärungsversuch von Chris Löwe zum 0:1 im Netz landete (3.). Die Lautrer versuchten sich an einer schnellen Antwort. Trotz Feldüberlegenheit dauerte es aber bis zur 18. Minute, ehe Kacper Przybylko den Hamburger Schlussmann Robin Himmelmann zu einer ersten Parade zwang. Zuvor hatten die Roten Teufel Pech, als Schiedsrichter Sascha Stegemann in der 8. Minute zwar auf Foul an Lukas Görtler entschied, den Tatort aber außerhalb des Strafraums sah.  In der 38. Minute musste Himmelmann dann wieder ran. Einen Kopfball von Stipe Vucur nach Freistoß von Zimmer pflückte er sicher vor der Linie weg. Die Gäste beschränkten sich ihrerseits weitgehend auf die Defensive und brachten die knappe Führung in die Halbzeit. Eng wurde es noch einmal bei einer Chance für Görtler, dessen Schuss im Strafraum aber abgeblockt wurde (42.).

Den zweiten Durchgang begannen die Roten Teufel ohne Wechsel und in dem Wissen, aus der deutlichen Feldüberlegenheit mehr klare Torgelegenheiten herausspielen zu müssen. Tatsächlich wurde das Spiel der Gastgeber nun zwingender. Wieder Przybylko prüfte Himmelmann mit einem satten Distanzschuss (53.), dann rettete der Keeper gegen Zimmer zur Ecke (54.). Der Ausgleich lag in der Luft, und auch bei der folgenden Flanke von Ruben Jenssen, an die Michael Schulze und Vucur nicht richtig dran kamen, fehlte nicht viel. Wie so oft im Fußball war es aber nicht die anrennende Mannschaft, die belohnt wurde. St. Pauli tauchte in der 56. Minute am Lautrer Strafraum auf, Thy zog trocken ab und traf ins kurze Eck zum 0:2.

Auch von diesem Tiefschlag ließen sich die Roten Teufel nicht entmutigen. Sekunden später hatte Daniel Halfar den Anschluss auf dem Fuß, doch auch der Kapitän konnte Himmelmann nicht überwinden (57.). Auf der Gegenseite vergab Christopher Buchtmann die Vorentscheidung, Zentimeter fehlten zum dritten Treffer für die Gäste (58.). Konrad Fünfstück brachte für die Schlussphase drei frische Offensivleute und wechselte Marcel Gaus, Manni Osei Kwadwo und dann auch Maurice Deville ein. Als in der 68. Minute eine Flanke von Halfar endlich zum 1:2 ins lange Eck rutschte war endgültig richtig Stimmung in der Bude. Noch waren mehr als 20 Minuten zu gehen, und dass die Roten Teufel einen Rückstand aufholen können, hatten sie ja erst am vergangenen Spieltag in Fürth unter Beweis gestellt.

Die nächste Großchance ließ auch nicht lange auf sich warten. Nach einer Hereingabe von Halfar hatte Przybylko freie Schussbahn, jagte die Kugel mit vollem Risiko aber über den Kasten der Hamburger (73.). Langsam aber sicher lief den Lautrern die Zeit davon, zumal sich die Gäste in den folgenden Minuten auch etwas besser aus der Umklammerung befreien konnten. Vier Minuten an Nachspielzeit gab es zwar obendrauf, eine gute Möglichkeit wollte sich aber nicht mehr ergeben. Beim letzten Distanzschuss von Halfar fehlte ein gutes Stück.